Was ist besser für mich: Debitkarte oder Kreditkarte?

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Die kostenlose Girokarte, vielen noch unter dem alten Namen EC-Karte bekannt, wird zum Auslaufmodell. Immer mehr Banken und Sparkassen erheben dafür Gebühren und bieten als Ersatz Debitkarten oder Kreditkarten an. Aber was ist für wen geeignet?

  • Debitkarte ist ein Alltagsbegleiter

  • Kreditkarte im Urlaub unersetzbar

  • Reiseversicherungen sind bei der ADAC Kreditkarte inkludiert

Was ist der Unterschied zwischen Debit- und Kreditkarte?

Beide tragen das VISA- oder Mastercard-Logo und sehen sich ähnlich, aber sie sind grundlegend unterschiedlich. Hier sind einige wichtige Fakten:

Debitkarten

  1. Werden zum Girokonto ausgegeben.

  2. Belasten das Konto sofort bei Zahlungen – Guthaben muss vorhanden sein.

  3. Bessere Kostenkontrolle durch zeitnahe Abbuchung.

  4. Gut für Online-Einkäufe und kontaktloses Bezahlen.

  5. Im Ausland kann die Akzeptanz jedoch geringer sein.

Kreditkarten

  1. Meist mit Gebühren verbunden.

  2. Einmalige Abrechnung am Monatsende – vierwöchiger Verfügungsrahmen.

  3. Ermöglichen Ratenzahlung, aber mit Zinsen.

  4. Höhere Akzeptanz im Ausland.

  5. Buchungsvorgänge sind oft nur mit Kreditkarte möglich.

Debit- und Kreditkarten? Was ist besser auf Reisen?

Mietwagen: Die meisten Mietwagenanbieter akzeptieren keine Debitkarten, sondern nur Kreditkarten. Hintergrund ist der, dass auf der Kreditkarte größere Summen als Kaution blockiert werden können. Das machen die Autoverleiher, damit sie eine Sicherheit für die Zahlungsfähigkeit des Kunden haben, sollte das Auto mit einem Schaden wieder abgegeben werden.

Hotel: Bei der Online-Buchung eines Hotels oder einer Ferienwohnung wird fast immer eine Kreditkarte benötigt – unabhängig davon, ob man die Buchung im Voraus bezahlt oder erst vor Ort. Manche Karten bieten sogar noch zusätzliche attraktive Vorteile wie Rabatte oder Zimmer-Upgrades.

Reiseversicherungen: Debitkarten werden zwar bei vielen Banken kostenlos zum Girokonto ausgegeben, während man für Kreditkarten in der Regel eine Gebühr zahlen muss. Trotzdem lohnt sich diese Investition insbesondere für Auslandsreisen, da bei vielen Kreditkarten sinnvolle Reiseversicherungen inkludiert sind.

Über die ADAC Kreditkarte "Paket Reisen" ist folgendes versichert:

  • Der integrierte ADAC Auslandskrankenschutz 100 der ADAC Kreditkarte schützt den Kreditkarteninhaber samt Familie auf allen Reisen mit einer Dauer von bis zu 45 Tagen. Der Schutz gilt bei akuten, unerwarteten Erkrankungen sowie Verletzungen weltweit ganz unabhängig davon, ob man die ADAC Kreditkarte verwendet hat oder nicht. Die Selbstbeteiligung beläuft sich auf 100 Euro pro Schadensfall und Person.

  • Versicherungsschutz für den Reiserücktritt bei Reisen mit einem Wert von bis zu 10.000 Euro für den Kreditkarteninhaber und bis zu fünf Mitreisenden, sofern wenigstens 50 Prozent des Reisepreises mit der ADAC Kreditkarte bezahlt wurden. Enthalten sind – abzüglich einer Selbstbeteiligung – die vertraglich geschuldeten Stornokosten, falls ein versichertes Ereignis eintritt und die Reise abgesagt werden muss.

  • Im Falle eines notwendigen Abbruchs der Reise aufgrund versicherter Ereignisse gilt ebenfalls Schutz für den Kreditkarteninhaber und maximal fünf Mitreisende. Sowohl Rückreisekosten als auch nicht genutzte Leistungen werden dann abzüglich der Selbstbeteiligung erstattet.

  • Mit der ADAC Kreditkarte "Paket Reisen" profitiert man außerdem von einer Zusatz-Haftpflichtversicherung für Mietwagen im Ausland, einer Reise-Rechtsschutzversicherung für Mietfahrzeuge weltweit, einer Reise-Vertrags-Rechtsschutzversicherung weltweit und einer Verkehrsmittel-Unfallversicherung weltweit.

Wie sicher sind Debit- und Kreditkarten?

Debitkarten sind neben modernen Chip-Technologien mit den Sicherheitsmerkmalen PIN (Persönliche Identifikationsnummer) und TAN (Transaktionsnummer) ausgestattet und bieten daher ein hohes Maß an Sicherheit. Dennoch ist der Schutz bei einer Kreditkarte noch höher, da die Kreditkartenunternehmen bei betrügerischen Aktivitäten in der Regel schneller erstatten. Bei Debitkarten kann es schwieriger sein, das abgebuchte Geld zurückzuerhalten.

Es lohnt sich daher, einen Benachrichtigungsservice per SMS oder Push-Nachricht zu nutzen. So wird man über jede Transaktion informiert und kann bei bei verdächtigen Aktivitäten sofort reagieren. Denn für beide Bezahlkarten gilt natürlich: Bei einem Verdacht auf Betrug muss die Karte – ebenso wie im Verlustfall – unverzüglich gesperrt werden.

Bin ich ein Debit- oder Kreditkarten-Typ?

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Fazit

Debitkarten sind gute Alltagsbegleiter in Deutschland, aber auf Reisen ist eine Kreditkarte eine sinnvolle Ergänzung, um wirklich überall auf Nummer sicher zu gehen und auch dort bezahlen zu können, wo die Debitkarte nicht akzeptiert wird. Zudem machen die Services und inkludierten Reiseversicherungen die Kreditkarte zu einem wichtigen Reisebegleiter.