ADAC Pannenhilfebilanz 2021: Gelbe Engel wieder häufiger im Einsatz

Immer hilfsbereit: Die Gelben Engel
Immer hilfsbereit: Die Gelben Engel© ADAC/Rasmus Kaessmann

2021 leisteten die ADAC Straßenwachtfahrer und Mobilitätspartner Autofahrern fast 3,5 Millionen Mal Hilfe. Pro Tag waren die Gelben Engel im Durchschnitt 9268 Mal im Einsatz.

  • Zahl der Einsätze um rund drei Prozent gestiegen im Vergleich zum Vorjahr

  • Häufigste Pannenursache: Probleme mit der Autobatterie

  • Hilfeleistungen bei E-Autos nahezu verdreifacht

Auch im vergangenen Jahr wurde der ADAC millionenfach zu Hilfe gerufen: 2021 gab es 3.492.335 Einsätze. Das sind 3,1 Prozent mehr als 2020, als die Gelben Engel 3.385.699 Mal ausrücken mussten. Trotz der Zunahme zeigten sich aber weiterhin die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Zahlen für 2021 liegen rund sieben Prozent unter denen des letzten Vor-Corona-Jahres 2019.

Im Februar rückten die Gelben Engel besonders oft aus

Am meisten Arbeit hatten die ADAC Pannenhelfer und Mobilitätspartner in den Wintermonaten Januar und Februar. Rekordtag mit 21.627 Hilfseinsätzen war der 15. Februar. Nur unwesentlich darunter lag an zweiter Stelle der 12. Februar mit 21.271 Einsätzen. An beiden Tagen gab es in Deutschland einen flächendeckenden, kräftigen Wintereinbruch mit viel Schnee und Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts.

ADAC Staubilanz 2021: Fast so viele Staus wie vor Corona

Hätten Sie das gewusst?

Insgesamt legten die Straßenwachtfahrer 2021 bei ihren Einsätzen zusammengerechnet fast 48 Millionen Kilometer zurück. Das entspricht rund einem Drittel der Entfernung von der Erde zur Sonne.

Häufigste Pannenursache: Probleme mit der Autobatterie

Wie in den Jahren zuvor waren auch 2021 Probleme mit der Autobatterie die häufigste Pannenursache. Dies entspricht 46,2 Prozent aller Fälle, bei denen die ADAC Straßenwacht geholfen hat – ein fast identisches Niveau wie im Vorjahr (46,3 Prozent).

Platz zwei belegten Pannen am Motor beziehungsweise am Motormanagement (15,5 Prozent). Dazu zählen vor allem Probleme mit der Einspritzung, Zündung oder Sensorik. Mit 14,8 Prozent dritthäufigster Grund, der die Hilfe der Straßenwacht erforderte, waren Probleme bei Lenkung, Karosserie, Bremsen, Fahrwerk oder dem Antrieb.

Pannenhilfe bei E-Autos: Deutlicher Zuwachs

In mehr als 25.000 Fällen riefen Fahrerinnen und Fahrer von E-Autos den ADAC zu Hilfe. Das ist fast dreimal so viel wie 2020, als mehr als 9000 Einsätze erfolgten, eine Folge der erneut deutlich gestiegenen Zahl an zugelassenen Elektrofahrzeugen.

Laut Statistischem Bundesamt wurden 2021 knapp 356.000 E-Autos neu zugelassen. Im Vergleich dazu waren es 2020 nur etwas über 194.000 Fahrzeuge. Außerdem kommen viele E-Autos der früheren Generationen jetzt in ein Alter, in dem auch bei Verbrennermodellen die Pannenhäufigkeit steigt. Dies macht sich auch bei den Pannen bemerkbar.

Pannenursache Nummer eins war auch bei den E-Autos die Starterbatterie. Spezifische Elektroauto-Bauteile wie Akku, Elektromotor oder Ladetechnik waren dagegen selten für Pannen verantwortlich.

Hilfe leicht gemacht: Die ADAC Pannenhilfe App

Neben dem klassischen ADAC Notruf unter der Kurzwahl 22 22 22 nutzten Mitglieder auch 2021 die ADAC Pannenhilfe App, die für die Betriebssysteme iOS und Android kostenlos in den Stores verfügbar ist. Auf diesem Weg erreichten den Club 140.171 Notrufe, dies entspricht einem Anteil von knapp über vier Prozent.

Die Vorteile der Smartphone-App: Nutzer können im Pannenfall wichtige Informationen und Fahrzeugdaten sowie den exakten Standort direkt und unkompliziert an die ADAC Pannenhilfezentrale übermitteln. Zusätzlich lassen sich auch mögliche Pannenursachen weitergeben, was den Hilfeprozess weiter beschleunigt. Durch den aktuellen Status zum Auftrag bleibt das Mitglied immer über den Stand seiner Pannenmeldung informiert und erfährt unter anderem, wie lange er voraussichtlich auf den Gelben Engel warten muss.

Dr. Norbert Prack
Dr. Norbert Prack
Redakteur
Kontakt

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?