ADAC Pannenhilfebilanz 2020: Corona-Lockdown hat Folgen

Ein ADAC-Pannenhelfer sichert eine Pannenstelle mit Warndreieck und Pylonen ab
Immer hilfsbereit: Die Gelben Engel ∙ © ADAC/Martin Hangen

2020 leisteten die ADAC Straßenwachtfahrer und Mobilitätspartner Autofahrern 3.385.699 Mal Hilfe. Pro Tag waren die Gelben Engel im Durchschnitt 9250 Mal im Einsatz.

  • Zahl der Einsätze ist um knapp zehn Prozent gesunken

  • Wegen Corona waren weniger Fahrzeuge unterwegs

  • Häufigste Pannenursache: Probleme mit der Autobatterie

Auch im vergangenen Jahr wurde der ADAC millionenfach zu Hilfe gerufen: 2020 gab es aber 9,9 Prozent weniger Einsätze als 2019, als die Gelben Engel 3.756.226 Mal im Einsatz waren. Hauptgrund für den kräftigen Rückgang waren die Auswirkungen der Corona-Krise. Wegen der Lockdowns im Frühjahr und im Herbst waren deutlich weniger Fahrzeuge als im Vorjahr unterwegs. Besonders auffällig war dies in den Monaten März bis Mai.

Im Winter rückten die Gelben Engel besonders oft aus

Am meisten Arbeit hatten die ADAC Pannenhelfer und Mobilitätspartner mit 18.032 Hilfseinsätzen am 2. Januar – noch vor Beginn der Corona-Krise. An zweiter Stelle lag der 30. November mit 17.408 Einsätzen. An diesem Tag gab es in weiten Teilen Deutschlands einen kräftigen Wintereinbruch mit Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts.

Die Tage mit den wenigsten Einsätzen waren allesamt Sonntage im ersten Lockdown: 29. März (3.352 Einsätze), 12. April (3.635 Einsätze) und 22. März (3.865 Einsätze).

Häufigste Pannenursache: Probleme mit der Autobatterie

Wie in den Jahren zuvor waren auch 2020 Probleme mit der Autobatterie die häufigste Pannenursache. Dies entspricht 46,3 Prozent aller Fälle, die von der ADAC Straßenwacht abgewickelt wurden – das waren deutlich mehr als im Vorjahr (41,8 Prozent). Ursache ist nach ADAC Auswertungen, dass viele Fahrzeuge aufgrund des Corona-Lockdowns längere Zeit ungenutzt waren.

Platz zwei belegten Pannen am Motor beziehungsweise am Motormanagement (15,9 Prozent). Dazu zählen vor allem Probleme mit der Einspritzung, Zündung oder Sensorik. Mit 14,2 Prozent dritthäufigster Grund, der die Hilfe der Straßenwacht erforderte, waren Probleme bei Lenkung, Karosserie, Bremsen, Fahrwerk oder dem Antrieb.

Die Zahl der eingegangenen Hilfegesuche bei Elektroautos verdreifachte sich im Vergleich zum Vorjahr und lag bei mehr als 9000. Dies ist vor allem eine Folge der deutlich gestiegenen Zahl an Elektrofahrzeugen.

Hilfe leicht gemacht: Die ADAC Pannenhilfe App

Neben dem klassischen ADAC Notruf unter der Kurzwahl 22 22 22 nutzten Mitglieder auch 2020 die ADAC Pannenhilfe App, die für die Betriebssysteme iOS und Android kostenlos in den Stores verfügbar ist. Auf diesem Weg erreichten den Club 125.590 Notrufe, dies entspricht einem Anteil von 3,7 Prozent.

Die Vorteile der Smartphone-App: Nutzer können im Pannenfall wichtige Informationen und Fahrzeugdaten sowie den exakten Standort direkt und unkompliziert an die ADAC Pannenhilfezentrale übermitteln. Zusätzlich lassen sich auch mögliche Pannenursachen weitergeben, was den Hilfeprozess weiter beschleunigt. Durch den aktuellen Status zum Auftrag bleibt das Mitglied immer über den Stand seiner Pannenmeldung informiert und erfährt z.B., wie lange er voraussichtlich auf den Gelben Engel warten muss.