Helfen als Mission, Leistungsfähigkeit im Mittelpunkt: Die ADAC Hauptversammlung 2026
Von Redaktion
Bezahlbare Mobilität und Angebote, die niemanden ausschließen: Das fordert ADAC Präsident Christian Reinicke auf der Hauptversammlung des Clubs.
Mobilität mit dem Auto muss bezahlbar bleiben
Die Mitgliederzahl ist auf 22,7 Millionen gestiegen
Delegierte beschließen Beitragsanpassung
Die ADAC Hauptversammlung hat mit wesentlichen Beschlüssen den Kurs von Europas größtem Verein bestätigt: Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitgliedschaften, der Erhalt der Leistungsfähigkeit und weiteres Mitgliederwachstum trafen auf die Zustimmung der rund 240 Delegierten aus ganz Deutschland.
Im Jahr 2025 wurde die Kernleistung des ADAC erneut stark nachgefragt: Durchschnittlich alle 9 Sekunden wurde in Deutschland die Hilfe des ADAC beansprucht, insgesamt über 3,7 Millionen Mal. Und auch für 2026 rechnet der Club mit einer hohen Nachfrage.
ADAC Präsident Christian Reinicke konnte auf der Versammlung in Speyer auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurückblicken: Das Wachstum um rund 490.000 auf 22,7 Millionen Mitglieder im vergangenen Jahr unterstreiche die Relevanz des ADAC – gerade in unsicheren Zeiten, so Reinicke. Und trotz der zunehmend herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werde es keine Abstriche an Leistungsfähigkeit und Qualität geben, versprach der Präsident.
„Klimaschutz und Mobilität dürfen kein Gegensatz sein“
Christian Reinicke, ADAC Präsdident©ADAC/Stefanie Aumiller
Eindringlich setzte sich Christian Reinicke in seiner Rede vor den Delegierten für bezahlbare Mobilität ein, insbesondere mit dem Pkw. Gleichzeitig wies er auf die Notwendigkeit von Klimaschutz im Verkehr hin. Dieser könne aber nur dann erfolgreich sein, wenn er von den Menschen mitgetragen werde: "Klimaschutz darf nicht zu Überforderung führen oder Mobilität einschränken", so der ADAC Präsident.
Orientierung geben, wo sie am dringendsten gebraucht wird, kritisch, faktenbasiert und stets im Sinne seiner Mitglieder argumentierend: So beschrieb Christian Reinicke das Selbstverständnis des Clubs. Mit Studien, etwa zu den Folgen des Sanierungsstaus bei Brücken, mit Untersuchungen zu undurchsichtigen Preisen beim öffentlichen E-Auto-Laden und mit vielfältigen Tests, deren Ergebnisse immer wieder dafür sorgen, dass Hersteller ihre Produkte verbessern – oder vom Markt nehmen.
Unter dem großen Applaus der Delegierten erklärte Christian Reinicke: "In einer Welt voller Umbrüche und Unsicherheiten bleibt der ADAC das, was seine Mitglieder von ihm erwarten: ein verlässlicher Partner, ein unabhängiger Ratgeber und ein Sicherheitsanker – für immer mehr Menschen und auch über den Bereich der Mobilität hinaus."
Auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, der zum Auftakt der Veranstaltung über die Herausforderungen der Mobilität in Deutschland sprach, bedankte sich beim ADAC für seine kritische und konstruktive Stimme gegenüber der Politik und dafür, dass Mobilität in Deutschland zuverlässig und sicher bleibt.
Außerdem stellte er die Bedeutung individueller Bedürfnisse heraus: "Wir schreiben den Menschen nicht vor, wie sie unterwegs sein sollen. Jeder hat eine andere Lebenswirklichkeit. Jeder muss selbst entscheiden können, welches Verkehrsmittel für ihn oder für sie das richtige ist."
Bilanz und Beitragsanpassung
Vor dem Hintergrund der zuletzt stark gestiegenen Kosten insbesondere für Energie, Personal, Ersatzteile, Abschlepp- und Werkstattleistungen schloss der ADAC das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresverlust von 17 Millionen Euro ab.
Damit der ADAC seine Leistungen auch weiterhin in gewohnter Zuverlässigkeit und Qualität erbringen kann, beschloss die ADAC Hauptversammlung, die Beiträge für die ADAC Mitgliedschaft nach mehr als sechs Jahren Beitragsstabilität anzupassen. Die Preise für Einzelmitglieder steigen ab dem 1. Januar 2027 abhängig von der gewählten Mitgliedschaft um 10 Euro bis 35 Euro im Jahr. Gleichzeitig werden Leistungen angemessen erweitert sowie Leistungsgrenzen etwa für das Abschleppen erhöht. Der ADAC setzt auch auf neue Themen wie Unterstützung bei der Vorsorge sowie in den Bereichen Gesundheit und Zuhause. Hier hat sich etwa der ADAC Schlüsselnotdienst bereits etabliert.
Delegierte wählen neuen Verkehrspräsidenten
Zum neuen ADAC Verkehrspräsidenten wählten die Delegierten den Professor für Fahrzeugtechnik an der Hochschule Trier Prof. Dr. Peter König. Der 57-Jährigen ist im ADAC Mittelrhein Vorstand für Verkehr und Technik und engagiert sich seit Jahren für Themen der Verkehrssicherheit sowie für sichere und effiziente Verkehrskonzepte. Er tritt für bezahlbare Mobilität und Technologieoffenheit ein.
Mitgliederzahl steigt auf 22.7 Millionen
Die hohe Relevanz des ADAC zeigt sich auch an der Mitgliederzahl. Sie ist im Jahr 2025 weiter gestiegen, auf 22,7 Millionen.

