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Winterreifentest 2017 und alle Infos zum neuen "Alpine"-Symbol

12.10.2017

Im aktuellen Winterreifentest erzielen die kostengünstigen Modelle der bekannten Hersteller gute Ergebnisse und überholen zum Teil die Premiumprodukte. Wer jetzt Winterreifen kauft, sollte nicht nur auf Qualität, individuelle Fahreigenschaften und den Preis achten, sondern auch auf das sogenannte „Alpine“-Symbol.

ADAC Winterreifentest 2017
Unsere Tester stellten 32 Reifenmodelle auf die Probe. 
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Winterreifentest 2017

Unsere Reifentests zeigen regelmäßig, dass Premiummarken nicht automatisch Top-Bewertungen bekommen. Dass aber preisgünstige Zweitmarken die teureren Hauptmarken aus demselben Herstellerkonzern überholen, ist neu.

Der von Goodyear entwickelte ESA+ TECAR Super Grip in der Dimension 195/65 R15 (Golfklasse) erreicht unter 16 getesteten Reifenmodellen mit einem soliden „gut“ den zweiten Platz. Das Markenprodukt Goodyear UltraGrip 9 hingegen landet mit einem „befriedigend“ drei Plätze dahinter. Noch krasser fällt die Paarung Kleber – Michelin aus: Das Zweitprodukt (Kleber Krisalp HP3) erzielt mit einem „gut“ den dritten Platz in der Wertung, der Premiumreifen (Michelin Alpin 5) vom selben Hersteller dagegen nur Platz zwölf („befriedigend“). 

Die detailierten Ergebnisse der Reifenmodelle der Dimension 195/65 R 15 mit dem Speed-Index T  finden Sie hier.

Auch der Blick auf Verschleiß und Verbrauch eines Winterreifens zahlt sich für den Käufer aus: In beiden Kategorien gab es bei der untersuchten SUV-Reifendimension (215/65 R16) große Leistungsunterschiede. Für die Verschleißnote wird in unserem Test jeder Reifentyp mehrere Tausend Kilometer auf der Straße oder auf dem Prüfstand gefahren und die Laufleistung auf das gesetzliche Mindestprofil von 1,6 Millimetern heruntergerechnet. Dabei erreicht der Avon WV7 eine Laufleistung von 28.000 Kilometern, der Michelin Alpin 5 mit 61.000 Kilometern mehr als doppelt so viel.

Die detaillierten Ergebnisse der Reifenmodelle der Dimension 215/65 R 16 H für kleine SUV finden Sie hier.

Wenn Sie die getesteten Winterreifen vergleichen, können Sie Sprit sparen. Die Spritmessungen finden bei 100-km/h-Konstantfahrten mit einer Verbrauchsmessanlage auf einer zwei Kilometer langen Oval-Strecke mit Steilkurven statt. Nach je fünf Messfahrten in zwei Durchgängen steht der gemittelte Verbrauch fest. Zwischen dem besten (Goodyear) und schlechtesten Reifen (Pirelli) liegen 0,5 Liter (8 Prozent) pro 100 Kilometer.

„Wir empfehlen den Autofahrern schon immer, Preise für den gewählten Reifen bei mehreren Händlern zu vergleichen. Diesmal lohnt aber zusätzlich ein Blick auf Einzelkategorien. Ein etwas höherer Anschaffungspreis kann oft durch niedrige Verbrauchs- und Verschleißkosten kompensiert werden. Mit unserem diesjährigen Winterreifentest lässt sich also doppelt sparen“, erklärt Dr. Reinhard Kolke, Leiter des ADAC Technikzentrums.

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Neues "Alpine"-Symbol wird Pflicht

Wer jetzt Winterreifen kauft, sollte nicht nur auf Qualität, individuelle Fahreigenschaften und den Preis achten, sondern auch auf das sogenannte „Alpine“-Symbol.

Alpine Symbol

Das dreigezackte Bergpiktogramm mit der Schneeflocke in der Mitte ist Pflicht für alle Winterreifen, die ab 1. Januar 2018 hergestellt werden. Das bisherige M+S-Zeichen reicht dann für neu produzierte Winterreifen nicht mehr aus. Übergangsweise (bis 30. September 2024) erfüllen jedoch bereits hergestellte Reifen mit M+S-Kennzeichnung noch die Winterreifenpflicht. Verbraucher müssen ihre bereits vorhandenen Winterreifen nicht sofort ersetzen. 

 

Keine Sommerreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen

Dem neuen Symbol liegt ein höherer Qualitätsanspruch zugrunde: Während für die Bezeichnung M+S keine einheitlichen winterlichen Prüfkriterien erforderlich sind, müssen Reifen für das „Alpine“-Symbol bei einem vergleichenden Bremstest auf Schnee Mindestqualitäten nachweisen. 

Was bleibt, ist die Regelung zur bestehenden situativen Winterreifenpflicht: Bei Glatteis, Reif- und Eisglätte, Schnee und Schneematsch müssen Pkw Winterreifen aufgezogen haben. Anders ausgedrückt: Bei winterlichen Straßenverhältnissen sind Sommerreifen verboten. Sonst drohen Bußgeld (60 bzw. 80 Euro, je nach Behinderung des Straßenverkehrs), ein Punkt in Flensburg und empfindliche Auswirkungen auf Kasko und Haftpflicht, wenn ein Unfall passiert.

Auch der Fahrzeughalter haftet

Neu ist aber, dass jetzt auch der Fahrzeughalter mit einer Geldbuße und einem Punkt rechnen muss, wenn er bei den genannten winterlichen Straßenverhältnissen eine Fahrt ohne Winterreifen anordnet oder zulässt. Das betrifft insbesondere Autovermieter. 

Übrigens: Motorräder sind von der Winterreifenpflicht ausgenommen. Denn zum einen gibt es kaum Reifen auf dem Markt, die die entsprechende Kennzeichnung haben. Zum anderen lassen Motorradfahrer ihr Bike im Winter sowieso weitgehend stehen.

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Winterreifenpflicht in Deutschland und im Ausland

Winterreifen FAQ

Das solltet ihr zum Thema Winterreifen in Deutschland und im Ausland wissen.

Hier gibt es die Infos