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Fahren bei Nebel

08.11.2017

Nebel kommt plötzlich, das macht ihn für Autofahrer so gefährlich. Im Jahr 2016 ereigneten sich laut Statistischem Bundesamt 407 nebelbedingte Unfälle mit Personenschaden, dabei wurden 151 Menschen schwer verletzt. Wir haben die wichtigsten Tipps für Fahrten bei schlechten Sichtverhältnissen zusammengestellt.

Fahren bei Nebel
Wenn die Sicht schlechter wird, unbedingt runter vom Gas.

Nebelfahrten erfordern eine erhöhte Aufmerksamkeit des Fahrers. Jegliche Ablenkung sollte vermieden werden. Außerdem empfiehlt es sich, den Scheibenwischer regelmäßig zu betätigen, um die durch Nebel verursachten Wassertropfen auf der Scheibe zu beseitigen.

Bei eingeschränkter Sicht sollten Sie grundsätzlich langsam und vorausschauend fahren und bremsbereit sein. Überholmanöver auf zweispurigen Landstraßen sind tabu.

Mindestabstand = Geschwindigkeit: Diese Faustformel sollte bei Nebel befolgt werden. Das heißt, bei Tempo 50 sollte man mindestens 50 Meter Abstand zum Vordermann halten.

Den Durchblick behalten

Wann Autofahrer mit Tagfahrlicht fahren dürfen oder müssen, ist gesetzlich nicht geregelt. Im Herbst und Winter reicht das Tagfahrlicht aber meist nicht aus, weil auch tagsüber oft schlechte Sicht herrscht und die Dämmerung früher einsetzt. Dann muss der Fahrer auch bei Lichtautomatik das Abblendlicht manuell einschalten. Bei neueren Autos wird das Tagfahrlicht zwar mit dem Einschalten der Zündung aktiviert. Doch die Rückleuchten bleiben gemäß den gesetzlichen Vorschriften aus. Erst wenn Sie das Abblendlicht (ggf. manuell) eingeschaltet haben, wird das eigene Auto sowohl von vorne als auch von hinten bestens erkannt. 

Lichtautomatik greift nicht bei Nebel

Auch die modernste Licht-Automatik kann Nebel oder diesiges Wetter nicht erkennen. Daher schaltet sie das Abblendlicht nicht automatisch ein. Deshalb sollte Sie in der dunklen Jahreszeit besser selbst zum Lichtschalter greifen. 

Abblendlicht statt Fernlicht einschalten

Bei Nebel sollten Sie auf Fernlicht verzichten, es verschlechtert die Sicht noch zusätzlich – besser ist das normale Abblendlicht. Hilfreich sind auch Nebelscheinwerfer, die das Licht flach über die Straße streuen. Sie dürfen auch bei starkem Regen eingeschaltet werden und ergänzen das Standlicht ideal. 

Nebelschlussleuchte anschalten

Bei Sichtweiten unter 50 Metern erlaubt der Gesetzgeber maximal 50 km/h. Erst dann dürfen Sie die Nebelschlussleuchte einschalten. Als Orientierung gelten die Leitpfosten am Straßenrand, die auf Landstraßen und Autobahnen im 50-Meter-Abstand stehen. Sobald die Sicht wieder besser wird, muss die Nebelschlussleuchte wieder abgeschaltet werden, um den nachfolgenden Verkehr nicht zu blenden.

Beleuchtung prüfen

Generell gilt: Überprüfen Sie bei Pausen und Tankstopps die Scheinwerfer und Leuchten, beseitigen Sie Schmutz und Feuchtigkeit. Gegebenenfalls können Sie die Frontscheibe während der Fahrt mit dem Gebläse von innen freimachen.

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