Verkehrstote 2025: Mehr tödliche Unfälle

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Von Katharina Dümmer

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Ein Kreuz an der Landstrasse erinnert an einen tödlichen Unfall
Verkehrstote in Deutschland 2025: 2780 Menschen verloren auf der Straße ihr Leben© Shutterstock/Ronald Rampsch

Etwas mehr Verkehrstote in Deutschland: Die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Menschen im Jahr 2025 ist laut einer Prognose des ADAC etwas höher als 2024. Viele schwere Unfälle würden sich vermeiden lassen.

  • Zahl der Verkehrstoten steigt um 0,4 Prozent auf 2780

  • Anzahl der Unfälle mit Personenschaden kaum verändert

  • Mehr Verkehrssicherheit durch Fahrassistenzsysteme

Verkehrstote 2025: Leichter Anstieg gegenüber 2024

Die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Menschen wird laut einer Prognose des ADAC im Jahr 2025 wieder geringfügig steigen. Während 2024 noch 2770 Menschen im Straßenverkehr ums Leben kamen, werden es 2025 nach Einschätzung der ADAC Experten 2780 sein – ein Anstieg von 0,4 Prozent.

Ein leichter Rückgang wird hingegen bei der Zahl der Verunglückten erwartet: 2025 dürfte diese bei etwa 364.000 Menschen liegen. 2024 waren es 367.768. Dies entspricht einem Minus von 1,0 Prozent.

Verkehrstote seit 1953: Im Trend sinken die Zahlen

Im langfristigen Trend ist die Zahl der Verkehrstoten seit Beginn der 70er-Jahre deutlich gesunken. In den vergangenen 50 Jahren gab es in Deutschland viele technische und rechtliche Neuerungen, um die Zahl der tödlichen Unfälle zu reduzieren (siehe Grafik).

2.493.000 Verkehrsunfälle in Deutschland

Die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle wird laut Prognose 2025 leicht sinken. Nachdem die Polizei 2024 2.512.746 Unfälle aufgenommen hatte, werden es 2025 rund 2.493.000 Unfälle sein und damit 0,8 Prozent weniger. Nahezu unverändert dürfte dagegen die Zahl der Unfälle mit Personenschäden sein: 2024 waren es 290.706, für 2025 rechnet der ADAC mit rund 290.000 Unfällen – ein Minus von 0,2 Prozent.

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Verkehrstote: Mehr Fahrer von E-Scootern

Der aktuellen Prognose nach zählen 2025 weniger Motorradfahrer und -fahrerinnen und fast genauso viele Pkw-Insassen wie 2024 zu den tödlich Verunglückten. Gleichzeitig ist aber absehbar, dass 2025 mehr Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende und Fahrende von E-Scootern zu den Verkehrstoten zählen werden.

ADAC: Verbesserung der Verkehrssicherheit

Laut ADAC zeichnet sich ab, dass das Ziel der Bundesregierung, die Zahl der Verkehrstoten zwischen 2021 und 2030 um 40 Prozent zu reduzieren, verfehlt wird. Die Zahlen stiegen nach dem pandemiebedingten Rückgang 2020 und 2021 wieder spürbar an und haben sich seitdem bei der Marke von 2800 eingependelt.

Der Anteil der Getöteten im Straßenverkehr, die ohne einen Konflikt mit anderen Verkehrsteilnehmenden bei Alleinunfällen ums Leben gekommen sind, liegt inzwischen bei mehr als einem Drittel. Dies zeigt, dass Unfälle sehr häufig mit der eigenen Verantwortung in Zusammenhang stehen.

Der ADAC setzt bei der Verbesserung der Verkehrssicherheit auf ein Zusammenspiel aus Fahrausbildung und Fahreignung, Fahrzeugsicherheit und Verkehrsinfrastruktur sowie Kontrollen und Sanktionen. Auch die Ausweitung des Lernzeitraums bei der Fahrausbildung wie im Zuge des begleiteten Fahrens ab 17 ist ein wichtiges Instrument, um die Unfälle mit Beteiligung junger Fahrer zu reduzieren. Die Möglichkeit, mit Begleitung mehr Routine im motorisierten Straßenverkehr aufzubauen und Fahrpraxis zu sammeln, wirkt dem Anfängerrisiko nachweislich entgegen.

Generell wichtig ist ein verkehrsmittelübergreifend rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr. Der ADAC unterstützt deshalb die Aktion #mehrAchtung des Bundesministeriums für Verkehr.