Elektro-Notfall: Was tun – und wann den Elektriker-Notdienst rufen?

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Von ADAC SE Kommunikation

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Heizungsverteiler mit mehreren Ventilen, an dem ein Fachmann des ADAC Handwerker-Service die Leitungen mit einer Zange einstellt oder repariert.
Elektriker-Notdienst rufen oder warten? Der ADAC hilft bei der Entscheidung und organisiert den Profi.© ADAC SE / Oliver Doll

Strom weg, Kurzschluss oder herausgesprungene Sicherung: Nicht jede Störung im Haushalt ist gleich ein Notfall. Vieles lässt sich mit wenigen Checks selbst eingrenzen. Erfahren Sie, wann aus Sicherheitsgründen Fachleute nötig sind und wie Sie Elektro-Pannen besser einschätzen.

  • Nicht jede Unterbrechung der Stromversorgung ist ein Elektro-Notfall.

  • Brandgeruch, Funkenflug, Kabelschäden? Sofort Notruf 112 wählen.

  • Schritt für Schritt sicher vorgehen und passende Anlaufstelle finden.

Plötzlich ist der Strom weg und mit ihm Licht, Kühlschrank, Internetrouter etc. In solchen Momenten stellt sich sofort die Frage: Ist das eine harmlose Störung und lässt sich das Problem selbst beheben? Oder ist es ein Elektro-Notfall? Tatsächlich gehen viele Ausfälle in der Wohnung auf einfache Ursachen zurück. Trotzdem gibt es Situationen, in denen schnelles Handeln essenziell ist und in denen ein Notdienst-Elektriker oder die Feuerwehr die einzig richtige Wahl ist.

Störung der Stromversorgung: Notfall oder nicht?

Eine Störung der Stromversorgung im Haus oder in der Wohnung ist nicht automatisch ein Notfall. In vielen Fällen hat eine herausgeflogene Sicherung oder ein ausgelöster FI-Schalter (Fehlerstromschutzschalter) den Strom unterbrochen. Letzterer befindet sich in der Regel im Sicherungskasten und ist häufig mit "FI" oder "RCD" gekennzeichnet. Er schützt vor Stromschlägen und schaltet bei einem Fehler automatisch den Strom ab. Beides lässt sich oft selbst beheben, indem der Schalter wieder vorsichtig umgelegt wird. Springt er sofort wieder heraus, dürfen Sie ihn nicht weiter einschalten, sondern sollten einen Elektro-Fachbetrieb rufen.

Ein echter Elektro-Notfall liegt dagegen vor, wenn Gefahr für Leib und Leben besteht. Etwa bei:

  • Brandgeruch aus Steckdosen

  • Funkenflug

  • sichtbar verschmorten Kabeln

Auch wenn in der gesamten Wohnung oder im ganzen Haus plötzlich kein Strom mehr vorhanden ist, ohne dass eine Sicherung oder der FI-Schalter ausgelöst hat, kann das auf eine Störung beim Netzbetreiber oder auf ein schwerwiegendes Problem hinweisen. Wenn Brandgefahr nicht ausgeschlossen werden kann, gilt in solchen Fällen, den Notruf 112 zu wählen und die Wohnung zu verlassen.

Checkliste: Das können Sie selbst prüfen

Bevor Sie einen Elektriker-Notdienst rufen, sollten Sie einen systematischen Check durchführen. Damit grenzen Sie die Ursache ein und vermeiden unnötige Kosten.

  1. Leitungsschutzschalter (LS-Schalter), also die "normalen" Sicherungen im Sicherungskasten prüfen. Ist einer herausgesprungen, können Sie ihn vorsichtig zurücksetzen. Springt er erneut heraus, liegt ein Fehler im Stromkreis vor. Dann keine weiteren Versuche, sondern einen Fachbetrieb rufen.

  2. FI-Schalter im Sicherungskasten kontrollieren. Er ist meist mit "FI" oder "RCD" gekennzeichnet. Hat der Fehlerstromschutzschalter ausgelöst, ziehen Sie die zuletzt genutzten Geräte aus der Steckdose und schließen Sie sie nacheinander wieder an, um die Fehlerquelle einzugrenzen. Lässt sich der Schalter nicht wieder einschalten oder löst er erneut aus, ist ein Elektriker gefragt.

  3. Defektes Gerät als Ursache ausschließen. Nehmen Sie alle zuletzt angeschlossenen oder eingeschalteten Geräte vom Netz.

  4. Blick aus dem Fenster: Sind auch Nachbarhäuser oder die Straßenbeleuchtung dunkel, liegt die Störung vermutlich beim Netzbetreiber. Zusätzliche Sicherheit bietet ein Blick auf die Webseite oder in den Online-Störungsmelder Ihres örtlichen Netzbetreibers, der vielerorts aktuelle Stromausfälle in Echtzeit anzeigt.

  5. Netzbetreiber kontaktieren: Die Störungsnummer steht auf der letzten Stromrechnung oder online auf der Webseite des örtlichen Versorgers.

Lässt sich die Ursache mit diesen fünf Schritten nicht klären oder springt die Sicherung wiederholt heraus, ist ein qualifizierter Fachbetrieb die richtige Wahl.

Energieversorger oder Elektriker-Notdienst?

Nicht jeder Stromausfall fällt in dieselbe Zuständigkeit. Der Netzbetreiber ist verantwortlich für die Versorgung bis zum Hausanschlusskasten. Bei großflächigen Ausfällen oder defekten Zählern ist er daher der richtige Ansprechpartner. Seine Störungshotline ist in der Regel rund um die Uhr erreichbar.

Liegt das Problem dagegen hinter dem Hausanschlusskasten, also innerhalb der Haus- bzw. Wohnungsinstallation (Steckdosen, Leitungen, Schalter), ist ein Elektro-Notdienst zuständig. Typische Fälle sind:

  • Ein einzelner Stromkreis funktioniert nicht mehr,

  • ein Kurzschluss hat die Sicherung ausgelöst oder

  • ein Schalter lässt sich nicht mehr zurücksetzen.

In Mietwohnungen ist für die fest verbaute Elektroinstallation grundsätzlich der Vermieter verantwortlich. Er trägt in der Regel die Reparaturkosten an der Elektrik. Bei akuter Gefahr dürfen Mieter aber eigenständig einen Notdienst für Elektro-Probleme beauftragen. Die Kostenklärung erfolgt im Nachgang. Wichtig ist, den Vermieter darüber so schnell wie möglich zu informieren, idealerweise noch am selben Tag.

Mehr zum Thema: Was ein Elektriker-Notdienst kostet.

Kabelbrand erkennen: Anzeichen & Sofortmaßnahmen

Ein Kabelbrand gehört zu den gefährlichsten Szenarien im eigenen Zuhause. Tückisch daran: Er beginnt oft schleichend und bleibt zunächst verborgen. Folgende Anzeichen deuten auf einen beginnenden Kabelbrand hin:

  • beißender Geruch nach verschmortem Plastik aus Steckdosen, Schaltern oder Verteilerdosen

  • verfärbte oder ungewöhnlich warme Steckdosen und Lichtschalter

  • flackerndes Licht in Verbindung mit Brandgeruch

  • sichtbarer Rauch oder Funkenflug an Elektroinstallationen

Wenn eines oder mehrere dieser Zeichen auftreten, handeln Sie in dieser Reihenfolge:

  1. Sofort den Notruf 112 wählen.

  2. Hauptschalter im Sicherungskasten umlegen, falls sicher möglich.

  3. Alle Personen aus der Wohnung bringen und auf die Feuerwehr warten.

Wichtig bei Kabelbrand!

Einen Kabelbrand sollten Sie niemals selbst löschen und die betroffene Stelle nicht öffnen. Ein Kabelbrand ist auch kein Fall für einen Elektriker-Notdienst, sondern ausschließlich für die Feuerwehr.

Kosten und Schutz vor unseriösen Anbietern

Wer nachts oder am Wochenende einen Elektro-Notdienst in der Nähe sucht, steht unter Druck und ist damit ein leichtes Ziel für unseriöse Anbieter. Überhöhte Anfahrtskosten, intransparente Pauschalen und aggressive Vorauskasse-Forderungen sind keine Seltenheit.

So schützen Sie sich vor unseriösen Anbietern beim Elektriker-Notdienst

  • Vor Auftragsvergabe eine möglichst genaue Kostenschätzung (inklusive Anfahrt, Zuschlägen und Material) in Form eines verbindlichen Kostenvoranschlags verlangen.

  • Keine Barzahlung vor Ort ohne Rechnung akzeptieren.

  • Bewertungen prüfen! Vorsicht bei Anbietern ohne Impressum oder mit ausschließlich Fünf-Sterne-Bewertungen.

Ein 24-Stunden Elektro-Notdienst über den ADAC Zuhause-Schutzbrief bietet eine verlässliche Alternative: geprüfte Fachbetriebe, transparente Kosten und kein Risiko, an unseriöse Anbieter zu geraten.

24/7-Pannenhilfe für Ihr Zuhause

Der ADAC unterstützt alle, die den Zuhause-Schutzbrief besitzen, bei Pannen im eigenen Zuhause – unabhängig davon, ob Eigentümer oder Mieter.

  • Unseren Schadendirektruf 089 76 76 38 38 erreichen Sie rund um die Uhr – 365 Tage im Jahr.

  • Wir organisieren qualifiziertes Fachpersonal aus unserem deutschlandweiten Handwerkernetzwerk.

  • Der Handwerker behebt den Schaden beziehungsweise die Störung vor Ort. Wir übernehmen die Kosten bis zur Leistungsgrenze (max. 500 Euro je Versicherungsfall, gemäß Tarifbedingungen).

Mehr Infos erhalten Sie telefonisch unter 089 558 95 88 70 (Service-Hotline Beratung und Angebot, Montag–Samstag, 8–20 Uhr).

So hilft der ADAC im Elektro-Notfall zuhause

Bei einer akuten Elektro-Störung zählt jede Minute. Deshalb bietet der ADAC für Inhaber des Zuhause-Schutzbriefs schnelle Hilfe. Im Video erklären TV-Moderatorin Eva Brenner und ADAC Experten: Ein Anruf genügt, und der ADAC übernimmt die komplette Organisation.

Wichtig zu wissen: Der ADAC Zuhause-Schutzbrief greift bei der akuten Störungsbehebung*. Folgeschäden an Elektrogeräten oder Einrichtung – etwa durch eine Überspannung – können über die Hausratversicherung abgesichert sein. Gebäudeschäden, zum Beispiel durch einen Brand, betreffen in der Regel die Wohngebäudeversicherung des Eigentümers.

*Nicht abgedeckt sind Kosten für ausgetauschte Ersatzteile. Kleinteile wie Dichtungen, Sicherungen oder Schrauben sind bis zu einem Betrag von 50 Euro mitversichert. Der ADAC Zuhause-Schutzbrief erbringt zudem keine Leistung an fremden Installationen, für die der örtliche Stromversorger zuständig ist (gemäß Tarifbedingungen).

Häufige Fragen zum Elektriker-Notdienst

Bei technischen Störungen ohne Brandgefahr ist ein Notdienst-Elektriker die richtige Wahl. Bei Brandgeruch, Funkenflug oder sichtbar verschmorten Kabeln zuerst die 112 wählen – hier hat die Feuerwehr Vorrang.

Achten Sie auf ein vollständiges Impressum, transparente Preise und echte Kundenbewertungen. Auf Nummer Sicher gehen Sie mit dem ADAC Zuhause-Schutzbrief: Der ADAC vermittelt ausschließlich geprüfte Fachbetriebe aus einem qualifizierten Handwerkernetzwerk.

Gerade nachts oder am Wochenende ist die Suche nach einem verfügbaren Elektro-Notdienst in der Nähe schwierig. Der ADAC Zuhause-Schutzbrief löst genau dieses Problem: Die Notfallnummer ist rund um die Uhr erreichbar, der ADAC organisiert den passenden Fachbetrieb.

Das hängt von Tageszeit, Region und Auslastung ab. In städtischen Gebieten sind Reaktionszeiten von etwa ein bis zwei Stunden üblich. Über den ADAC Zuhause-Schutzbrief wird die Vermittlung schnellstmöglich organisiert.

In Mietwohnungen ist für die fest verbaute Elektroinstallation grundsätzlich der Vermieter verantwortlich. Hat der Mieter den Schaden nachweislich durch unsachgemäße Nutzung verursacht – etwa durch einen defekten Mehrfachstecker –, kann der Vermieter die Kosten unter Umständen zurückfordern.

Die Kosten variieren je nach Anbieter, Tageszeit und Umfang der Reparatur. Nachts und am Wochenende sind Zuschläge üblich. Der ADAC Zuhause-Schutzbrief übernimmt die Kosten bis zur vereinbarten Deckungssumme (maximal 500 Euro, gemäß Tarifbestimmungen) und schützt so vor überhöhten Rechnungen.

Die Hausratversicherung greift nicht bei der Störung selbst, wohl aber – je nach Tarif – bei Folgeschäden durch Überspannung an Elektrogeräten und Einrichtungsgegenständen.

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