Corona-Krise: Verlegung von Intensivpatienten mit ADAC Flugzeugen und Hubschraubern

Ein Corona Patient wird am Flughafen Dresden in ein ADAC Ambulanz-Flugzeug geladen
Einsatz in der Corona-Krise: Ein ADAC Ambulanzflugzeug am Dresdner Flughafen ∙ © dpa/dpa-Zentralbild

In Bayern und Sachsen sind Intensivstationen überlastet, Patientinnen und Patienten müssen in andere Bundesländer verlegt werden. Auch ADAC Ambulanz-Flugzeuge und Hubschrauber sind im Einsatz.

Die Zahl der Corona-Erkrankten in den bayerischen und sächsischen Krankenhäusern steigt. Immer mehr Covid-Patientinnen und Patienten liegen auf den Intensivstationen, viele unter Beatmung.

Inzwischen ist die Lage so dramatisch, dass Verlegungen aus überlasteten Kliniken und Krankenhäusern der beiden Freistaaten in andere, noch nicht so massiv betroffene Bundesländer durchgeführt werden müssen. So sollen Kapazitäten für akute, auf intensivmedizinische Behandlung angewiesene Fälle freigehalten werden.

Beauftragt und bezahlt werden diese Flüge vom Bund und den Ländern. Sie hatten sich schon vor der vierten Corona-Welle auf einen Notfallplan verständigt, nach dem jetzt schwer Erkrankte in andere, noch aufnahmefähige Regionen verlegt werden.

Zwei Patienten können pro Flug verlegt werden

Seit Ende November sind Ambulanzflugzeuge des ADAC unterstützend im Einsatz. Die Nürnberger Aero-Dienst GmbH, eine hundertprozentige Tochter des ADAC, betreibt und wartet diese "fliegenden Intensivstationen".

Pro Flug können zwei künstlich beatmete Erkrankte transportiert werden, an Bord sind jeweils zwei Flugärzte, zwei Sanitäter oder Sanitäterinnen und eine weitere, für die Hygiene verantwortliche Flugärztin.

Zum zweiten Mal in der Corona-Pandemie ist "Christoph 112" an der Verlegung von Corona-Patienten beteiligt ∙ © ADAC Luftrettung/David Blum

Auch ADAC Hubschrauber unterstützen

Am ersten Dezember-Wochenende wurde zudem ein Rettungshubschrauber der ADAC Luftrettung für Verlegungsflüge von Covid-19-Patienten in Ludwigshafen stationiert. Die Maschine mit dem Namen Christoph 112 startet von der BG Klinik in Ludwigshafen aus. "Die Situation spitzt sich in vielen Regionen zu", so ein Sprecher der ADAC Luftrettung.

Christoph 112 war bereits von April 2020 bis Juni 2021 als erster bundesweit alarmierbare Helikopter für den Transport von Covid-19-Patienten nach Ludwigshafen gekommen. Seinerzeit absolvierte die Maschine insgesamt rund 900 Einsätze - davon waren etwa 100 intensivmedizinische Spezialtransporte von Covid-19-Patienten.