Traum vom eigenen Wohnmobil: Tipps für Kauf, Finanzierung und Versicherung

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Urlaub mit dem Wohnmobil ist der Mega-Trend beim Thema Reisen. Die Verkaufszahlen steigen seit vielen Jahren, obwohl das Vergnügen nicht ganz billig ist. Zwischen 35.000 Euro für einfache Modelle bis zu 150.000 Euro für voll integrierte Reisemobile muss man rechnen. Großartige Preisnachlässe lässt vor allem die sehr hohe Nachfrage nicht zu. Gut, dass man seinen Traum vom eigenen Wohnmobil auch finanzieren kann.

  • Rekord-Zulassungen von Wohnmobilen

  • Günstige Finanzierungsangebote vom ADAC

  • Die passgenaue Wohnmobil-Versicherung ist wichtig

Wohnmobil-Finanzierung: Darauf muss man achten

Echte Schnäppchen gibt es beim Wohnmobil-Kauf derzeit nicht. Manche Händler locken mit sogenannten "Barzahler-Rabatten“, doch das sind meist nur Nachlässe, die ohnehin ausgehandelt werden können, egal ob man sofort kauft oder finanziert. Wenn man nach einer passenden Option sucht, sollte man auch nicht gleich das erste Angebot annehmen, sondern erstmal vergleichen. So bietet der ADAC derzeit einen besonders günstigen Kredit zur Wohnmobilfinanzierung ab 2,79 Prozent effektivem Jahreszins und mit langen Laufzeiten.

Hier die Tipps der ADAC Finanzdienste:

Welche Kredit-Arten stehen zur Auswahl?

Beim ADAC gibt es die klassische Variante, bei der die Anzahlung, die Laufzeit und Höhe der monatlichen Raten frei wählbar sind, es keine Schlusszahlung gibt und nach Bezahlung der letzten Rate das Wohnmobil in das Eigentum des Kreditnehmers übergeht. Beim ADAC Ballonkredit fallen niedrigere Monatsraten als bei der klassischen Variante an, jedoch gibt es zum Kreditende eine Schlusszahlung. Dabei hat der Kreditnehmer dann aber drei Optionen: Schlussrate zahlen und somit den Kredit beenden, das Wohnmobil verkaufen und damit die Schlussrate bezahlen oder den Kredit mit einer Anschlussfinanzierung weiterfinanzieren.

Muss eine Anzahlung geleistet werden?

Es muss keine Anzahlung geleistet werden, aber umso höher die Anzahlung ausfällt, desto niedriger ist der Kreditbetrag und somit auch die monatliche Kreditrate.

Welche Laufzeiten werden angeboten? 

Beim ADAC beträgt die Mindestlaufzeit 12 Monate, die Höchstlaufzeit 120 Monate.

Welche Sicherheiten müssen erbracht werden?

Als Sicherheit dient während der Kreditlaufzeit das finanzierte Wohnmobil. Dafür muss der Kfz-Brief eingereicht werden.

Bei Finanzierung sind oft zusätzliche Versicherungen sinnvoll:

Die ADAC Restkreditversicherung sichert den Kredit auch bei persönlichen Schicksalsschlägen ab. Im Todesfall des Versicherten zahlt die Restschuldversicherung etwa die verbleibende Finanzierungssumme bis 100.000 Euro. Bei nicht vorsätzlich herbeigeführter Arbeitsunfähigkeit werden nach Ablauf einer Karenzzeit von 42 Tagen für 12 Monate die Kreditraten von bis zu 2.000 Euro monatlich übernommen. Kommt es unverschuldet zu Arbeitslosigkeit, springt die Restkreditversicherung mit bis zu 2.000 Euro monatlich für maximal 12 Monate ein - auch hier gibt es eine Karenzzeit von 2 Monaten.

Sinnvoll kann auch die ADAC Kaufpreisversicherung sein. Wird das Wohnmobil etwa durch einen fremd verschuldeten Unfall zerstört, wird der Differenzbetrag zwischen Kaufpreis und Wiederbeschaffungswert erstattet. Zusätzlich gibt es bei Wohnmobilen, die älter als ein Jahr sind, einen 10 Prozent-Bonus, damit ein Modell-Upgrade möglich ist.

Wie beantrage ich die Finanzierung des Wohnmobils?

Das Wohnmobil muss mindestens mit einem Schlafplatz ausgestattet sein. Antragsteller müssen einen Wohnsitz in Deutschland haben, über 18 Jahre alt sein und Arbeitnehmer außerhalb der Probezeit, Rentner, Beamter, Soldat oder Selbstständiger/Freiberufler. Der Kredit kann beim ADAC komplett digital beantragt und abgeschlossen werden.

Es gibt auch die Möglichkeit eines telefonischen Services oder eine persönliche Beratung in einer ADAC Geschäftsstelle vor Ort.

In puncto Autokredit unterscheidet der ADAC nicht zwischen Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern. Jeder kann sein Wohnmobil mit einem ADAC Autokredit finanzieren. Der einzige Nachteil: Nicht-Mitgliedern wird bei Sondertilgungen oder einer vorzeitigen Kreditrückzahlung eine Vorfälligkeitsentschädigung berechnet.

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Welche Versicherungen brauche ich für mein Wohnmobil?

  • Basis ist natürlich die Haftpflichtversicherung – ein gesetzlich vorgeschriebenes Muss.

  • Eine Kasko-Versicherung ist hingegen nicht vorgeschrieben, aber auf jeden Fall sinnvoll, um den Camper gegen Schäden abzusichern. Die Teilkasko deckt Schäden ab, die durch Glasbruch (etwa nach einem Steinschlag), Diebstahl, Wildunfälle oder auch durch Brand und Explosion sowie höhere Gewalt entstehen. Die Vollkasko deckt alle Leistungen der Teilkasko sowie Schäden durch Vandalismus und Selbstverschulden – zum Beispiel bei einem selbst verschuldeten Unfall – ab.

  • Für das Inventar des Wohnmobils benötigt man manchmal eine eigene Versicherung. Viele Hausratversicherungen bieten zwar die Klausel „Diebstahl aus dem Kfz“ an, wobei das aber meist nur ein absoluter Basisschutz ist. Denn meist sind nur wenige 1.000 Euro Inhalt versichert. Wertsachen, teure Elektrogeräte oder auch fremdes Eigentum sind meist ausgeschlossen. Bei der ADAC Autoversicherung kann man alles über den Baustein Camperinhaltsschutz absichern.

  • Ergänzend können Campingversicherungen sinnvoll sein, die bei auf Campingplätzen stehenden Wohnmobilen Schutz für die Ausstattung wie Vorzelte oder Markisen anbieten.

  • Die Campingkarte Camping Key Europe bietet Unfall- und Haftpflichtschutz für die ganze Familie bei Zwischenfällen auf dem Campingplatz. Sie ist beim ADAC erhältlich für Mitglieder zum Preis von 12 Euro für 12 Monate. Außerdem dient die Karte als Ausweisersatz und Karteninhaber erhalten Rabatte auf über 2.500 Campingplätzen europaweit.

Die in Deutschland abgeschlossenen Versicherungen für das Wohnmobil gelten in der Regel für das geografische Europa und häufig auch für nordafrikanische Mittelmeer-Anrainer wie Tunesien und Marokko. Je nach Versicherer kann der Schutz auch geografisch erweitert werden, muss aber immer individuell vereinbart werden.

Der Nachweis der Versicherung wird oft über die sogenannte grüne Versicherungskarte bestätigt, die der Versicherer meist mit den Vertragsunterlagen aushändigt. Wer unverschuldet in einen Unfall verwickelt ist, trifft in manchen Ländern auf Regelungen, die einen deutlich schlechteren Schutz vorsehen als in Deutschland.

Wenn man für diesen Fall einen Auslandsschadenschutz vereinbart, können solche Schäden mit dem Versicherer nach deutschem Recht abgewickelt werde und man spart sich die komplizierten Verhandlungen mit einem ausländischen Unfallpartner. Bei der ADAC Autoversicherung ist der Auslandsschadenschutz als Zusatzbaustein in den Produktlinien Komfort und Premium erhältlich.

Wohnmobil kaufen – worauf muss man achten?

Bevor man ein Wohnmobil kauft, sollte man sich zunächst einige grundlegende Fragen stellen. Neu oder gebraucht? Für was und wie häufig möchte man das Wohnmobil verwenden? Kürzere Wochenend-Trips in die Umgebung erfordern ein anderes Fahrzeug als wochenlange Roadtrips im Ausland.

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © ADAC SE

PiNCAMP, das Campingportal des ADAC, hat alle wichtigen Infos zum Kauf eines Campers zusammengestellt. Dazu gibt es nützliche Checklisten – egal ob neu oder gebraucht.

Wenn man mit einem gebrauchten Wohnmobil liebäugelt, sollte man es vor dem Kauf auf jeden Fall in einer Werkstatt professionell durchchecken lassen – auch wenn das etwas kostet. Der ADAC bietet einen Caravan Gebrauchtwagen Check mit einer festen Prüfroutine durch
Sachverständige auch für Wohnmobile an.