Die Auto-Diät – Familie Frey steigt für eine Woche um auf Fahrrad, S- und U-Bahn

© Frank Eppler

Familie Frey steigt für eine Woche um auf Fahrrad, S- und U-Bahn

Die Freys wohnen in Leutenbach bei Winnenden. Vater Steffen pendelt 29 Kilometer nach Stuttgart zur Arbeit. Mutter Claudia arbeitet als Fußpflegerin in Teilzeit. Die neunjährige Katharina geht in die dritte Klasse, ihre sechsjährige Schwester Louisa besucht noch den Kindergarten. Eine ganz normale Familie, die zwei Autos braucht, um Beruf und Alltag zu managen. Oder doch nicht? Die vier Freys wagen ein spannendes Experiment: Eine Woche lang lassen sie die Autos in der Garage und steigen um auf Fahrrad, S- und U-Bahn. Keine Ausreden, kein Jammern. Mütze und Schal, wenn es kalt ist. Und das wird es sein, denn die Freys haben sich ausgerechnet eine Winter-Woche für ihre Auto-Diät ausgesucht. Der ADAC Württemberg hat die Familie Mitte Februar begleitet. Am Ende werden wir wissen, wie sich der ökologische Fußbadruck der Freys in der Testwoche verändert hat und mit welchen Schwierigkeiten das Experiment verbunden war.

Die Auflösung und die ganze Story mit allen Hintergründen lesen Sie in der ADAC Motorwelt, die ab dem 2. Juni in den baden-württembergischen ADAC Geschäftsstellen erhältlich ist.

Wie viel Zeit bleibt auf der Strecke?

Vor dem Start sind die Freys zwar nicht nervös. Aber ein bisschen Bammel haben sie schon. Wie viel Zeit bleibt im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke, wenn Steffen jeden Morgen und jeden Abend die 29 Kilometer zu seiner Arbeitsstelle ohne seinen Dienstwagen antritt? Der 46-Jährige muss zu Fuß zum Bahnhof Winnenden. Ein knapper Kilometer. Per S-Bahn zum Hauptbahnhof, Umstieg in die U-Bahn bis Möhringen. Die letzten Meter zum Schreibtisch wieder zu Fuß. Geht er abends nach dem Berufs- und Pendelstress noch ins Fitness-Studio, wenn er die zwei Kilometer dorthin laufen muss?

„Es geht um Klima- und Umweltschutz“

Und Mutter Claudia? Sie brachte die Kinder zwar schon vor dem Experiment jeden Tag zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten. Aber nun steigt sie um aufs Fahrrad, um anschließend die gut zwei Kilometer bis zu ihrer Praxis zurückzulegen. Mittags wieder mit dem Rad zurück. Essen vorbereiten, die Kinder abholen. Nicht mit dem Auto, wie vorher üblich, um mittags Zeit zu sparen. Sondern wieder zu Fuß. Klingt nach Stress. „Mich interessiert, wie einfach es ist umzusteigen,“ erklärt die 41-Jährige. „Es ist jetzt ein Test, aber wir haben die Hoffnung, dass wir unser Verhalten nachhaltig ändern.“ So sieht es auch Steffen: „Es geht um Klima- und Umweltschutz und um gesellschaftliche Verantwortung. Aber es wird Kraft kosten.“ Ein spannendes Experiment. Ausgang offen...

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?