Spooky Baden-Württemberg: 10 Ausflugstipps für Halloween-Fans

Wenn der Besen ausnahmsweise nicht für die Kehrwoche, sondern als Hexenbesen zum Einsatz kommt, der Kürbis statt auf dem Teller mit Gruselgesicht vor der Haustür landet und selbst der sparsamste Schwabe die Süßigkeitenschublade plündert, dann ist wieder Halloween! Baden-Württemberg steckt voller gruseliger Ecken – Achtung: Vielleicht sogar direkt in Ihrer Nähe. Muaaaahaaa!
1. Der Postmichel von Esslingen und der Teufel mit der Zwiebel
Wer sich bei dem Film Sleepy Hollow schon gegruselt hat, sollte unbedingt mal einen Abstecher in die historische Altstadt von Esslingen machen. Dort lebt eine der bekanntesten Sagen Württembergs weiter: die Geschichte vom Postmichel. Der unschuldige Postbote Michel Banhard wurde einst wegen eines Mordes hingerichtet. Der Sage nach kehrte er anschließend als kopfloser Rachegeist zurück. Wer die Geschichte selbst entdecken möchte, kann am Postmichelbrunnen vorbeischauen. Aber nicht erschrecken, wenn der Postmann zweimal klingelt.

Aber nicht nur kopflose Postboten auch der Teufel ist in Esslingen unterwegs. Seit Anfang Oktober 2026 kann man den Beelzebub mit seiner Zwiebel als Bronze-Skulptur auf dem Esslinger Rathausplatz bewundern – ob eher schaurig oder doch schön oder einfach schaurig-schön kann jeder für sich selbst entscheiden.
2. Das Sybillenloch an der Burg Teck

Unterhalb der Burg Teck liegt das sagenumwobene Sybillenloch. Hier soll die Seherin Sybille mit ihren drei Söhnen gelebt haben, die als gefürchtete Räuber ihr Unwesen trieben. Der Legende nach verließ sie die Gegend schließlich in einem Feuerwagen. Was wohl mit den gefürchteten Söhnen geschehen ist? Vielleicht lässt sich das bei einer mystischen Wanderung zur Burg Teck herausfinden.
3. Die schöne Lau am Blautopf

Der Blautopf in Blaubeuren ist ohnehin ein außergewöhnlicher Anblick. Noch geheimnisvoller wird er durch die Sage von der schönen Lau, einer Wasserfrau, die am Grund der Quelle gelebt haben soll. Eduard Mörike machte die Geschichte im 19. Jahrhundert berühmt. An einem nebligen Herbsttag bekommt der Blautopf seinen ganz eigenen Zauber, und an genau diesen unheimlichen Tagen soll man die Nixe in der Tiefe lachen hören. Mehr zur Sage gibt es bei der Stadt Blaubeuren.
4. Die versteinerten Jungfrauen im Eselsburger Tal

Im Eselsburger Tal bei Herbrechtingen ragen bizarre Felsen aus der Landschaft. Der Sage nach waren sie einst zwei junge Mägde, die wegen ihrer verbotenen Liebe zu einem Fischer verflucht und zu Stein verwandelt wurden. Wer sie besucht, sollte einen Blick in den kleinen Fischweiher werfen. Dort spiegeln sich die sonst starren Felsen und bewegen sich langsam und sehnsuchtsvoll mit den Wellen. Mehr zur Jungfrauen-Sage, Ausflügen und Wanderungen finden Sie hier
5. Die Urschel von Pfullingen
Rund um den Ursulaberg treibt der Sage nach die Urschel ihr Unwesen. Die geheimnisvolle Berghexe soll Wanderer in die Irre führen und in eine verborgene Höhle locken. Auf dem Pfullinger Sagenweg werden diese und weitere Geschichten der Region anschaulich erzählt. Festgehalten sind die Geschichten in den hölzernen Figuren des Kettensägen-Künstlers Billy Tröge. Sie erzählen entlang des beliebten Sagenwegs von den gruseligen Geschichten der kleinen Gemeinde.

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6. Hexenwahn in Ravensburg

Hier wird es nicht nur sagenhaft, sondern auch historisch: Ravensburg war 1484 Schauplatz der Verurteilung und Verbrennung zweier Frauen wegen Hexerei. Bei der Führung „Ravensburger Hexenwahn“ geht es zu den historischen Schauplätzen der Verfolgung, unter anderem zum Grünen Turm und zum Rathaus. Infos und Tickets zur Führung „Ravensburger Hexenwahn“
7. Lost Place das Dorf Gruorn bei Münsingen

Ein vielversprechender Anfang für einen Horrorfilm – aber noch besser, hier ist alles echt: Gruorn, auf der Schwäbischen Alb ist ein Dorf, das heute nicht mehr existiert. Es wurde für die Erweiterung des Truppenübungsplatzes geräumt. Geblieben sind unter anderem die Kirche und das alte Schulhaus. Das ehemalige Dorf ist heute zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar und vermittelt gerade im Herbst eine ungewöhnlich stille Atmosphäre, aber sind Sie hier wirklich allein?
Wer mehr über die Geschichte erfahren möchte: An den Sonn- und Feiertagen findet immer um 14.30 Uhr eine Geschichts- und Kirchenführung zur Geschichte des Dorfes und dem Schicksal seiner Bewohner statt.
8. Gruselführung durch Hohenlohe
In Hohenlohe wird die Vergangenheit bei einer nächtlichen Laternenführung lebendig. Die Tour führt von Nagelsberg über die alte Zarge bis zur Burgruine Lichteneck bei Ingelfingen. Unterwegs geht es spannender zu als in einer spanischen Soap Opera, nur sind die Protagonisten rastlose Geister, verwickelt in tragische Liebesgeschichten, Morde und Racheakte. Eine perfekte Kombination aus Herbstwanderung und Gruselgeschichte.
Mehr zu den nächtlichen Führungen in Hohenlohe
9. Halloween im Residenzschloss Ludwigsburg
Barocke Pracht trifft auf Geistergeschichten: Im Residenzschloss Ludwigsburg gibt es am 31. Oktober 2026 das Halloween-Special „Schaurig schön“. Bei der nächtlichen Führung geht es um Aberglauben, Hexen, Vampire und ruhelose Schlossgeister. Die Führung dauert 75 Minuten und ist für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren geeignet.
Infos und Anmeldung zum Halloween-Special
10. Halloween auf der Waldburg
Mittelalterliche Burg, Feuershow, Zombies und Gespenster: Auf der Waldburg bei Ravensburg wird Halloween 2026 besonders schaurig. Am 31. Oktober 2026 findet von 19 bis 24 Uhr die große Halloween-Veranstaltung für Erwachsene statt. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Feuershow, eine Zombie-Zone, Gruselführungen – und noch besser als echte Geister: professionelle Erschrecker.
Aber auch die Kleinen Halloween-Fans dürfen sich gruseln: täglich vom 27. Oktober bis zum 1. November 2026.

