Herbstcamping in Bayern gefragt wie nie: Buchungen steigen um 76 Prozent
Von Redaktion Südbayern

Bayern ist das beliebteste Herbstziel deutscher Camper. Laut aktuellen PiNCAMP-Daten steigen die Buchungen für September und Oktober gegenüber dem Vorjahr um 76 Prozent. Gleichzeitig profitieren Urlauber von günstigeren Preisen: Die Kosten für eine Campingnacht sinken in der Nebensaison durchschnittlich um zehn Prozent.
Bayern ist im Herbst 2026 das beliebteste Bundesland deutscher Camper. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Campingportals PiNCAMP. Für Reisen im September und Oktober wurden bis Anfang September 76 Prozent mehr Buchungen registriert als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt führen 18 Prozent aller über PiNCAMP gebuchten Deutschlandreisen in diesen beiden Monaten nach Bayern.
Damit entfällt nahezu jede fünfte Campingbuchung in Deutschland auf den Freistaat. Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein folgen mit jeweils 15 Prozent der Buchungen auf den Plätzen zwei und drei. „Beim Herbstcamping in Deutschland spielen kurze Wege und flexible Reisen eine wichtige Rolle. Gerade bei wechselhafterem Wetter sind Campingplätze attraktiv, die neben dem klassischen Outdoor-Erlebnis auch Wellness-, Thermal- oder Indoorangebote bieten“, sagt Uwe Frers, Geschäftsführer von PiNCAMP, dem Campingportal des ADAC.
Nebensaison bringt spürbare Preisvorteile
Neben der hohen Nachfrage profitieren Camper in Bayern auch von günstigeren Preisen. Nach der Hauptsaison sinken die durchschnittlichen Kosten für eine Übernachtung einer Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind um zehn Prozent. Während im Juli und August durchschnittlich 42 Euro pro Nacht fällig werden, kostet die Übernachtung in der Nebensaison rund 38 Euro. Bei einem einwöchigen Aufenthalt summiert sich die Ersparnis auf rund 29 Euro.
Auch deutschlandweit wird Camping im Herbst günstiger. Im Durchschnitt sinken die Preise in der Nebensaison um elf Prozent. Besonders deutlich fällt der Preisunterschied in Mecklenburg-Vorpommern mit 25 Prozent sowie in Schleswig-Holstein mit 20 Prozent aus. „Camping im Herbst wird spürbar günstiger. Wer nicht auf die Sommerferien angewiesen ist, kann jetzt deutlich sparen“, so Uwe Frers.
Europaweit besonders große Preisunterschiede
Noch größer sind die Preisvorteile in vielen europäischen Urlaubsländern. Im Durchschnitt liegen die Campingpreise außerhalb der Hauptsaison 29 Prozent unter dem Sommerniveau. Besonders stark fallen die Unterschiede in klassischen Sommerdestinationen aus. In Kroatien sinken die Preise in der Nebensaison um 53 Prozent, in Italien und Spanien jeweils um 38 Prozent. Während Kroatien im Juli und August mit durchschnittlich 73 Euro pro Nacht das teuerste der untersuchten Länder ist, zahlen Familien außerhalb der Hauptsaison nur noch rund 35 Euro. Damit zählt das Land in der Nebensaison zu den günstigeren Campingdestinationen Europas. Noch niedriger liegen die Durchschnittspreise in Frankreich, Schweden, Norwegen und den Niederlanden.
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Methodik
Für die Analyse des Buchungsverhaltens wurden die jeweils bis zum 1. September vorliegenden PiNCAMP-Buchungen für Reisen deutscher Camper im September und Oktober ausgewertet. Die genannten Buchungsanteile und Veränderungen beziehen sich ausschließlich auf das über PiNCAMP erfasste Buchungsvolumen. Die Preisdaten stammen aus einer Sonderauswertung der PiNCAMP Preisanalyse 2026. Ausgewertet wurden die Preisangaben von rund 2.300 Campingplätzen in den wichtigsten Urlaubsländern deutscher Camper. Grundlage der Berechnung ist der Gesamtpreis pro Nacht für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind bis zehn Jahre inklusive Standplatz für ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen mit Zugfahrzeug; Zeltplätze wurden nicht berücksichtigt. Als Hochsaison gelten in der Auswertung die Monate Juli und August. Die ausgewiesenen Nebensaisonpreise beziehen sich auf die übrigen Saisonzeiträume. Bei den Preisen handelt es sich um von den Campingplätzen gemeldete Saisonpreise und nicht um Live-Angebotspreise für einen konkreten Aufenthalt.