Premiere der ADAC Young Mobility Days in Augsburg: 850 Schüler trainieren Verkehrssicherheit
Von Redaktion Südbayern
Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern in Bayern ist gestiegen. Bis Ende Mai 2026 wurden bereits 1407 Unfälle mit Kindern bis 13 Jahren registriert – ein Plus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit den ersten ADAC Young Mobility Days setzt der ADAC Südbayern deshalb ein starkes Zeichen für mehr Verkehrssicherheit und Unfallprävention.
An zwei Aktionstagen am 28. und 29. Juli kamen rund 850 Schülerinnen und Schüler der dritten bis sechsten Jahrgangsstufe aus dem Raum Augsburg auf das Gelände des ADAC Fahrsicherheitszentrums Augsburg. Dort erlebten sie an zwölf interaktiven Stationen Verkehrssicherheit hautnah und lernten, Gefahren im Straßenverkehr frühzeitig zu erkennen und richtig darauf zu reagieren.
„Kinder und Jugendliche sind nach wie vor eine besonders gefährdete Gruppe im Straßenverkehr. Es ist wichtig, dass sie Gefahren frühzeitig erkennen und richtig einschätzen können. Mit den ADAC Young Mobility Days vermitteln wir diese Fähigkeiten erlebnisorientiert sowie altersgerecht und wollen einen wichtigen Beitrag zur Unfallprävention leisten.“
Alexander Kreipl, Verkehrs- und umweltpolitischer Sprecher des ADAC Südbayern©ADAC Südbayern
Zwölf Mitmachstationen für mehr Verkehrssicherheit und Unfallprävention
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das aktive Mitmachen. An den Stationen „Roller Fit“, „Sicher mit dem Fahrrad“ und der „Radl-Challenge“ trainierten die Schüler ihre Geschicklichkeit, ihr Gleichgewicht und ihr sicheres Verhalten auf zwei Rädern. Die Station „Hürden im Alltag“ vermittelte Einblicke in die Herausforderungen, denen Menschen mit Einschränkungen im Straßenverkehr begegnen. Bei „Anhalteweg verstehen“ und „Sicher im Auto“ erfuhren die Kinder, wie Geschwindigkeit die Reaktions- und Bremswege beeinflusst und warum die richtige Sicherung im Fahrzeug Leben retten kann.
Ein besonderes Highlight war die Station „Toter Winkel“. Dort konnten die Kinder auf dem Fahrersitz eines Lkw Platz nehmen und selbst erleben, wie groß die Bereiche sind, die für Fahrer von Großfahrzeugen trotz Spiegeln nicht einsehbar sind. Diese Perspektive sorgte für viele Aha-Momente und machte die Gefahren großer Fahrzeuge eindrucksvoll sichtbar.
An der Station „Technik erleben“ prüften die Kinder gemeinsam mit ADAC Experten Fahrräder auf ihre Verkehrssicherheit, kontrollierten den Luftdruck, lernten, worauf es bei Bremsen und Technik ankommt und wie man einen Reifen flickt. Außerdem durften sie einen historischen Straßenwachtkäfer und ein modernes Pannenhilfefahrzeug genau unter die Lupe nehmen und erhielten dabei spannende Einblicke in die Entwicklung der ADAC Straßenwacht.
Unsere Verkehrssicherheitsprogramme für Kitas und Schulen
Mit praxisnahen Angeboten fördert der ADAC Südbayern seit vielen Jahren die Verkehrssicherheit von Kindern und Jugendlichen. Der Fokus liegt dabei auf dem selbstständigen Erleben und Lernen. Im Jahr 2025 haben bereits rund 86.000 Kinder und Jugendliche an den kostenlosen Programmen teilgenommen. Mehr Infos zu den unterschiedlichen Programmen unter www.adac.de/suedbayern-kitas-schulen
Die Polizeiinspektion Augsburg zeigte mit der Station „Mach dich sichtbar!“, wie helle Kleidung und reflektierende Materialien die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen können. Beim Jugendrotkreuz des BRK-Kreisverbands Augsburg lernten die Schülerinnen und Schüler die Grundlagen der „Ersten Hilfe“.
Wie schnell Unachtsamkeit im Straßenverkehr zu Gefahrensituationen führen kann, erfuhren die Kinder an der Station „Ablenkung“ der Verkehrswacht Augsburg. Darüber hinaus präsentierte die Berufsfeuerwehr Augsburg ihre Arbeit und moderne Einsatztechnik. Ein besonderes Highlight war dabei die „Löschdemo mit Fahrzeugschau“, bei der die Kinder selbst ein Feuer löschen durften.
Nach der erfolgreichen Premiere in Augsburg plant der ADAC Südbayern eine Fortsetzung im kommenden Jahr.

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