Camping mit Kindern: Tipps für die Reisevorbereitung und -planung

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Abenteuer, Natur und Spaß: Gut vorbereitet, eignet sich Camping hervorragend für den Familienurlaub© Adobe Stock

Campingurlaub ist für viele Familien die optimale Art des Reisens, denn er vereint Abenteuer, Natur und Flexibilität.

Tipps für die Reisevorbereitung fürs Camping mit Kindern

Besonders Kinder freuen sich darüber, auf Campingplätzen herumzutollen und Freundschaften zu knüpfen. Lesen Sie, was bei der Reiseplanung und -vorbereitung zu beachten ist.

Das Reisemobil – die Qual der Wahl

Campingurlaub bedeutet, dass viel Zeit im Freien verbracht wird. Dennoch spielt sich einiges innerhalb des Fahrzeugs ab. Besonders Neu-Camper kann die Wahl des richtigen Modells vor eine große Herausforderung stellen.

Die Beantwortung folgender Fragen hilft:

  • Wie viele Personen werden sich gleichzeitig im Innenraum aufhalten? Nicht vergessen: Bei schlechtem Wetter benötigen Kinder ausreichend Platz, um auch im Fahrzeug spielen zu können.

  • Werden spezielle Vorrichtungen für Babys und Kleinkinder, wie z.B. ein Rausfallschutz, benötigt? Sind diese beim gewünschten Modell vorhanden bzw. können montiert werden?

  • Wird Stauraum für größere Gegenstände, wie Kinderwagen und Fahrräder, benötigt?

Generell gilt: Wer auf ein Mietfahrzeug angewiesen ist, sollte rechtzeitig buchen. Besonders in der Haupt- und Ferienzeit sind die Preise deutlich erhöht. Frühbucher können sparen und haben die Chance, dass das gewünschte Fahrzeugmodell auch verfügbar ist.

Tipps zum Mieten eines Campers hat der ADAC hier zusammengestellt.

Flyer “Campingreisen mit Kindern”

Tipps zu Vorbereitung, Ausstattung und kinderfreundlichen Campingplätzen finden Sie im Flyer “Campingreisen mit Kindern”  - kostenfrei erhältlich beim ADAC vor Ort in Hessen und Thüringen.

Sicher und entspannt auf Tour

Regelmäßige Pausen zum Entspannen und Austoben gehören zur Reiseplanung dazu© Adobe Stock

Kinder unter zwölf Jahren oder kleiner als 150 Zentimeter benötigen einen geeigneten Kindersitz. Dieser muss auf einem nach vorn gerichteten Sitz montiert und mit einem zugelassenen Sicherheitsgurt befestigt sein.

ADAC Sicherheitstipps für die Kleinsten

  • Kindersicherung vor Erwachsenensicherung: Sitzplätze im Fahrerhaus vorrangig besetzen

  • Notwendige Befestigungsmöglichkeiten: die meisten Kindersitze erfordern einen Dreipunktgurt oder das genormte Befestigungssystem Isofix

  • Rückwärtsgerichtete Kindersitze auf dem Beifahrersitz nur dann, wenn der Airbag deaktiviert ist

  • Platzsparende Sitzerhöhungen nur für Kinder ab 125 cm und nur mit Dreipunktgurt verwenden

Bitte beachten: Die Regeln zur Kinderbeförderung unterschieden sich von Land zu Land. Deshalb ist vor Reisantritt ein Blick in die jeweils im Urlaubsland geltenden Bestimmungen wichtig!

Einfach mal ein Schläfchen im Bett oder Alkoven während der Fahrt? Besser nicht, denn alle Mitfahrenden müssen während der Fahrt angeschnallt sein. Denn bereits ein kleines Lenk- oder Bremsmanöver kann zu Stürzen und Verletzungen führen.

Die täglichen Fahrzeiten sollten weder zu weit noch zu lang geplant werden, um Stress und Hektik zu vermeiden. Ausreichend Pausen sind besonders bei Reisen mit Kindern ein Muss, damit sie sich austoben und spielen können. Weiterer Vorteil einer entspannten Fahrweise: Neben den Nerven wird auch der Geldbeutel geschont.

Denken Sie vor Abfahrt an Beschäftigungsmöglichkeiten. Babys können sich zum Beispiel mit Rasseln und Knistertüchern ablenken. Kleinkinder freuen sich über Bilder- und Malbücher. Spiele wie „Ich packe meinen Koffer“ oder "Autokennzeichenraten" eignen sich hervorragend, ebenso wie Hörbücher und Filme.

Viele Beschäftigungsideen und Spielvorlagen finden Sie hier.

Für die Sicherheit Ihrer Kleinen: Der ADAC hat Kindersitze getestet, die Ergebnisse finden Sie hier.

Kinderfreundlich übernachten

Ein kinderfreundlicher Campingplatz bietet Spaß und Sicherheit© ADAC Hessen-Thüringen

Familienfreundliche Campingplätze bieten Spielgeräte für verschiedene Altersgruppen, haben erhöhte Sicherheitsstandards (z.B. Umzäunung von Pools und Teichen) und verfügen über Waschmaschine, Trockner und Wickelräume.

Damit auch die Kleinen sich ganz groß fühlen, sind die Waschräume mit kindgerechten Waschbecken, Toiletten und Duschen ausgestattet.

Kindgerechte Camping- und Stellplätze finden

Neben dem "Mobilen Zuhause" sollten auch die Camping- und Stellplätze sorgsam ausgewählt und frühzeitig gebucht werden. Auf PiNCAMP, dem Campingportal des ADAC, finden sich über 14.500 Campingplätze in über 40 Ländern.

Hier auf PINCAMP gezielt nach kindgerechten Plätzen suchen.

Übrigens: Stellplätze eignen sich meist nur für eine Übernachtung, da kinderfreundliche Angebote und Ausstattung häufig fehlen. Sie verfügen meist nur über einen Stromanschluss und Entsorgungsmöglichkeiten, dafür sind die Standgebühren oft günstiger.

Die Kunst des cleveren Packens

Auch die Hängematte muss sicher verstaut werden© AdobeStock

Spielsachen, Wechselkleidung, Sitzgelegenheiten und das Lieblingskuscheltier – die Geräumigkeit des Wohnmobils verleitet dazu, mehr einzupacken, als gebraucht wird.

Deshalb muss immer das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs im Blick behalten werden: Dieses findet sich in der Zulassungsbescheinigung und setzt sich aus Leergewicht und Zuladung, wozu auch Mitreisende zählen, zusammen. Wer das Fahrzeug überlädt, riskiert nicht nur ein erhebliches Bußgeld, sondern geht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko ein.

Effizienz und Planung lautet die Devise beim cleveren Packen

Ein (Wurf-)Zelt zum Beispiel kann nicht nur als Spielburg und Schlafplatz genutzt werden, sondern schützt auch vor Nässe und Sonne. Als Spielsachen eignet sich alles, was wenig Platz benötigt und vielseitig einsetzbar ist, wie Bauklötze, Malsachen und Kuscheltiere.

Hochstühle aus Kunststoff können sowohl im Fahrzeuginneren als auch draußen eingesetzt werden, da Nässe ihnen nichts ausmacht.

Damit nichts Wichtiges vergessen wird, finden Sie hier eine Packliste für Campingreisen mit Kindern.

PDF Format
Packliste: Camping mit Kindern
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Wichtig ist auch, wie gepackt wird. Um ständiges Suchen zu vermeiden, bekommt jeder Gegenstand einen festen Platz.

Dinge, die während der Fahrt benötigt werden – Windeln, Feuchttücher und Verpflegung, aber auch Warndreieck und Notfallgepäck – sollten griffbereit verstaut werden.

Schwere Gegenstände gehören in Fächer nahe dem Fahrzeugboden, während leichte Sachen in den oberen Fächern verstaut werden. Lose Gegenstände sollten in Kisten oder Schubladen gelagert werden, damit sie nicht umherfliegen können.

ADAC Tipp: Manche Camper-Vermietungen bieten Tauschregale an, wo Utensilien und Lebensmittel wie Olivenöl, Wäscheklammern und Gewürze, die von Vormietern zurückgelassen wurden, kostenfrei mitgenommen werden können.