Ein ADAC Straßenwacht-Fahrzeug für die Ukraine

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Übergabe im ADAC Technikzentrum in Landsberg: Von hier aus ging das ADAC Straßenwacht-Fahrzeug auf Tour
Übergabe im ADAC Technikzentrum in Landsberg: Von hier aus ging das ADAC Straßenwacht-Fahrzeug auf Tour© ADAC/Melanie Gerasch

Für die Aktion "Wärme-Busse für die Ukraine" spendete die ADAC Pannenhilfe ein Fahrzeug mit Ausrüstung, um den Bussen in der Ukraine Hilfe leisten zu können. Der VW Touran wurde in die ukrainische Stadt Winnyzja gebracht.

Der blau-gelbe Wagen ist Teil einer Initiative des Osnabrücker Kulturberaters Reinhart Richter, der 14 gebrauchte Busse gekauft und zu Wärme-Bussen umgerüstet hat. Die Busse sind autark und brauchen keinen Stromanschluss, weil sie vom Solarenergieverein Osnabrück mit Solarpaneelen und Speichertechnik ausgestattet wurden. Dazu hat die Exide AG 30 Solarbatterien gespendet.

In der Ukraine angekommen: Der ADAC Straßenwacht-Wagen macht jetzt gespendete Wärme-Busse flott © Stefan Middelberg

Busse umgerüstet

"Die Menschen in der Ukraine leiden auch unter der Zerstörung ihrer Infrastruktur – regelmäßig fallen Heizungen oder Strom aus. In dieser Lage sollen die Wärme-Busse helfen", erklärt Richter. Außerdem werden in der Stadt Winnyzja (südwestlich von Kiew) viele Verletzte und Verwundete behandelt. Daher wurden zwei der Busse für den Liegendtransport umgerüstet.

Da die 14 Busse im Einsatz in der Ukraine unter Umständen auch reparaturbedürftig werden könnten, fragte Reinhart Richter bei der ADAC Pannenhilfe an, ob es ein Pannenfahrzeug gäbe, dass gemeinsam mit den Bussen in die Ukraine geschickt werden könne.

Pannenhilfe-Fahrzeug für die Ukraine

Reinhart Richter (links) lässt sich die Ausrüstung des Straßenwacht-Fahrzeugs von Karsten Storch und Alexander Kempf erklären © ADAC/Melanie Gerasch

Der Leiter des ADAC Flotten- und Technologiemanagements, Dr. Alexander Kempf, und Karsten Storch, Leiter Fuhrparkverwaltung & Ausrüstung, sowie deren Mitarbeiter reagierten schnell und gaben eine positive Rückmeldung: Die ADAC Pannenhilfe spendete ein Pannenhilfe-Fahrzeug mit Ausrüstung, um die Busse vor Ort in der Ukraine instand halten und betreuen zu können.

"Wir haben ein geeignetes Fahrzeug ausgewählt, in unserem Landsberger Technikzentrum gewartet, inspiziert und mit Werkzeugen und Verbrauchsmaterialien aufgefüllt", so Dr. Kempf. Zudem erhielt der ehemalige Straßenwacht-VW-Touran eine Speziallackierung in Blau-Gelb, den ukrainischen Landesfarben.

Aufbau des Nahverkehrs

Wenn Reinhart Richter aus der Ukraine zurückgekehrt ist, startet er das nächste Projekt: Die Stadt Cherson, Partnerstadt von Winnyzja, benötigt für den Wiederaufbau des Nahverkehrs 20 Busse. Die will Richter nun – spendenfinanziert – zur Verfügung stellen. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann das mit einer Geldspende tun:

sk-skulptur-galerie.de
IBAN DE 51 2655 0105 1552 3715 59
Stichwort Ukraine