So funktioniert das Reißverschlussverfahren

15.12.2017

Plötzliche Fahrbahnverengungen - vor allem auf Autobahnen - führen oft zu unnötigen Staus, weil sich viele Autofahrer nicht korrekt verhalten. Wir zeigen, wie es richtig geht.

Endet eine Fahrspur oder ist sie wegen eines Hindernisses nicht weiter befahrbar, ist laut Straßenverkehrsordnung (StVO) das Reißverschlusssystem anzuwenden. Wir erklären, wie es funktioniert:

 

  • Endet eine Fahrspur, ordnen sich die Fahrzeuge abwechselnd hintereinander auf der weiterführenden Spur ein.
  • Der Wechsel der Fahrspur sollte erst unmittelbar vor Ende des Fahrstreifens erfolgen; Autofahrer, die bis zum Hindernis fahren, verhalten sich also korrekt. Denn: Zu frühes Einfädeln vor dem Ende des Fahrstreifens verursacht eher einen Stau.
  • Autofahrer auf der weiterführenden Spur müssen die anderen Verkehrsteilnehmer einfädeln lassen.

 

Gängiger Irrtum: Beim Auffahren auf die Autobahn gilt das Reißverschlussverfahren dagegen nicht. Das Reißverschlussverfahren ist nur angesagt, wenn eine Fahrspur wegfällt, nicht aber auf dem Beschleunigungsstreifen. Wer auf die Autobahn auffährt, muss die Fahrzeuge auf der Autobahn passieren lassen und seine Geschwindigkeit entsprechend anpassen.