Reißverschluss: Richtig einfädeln

5.4.2019

Das Reißverschlussverfahren bereitet vielen Autofahrern Probleme: Plötzliche Fahrbahnverengungen führen häufig zu Behinderungen und Ärger. Insbesondere auf Autobahnen kann es dadurch zu langen Staus kommen. 

Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) gilt das Reißverschlusssystem dann, wenn eine Fahrspur endet oder wegen eines Hindernisses nicht mehr befahrbar ist. In diesem Fall ordnen sich die Fahrzeuge abwechselnd hintereinander – jeweils eines von der einen, dann eines von der anderen Seite – auf der weiterführenden Spur ein.  

Nicht zu früh die Spur wechseln

Der Spurwechsel sollte erst unmittelbar vor Ende des Fahrstreifens erfolgen; Autofahrer, die bis zum Hindernis fahren, verhalten sich also korrekt. Denn: Zu frühes Einfädeln vor dem Ende des Fahrstreifens verursacht eher einen Stau oder Stockungen. Autofahrer auf der weiterführenden Spur müssen die anderen Verkehrsteilnehmer nach dem Reißverschlussverfahren einfädeln lassen.

Kein Reißverschlussverfahren bei Autobahnauffahrten

Gängiger Irrtum: Beim Auffahren auf die Autobahn gilt das Reißverschlussverfahren dagegen nicht. Wer auf dem Beschleunigungsstreifen auf die Autobahn auffährt, muss die Fahrzeuge auf der Autobahn passieren lassen und seine Geschwindigkeit entsprechend anpassen.

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