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Mercedes GLA-Klasse (seit 2014) Benziner

Mercedes GLA-Klasse (seit 2014) Benziner

Hochgelegte A-Klasse

Der Mercedes GLA der ersten Generation (Baureihe X 156) kam 2014 in Deutschland auf den Markt. Im Gegensatz zu seinen wichtigsten Konkurrenten ist der GLA weniger stämmiges SUV als mehr hochgelegte A-Klasse. Das macht sich im relativ engen Fond und im eher kleinen Kofferraum bemerkbar. In der ersten Reihe stehen allerdings gute Platzverhältnisse zur Verfügung. Außerdem punktet der kleine Benz mit solider Verarbeitung, einfacher Bedienung, gelungener Geräuschdämmung, komfortablem Fahrwerk und bequemen Sitzen. Daher ist er durchaus auch für längere Strecken geeignet. Im Stadtverkehr stören wiederum die schlechte Rundumsicht und der groß geratene Wendekreis. Wie auch seine technisch verwandten Mercedes-Modelle mit dem Motor quer auf der Vorderachse erweist sich der GLA als sehr zuverlässig. Bei den Hauptuntersuchungen schneidet der GLA insgesamt sehr gut ab. Große Schwachpunkte haben die Fahrzeuge nicht. Auch in der ADAC Pannenstatistik kommt der Mercedes auf eine Spitzenplatzierung. Insgesamt kann die Qualität der Fahrzeuge voll überzeugen und liegt damit auf dem hohen Mercedes-Niveau früherer Tage.

Stärken und Schwächen

Stärken Schwächen
sehr gute Verarbeitung relativ teuer
zuverlässige Technik schlechte Rundumsicht
funktionelle Bedienung kleiner Kofferraum
sichere Fahreigenschaften enger Fond
hohes Sicherheitsniveau großer Wendekreis
komfortables Fahrwerk

Download des Tests im Detail

Modellgeschichte: Mercedes GLA-Klasse (seit 2014) Benziner

03/2014
Modelleinführung des fünftürigen Kompakt-SUV mit vier Motorvarianten: GLA 200 (115 kW/156 PS), GLA 250 (155 kW/211 PS), GLA 200 CDI (100 kW/136 PS) und GLA 220 CDI (125 kW/170 PS); Motoren erfüllen Schadstoffklasse Euro 6b; optional mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und überarbeitetem permanenten Allradsystem 4MATIC mit variabler Momentenverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse erhältlich; City-Safety-System und Müdigkeitserkennung serienmäßig; Xenon-Scheinwerfer mit Kurven- und Abbiegelicht, Fernlichtassistent, Verkehrszeichenerkennung, Spurwechsel-, Spurhalteassistent und Abstandsregelung gegen Aufpreis erhältlich

07/2014
Einführung Topmodell GLA 45 AMG (265 kW/360 PS)

09/2014
neue zusätzliche Motorvariante: GLA 180 CDI (80 kW/109 PS)

02/2015
neue zusätzliche Motorvarianten: GLA 180 (90 kW/122 PS), GLA 220 d (130 kW/ 177 PS), Motorvariante GLA 220 CDI (125 kW/170 PS) entfällt

07/2015
alle Dieselmotoren mit neuer Motorenbezeichnung "d" statt "CDI"; modifiziertes Topmodell GLA 45 AMG (280 kW/381 PS)

01/2017
leichtes Facelift und Modellpflege, neue zusätzliche Motorvariante GLA 220 (135 kW/184 PS); LED-Scheinwerfer optional verfügbar

12/2017
Motorvariante GLA 200 d (100 kW/136 PS) erfüllt Schadstoffklasse Euro 6c (NEFZ)

06/2018
Motorvarianten GLA 180, GLA 200 und GLA 250 erfüllen Schadstoffklasse Euro 6d-TEMP (WLTP), Motorvarianten GLA 200 d und GLA 220 d erfüllen Schadstoffklasse Euro 6c (WLTP)

07/2018
Motorvariante GLA 220 erfüllt Schadstoffklasse Euro 6d-TEMP (WLTP), Motorvariante GLA 200 d erfüllt Schadstoffklasse Euro 6c (WLTP)

05/2019
alle Ottomotoren erfüllen Schadstoffklasse Euro 6d-TEMP-EVAP-ISC (WLTP), keine Dieselmotoren mehr im Angebot

Pannen und Mängel: Mercedes GLA-Klasse (seit 2014) Benziner

Allgemein In der ADAC Pannenstatistik schneidet der Mercedes GLA gut bis sehr gut ab. Der TÜV fasst den GLA mit der regulären A-Klasse zusammen und hat lediglich bei vier- bis fünfjährigen Fahrzeugen bei der Abgasuntersuchung leicht erhöhte Mängel. Pannenschwerpunkte sind nicht bekannt.
Rückrufe 3/2017: Sollte der Starter aufgrund eines zuvor eingetretenen Schadens blockiert sein (z.B. Motorschaden durch Wasserschlag), würde beim nächsten Startversuch ein sehr hoher elektrischer Strom über den Startstrom-Begrenzer fließen. Bei mehrfachen, erfolglosen Startversuchen kann der Begrenzer dann überhitzen und Feuer fangen. Als Abhilfe wird in der Werkstatt eine zusätzliche Sicherung in der Versorgungsleitung zum Starter eingebaut. Die Aktion ist für die Kunden kostenlos. Dauer in der Werkstatt: 1 Stunde. Betroffene Fzg. in Deutschland: 150.000 (auch andere Modelle betroffen). Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem.
6/2017: Das Mischungsverhältnis des Treibmittels bestimmter Airbag-Zündpillen könnte fehlerhaft geliefert worden sein. Die Airbags lösen dadurch evtl. nicht aus. Als Abhilfe werden die betroffenen Airbags ausgetauscht. Die Aktion ist für die Kunden kostenlos. Dauer in der Werkstatt: Bis 3,5 Stunden (abhängig von der Anzahl betroffener Airbags). Betroffene Fzg. in Deutschland: 2.848 (auch andere Modelle betroffen). Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem.
7/2017: Betroffene Varianten: mit Ottomotor M270 und Dieselmotor OM651. Der zugelieferte Anschlussstutzen der Unterdruckleitung am Bremskraftverstärker könnte brechen und so höhere Bremskräfte erforderlich werden. Bei den betroffenen Fahrzeugen wird die Unterdruckleitung des Bremskraftverstärkers ausgetauscht. Die Aktion ist für die Kunden kostenlos. Betroffene Fzg. in Deutschland: 250.000 (auch andere Modelle betroffen). Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem.
10/2017: Bei betroffenen Fahrzeugen könnte die Lenksäule nicht ausreichend geerdet sein. Bei einer Beschädigung der Leiterbahnen innerhalb der Wickelfederkassette im Mantelrohrschaltermodul könnte der Fahrerairbag im Falle einer elektrostatischen Entladung unmotiviert auslösen. Als vorsorgliche Maßnahme wird bei betroffenen Fahrzeugen in der Werkstatt eine ausreichende Erdung der Lenksäule hergestellt. Die Aktion ist für die Kunden kostenlos. Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem.