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VW Tiguan (ab 2016) Benziner

VW Tiguan (ab 2016) Benziner

Verkaufsschlager

Die zweite Generation des VW Tiguan löste das lange gebaute und sehr erfolgreiche Vorgängermodell 2016 ab. Ein Jahr später wurde zudem die verlängerte Version namens Tiguan Allspace eingeführt. Diese Variante bietet gegenüber dem großzügigen Innenraum des normalen Tiguan nochmals etwas mehr Platz und ist optional sogar als Siebensitzer erhältlich. Außerdem überzeugt der Tiguan mit einer guten Verarbeitung und logischer Bedienung. Beim Fahren sind die komfortable Federung und die bequemen Sitze sehr angenehm, ebenso wie der bequeme Ein- und Ausstieg durch die großzügigen Türausschnitte. Dank der verschiebbaren Rücksitzbank können wahlweise der Kofferraum oder die Beinfreiheit hinten erweitert werden. Es gibt verschiedene Ausstattungslinien. Modelle in Comfortline-Ausstattung sind mit allem wirklich Notwendigen ausgestattet. Highline bietet einen Hauch von Luxus und ist mit Dingen wie 3-Zonen-Klimaautomatik und LED-Scheinwerfern serienmäßig ausgestattet. Im TÜV-Mängelreport ist dieser Tiguan noch nicht offiziell vertreten, technisch verwandte Modelle des Konzerns schneiden aber gut ab. Der Vorgänger bereitete lediglich im Bereich Fahrwerk hin und wieder Probleme. In der ADAC Pannenstatistik schneidet der VW überdurchschnittlich ab.

Stärken und Schwächen

Stärken Schwächen
gute Verarbeitung unübersichtliche Karosserie
großzügiges Raumangebot (besonders Allspace) unhandlich im Stadtverkehr
zuverlässige Technik teils unharmonisches Anfahren mit DSG
funktionelle Bedienung hoher Verbrauch (2
sichere Fahreigenschaften 0 TSI)
komfortable Federung (v.a. mit adaptivem Fahrwerk)
bequeme und langstreckentaugliche Sitze
verschiebbare Rückbank

Download des Tests im Detail

Modellgeschichte: VW Tiguan (ab 2016) Benziner

04/2016
Modelleinführung der zweiten Generation des fünftürigen SUV mit drei Motorvarianten: 2.0 TSI 4MOTION (132 kW/180 PS), 2.0 TDI SCR (110 kW/150 PS, wahlweise mit Front- oder Allradantrieb) und 2.0 TDI SCR 4MOTION (140 kW/190 PS), alle Motoren erfüllen Schadstoffklasse Euro 6b; ESP, Fahrer-, Beifahrer-, Seiten-, Kopf- und Knieairbag (Fahrer), City-Notbremsassistent mit Fußgängererkennung sowie Spurhalteassistent serienmäßig; LED-Scheinwerfer, Fernlichtassistent, Spurwechsel- und Ausparkassistent, Abstandsregelung, Verkehrsschild- und Müdigkeitserkennung sowie Headup-Display optional gegen Aufpreis erhältlich

05/2016
zusätzliche Motoren: 1.4 TSI (92 kW/125 PS), 1.4 TSI (110 kW/150 PS, wahlweise mit Front- oder Allradantrieb) und 2.0 TDI SCR (85 kW/115 PS)

08/2016
neue zusätzliche Motoren: 2.0 TSI 4MOTION (162 kW/220 PS) und 2.0 TDI SCR 4MOTION (176 kW/240 PS)

10/2017
1.4 TSI (110 kW/150 PS) wahlweise mit Ottopartikelfilter (OPF) erhältlich

08/2018
alle Motorvarianten eingestellt aufgrund Umstellung WLTP-Zyklus

10/2018
neue modifizierte Motoren: 1.5 TSI OPF (110 kW/150 PS) und 2.0 TDI SCR (110 kW/150 PS), erfüllen Schadstoffklasse Euro 6d-TEMP

12/2018
neue modifizierte Motoren: 2.0 TSI OPF (169 kW/230 PS) und 2.0 TDI SCR (140 kW/190 PS), erfüllen Schadstoffklasse Euro 6d-TEMP

01/2019
neue modifizierte Motoren: 1.5 TSI OPF (96 kW/130 PS), 2.0 TDI SCR (85 kW/115 PS), 2.0 TDI SCR (140 kW/190 PS) und 2.0 TSI SCR (176 kW/240 PS), erfüllen Schadstoffklasse Euro 6d-TEMP

Pannen und Mängel: VW Tiguan (ab 2016) Benziner

Allgemein In der ADAC Pannenstatistik schneidet der VW Tiguan gut ab. Der TÜV hat noch keine Daten zu diesem Modell veröffentlicht. Pannenschwerpunkte gibt es (noch) nicht.
Rückrufe 12/2016: Es besteht die Möglichkeit, dass eine Schweißverbindung im Lehnengestell der Vordersitze nicht der gewünschten Festigkeit entspricht. Im Fond sitzende Insassen könnten bei einem Heckaufprall verletzt werden. Bei den betroffenen Fahrzeugen werden die Produktionsdaten der beiden vorderen Lehnengestelle überprüft und falls erforderlich ersetzt. Die Aktion ist für die Kunden kostenlos. Dauer in der Werkstatt: bis 3 Stunden. Betroffene Fzg. in Deutschland: 4.368. Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem und Aufkleber in der Reserveradmulde (Code 73F9).
2/2017: An Fahrzeugen mit einem bestimmten Softwarestand (S0162) ist das Bordnetzsteuergerät fehlerhaft kalibriert. Mögliche Folge ist, dass ein Ausfall des Blinkers, Abblend-, Fern-, Tagfahr- oder Nebelschlusslichts nicht erkannt und somit nicht im Kombiinstrument angezeigt wird. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass eine Beleuchtung, die in Ordnung ist, als defekt angezeigt wird. Abhilfe schafft ein Softwareupdate. Die Aktion ist für die Kunden kostenlos. Dauer in der Werkstatt: 30 Minuten. Betroffene Fzg. in Deutschland: 93.000 (auch andere Modelle betroffen). Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem und Aufkleber im Bereich des Kofferraums und im Bordbuch (Code 97CH).
3/2017: Das Mischverhältnis der Treibladung von Airbags und/oder Gurtstraffern des Zulieferers Autoliv war fehlerhaft und kann dazu führen, dass die Systeme nicht funktionieren. Der Hersteller ruft daher betroffene Fahrzeuge zum Austausch in die Werkstatt zurück. Die Aktion ist für die Kunden kostenlos. Betroffene Fzg. in Deutschland: 8.100 (auch andere Modelle betroffen). Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem.
12/2017: Der hintere Radträger kann eine zu geringe Festigkeit aufweisen. Im ungünstigsten Fall kann es zu einem Bruch des Radträgers kommen und in Folge zum Verlust der Radführung. Der Hersteller ruft betroffene Fahrzeuge daher in die Werkstatt, um den hinteren Radträger zu tauschen. Die Aktion läuft seit November 2017 und ist für die Kunden kostenlos. Dauer in der Werkstatt: 5 Stunden. Betroffene Fzg. in Deutschland: 1.038 (auch andere Modelle betroffen). Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem und Aufkleber in Kofferraummulde (Code 42I2).
3/2018: Betroffene Varianten: nur 2,0l-Motoren. Bei betroffenen Fahrzeugen sind die Bremsscheiben zu dünn. Eine thermomechanische Überbelastung der Bremsscheibe kann zur Rissbildung an der Bremsscheibe führen. In der weiteren Folge könnte dies die Bremswirkung reduzieren. Der Hersteller ruft betroffene Fahrzeuge daher in die Werkstatt, um die Scheiben zu tauschen. Die Aktion ist für die Kunden kostenlos. Dauer in der Werkstatt: 1,5 Stunden. Betroffene Fzg. in Deutschland: 295 (auch andere Modelle betroffen). Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem und im Serviceheft (Code 46H4).
7/2018: Betroffene Varianten: nur Allspace. Durch einen Verschraubungsfehler beim Lieferanten wurden an der Verschraubung der Führungsgelenk vorn (links und rechts) an das Radlagergehäuse die Mutter nicht mit dem korrekten Drehmoment von 70 Nm angezogen. Dadurch kann ein Festsitzen der Bundmuttern nicht gewährleistet werden. Dies kann zu einem Kontrollverlust über das Fahrzeug führen. Abhilfemaßnahme: Bei den betroffenen Fahrzeugen werden die Muttern der Verschraubung gewechselt. Die Aktion läuft seit KW 25/2018 und ist für die Kunden kostenlos. Dauer in der Werkstatt: 1 Stunde. Betroffene Fzg. in Deutschland: 290. Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem und im Serviceheft (Code 40N4).
9/2018: Betroffene Varianten: mit Panoramadach und Ambientebeleuchtung. Das Eindringen von Wasser in das LED-Modul kann zu einem Kurzschluss mit anschließender Wärmeentwicklung führen. In der weiteren Folge kann das einen Schmorschaden am Dachhimmel verursachen. Unter sehr ungünstigen Rahmenbedingungen kann daraus auch ein Fahrzeugbrand entstehen. An den betroffenen Fahrzeugen werden zwei Adapterleitungen mit integrierter Sicherung zwischen der Stromzufuhr und dem LED-Modul der Ambientebeleuchtung des Panorama-Schiebedaches verbaut. Die Aktion ist für die Kunden kostenlos. Betroffene Fzg. in Deutschland: 52.500 (auch andere Modelle betroffen). Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem und Eintrag im Service-Heft.
9/2018: Aufgrund eines Prozessfehlers beim Lieferanten wurden Tiguan Allspace mit fehlerhaft gefalteten Luftsäcken im Beifahrer-Airbag-Modul ausgerüstet. Im Crashfall kann sich der Luftsack nicht wie vorgesehen entfalten. Dies kann zu Verletzungen des Beifahrers führen. An den Fahrzeugen werden die Beifahrer-Airbag-Module ausgetauscht. Die Aktion läuft seit Juli 2018, dauert ca. eine Stunde und ist für die Kunden kostenlos. Betroffene Fzg. in Deutschland: 30. Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem (Code 69W9).
9/2018: Aufgrund eines Fertigungsfehlers in der Schweißanlage beim Lieferanten wurde das untere Befestigungsauge der hinteren Stoßdämpfer nicht richtig verschweißt. Dadurch kann das untere Befestigungsauge am hinteren Stoßdämpfer ausreißen. Eine Beeinträchtigung der Fahrstabilität kann nicht ausgeschlossen werden. Als Abhilfemaßnahme werden die hinteren Stoßdämpfer getauscht. Die Aktion läuft seit April 2018 und ist für die Kunden kostenlos. Dauer in der Werkstatt: ca. 2 Stunden. Betroffene Fzg. in Deutschland: 460. Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem und Eintrag im Serviceheft.
5/2019: Mögliche Beschädigung der Reifen aufgrund eines Materialfehlers an der Schraubenfeder. Abhilfe: Die Hinterachsfedern werden ausgetauscht. Betroffene Fzg. in Deutschland: 449. Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem (Code 42J4).
5/2019: Ein möglicher Bruch des Sperrbolzens der Anhängevorrichtung kann zum Verlust der Fahrzeugverbindung führen. Abhilfe: In der Werkstatt wird überprüft, ob im Schwenkmechanismus ein Sperrbolzen aus der betroffenen Charge verbaut wurde und werden gegebenenfalls ausgetauscht. Betroffene Fzg. in Deutschland: 5.870. Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem (Code 66K4).