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Mazda 3 (ab 2013)

Mazda 3 (ab 2013)

Schöner Japaner

Der Mazda 3 kam 2013 als Fünftürer auf den Markt und ist ein typischer Vertreter der Kompaktklasse. Ein Jahr später folgte die Stufenhecklimousine. Besonders viel Wert wurde bei dem Auto auf das Design gelegt. Selten sind fernöstliche Fahrzeuge so gelungen gestaltet und treffen den europäischen Geschmack so gut. Die gestreckte Form wirkt elegant und trotzdem sportlich. Leider ist das Platzangebot in der stattlichen Karosserie kleiner als es zunächst den Anschein macht und nur in der ersten Sitzreihe wirklich gut. Auf den Fondsitzen wird es schnell eng und die Größe des Kofferraums ist nur Klassendurchschnitt. Typisch japanisch ist wiederum die gute Grundausstattung. Selbst die Basisausstattung Prime-Line bringt das Allerwichtigste mit. Sonderausstattungen gibt es in dieser Linie allerdings kaum. Die nächsthöhere Linie Center-Line wäre fast so etwas wie die goldene Mitte, müsste man damit nicht auf wichtige Assistenzsysteme wie einen Notbremsassistenten verzichten. Wer darauf Wert legt, muss also zu einem Modell mit Exclusive-Line oder Sports-Line greifen. Die sportlichere Ausstattunge hat unter anderem 18-Zoll-Räder und eine Bose-Soundanlage mit tollem Klang an Bord. Beim Fahren bereitet die knackige Schaltung und das ausgewogene Fahrwerk durchaus Freude. Die unübersichtliche Karosserie und der große Wendekreis sind innerorts jedoch etwas störend. In der TÜV-Statistik gibt es noch keine Zahlen, der erste Eindruck sieht aber ganz gut aus. In der ADAC Pannenstatistik landet der Mazda 3 im hinteren Drittel. Häufige Batterieprobleme verhindern eine bessere Platzierung.

Stärken und Schwächen

Stärken Schwächen
Geringer Wertverlust knackige Schaltgetriebe großzügiges Raumangebot vorne gelungenes Design gute Basisausstattung schlechte Rundumsicht teils schwache Motoren großer Wendekreis Diesel mit hohem Schadstoffausstoß wenig Platz im Fond

Download des Tests im Detail

Modellgeschichte: Mazda 3 (ab 2013)

10/2013
Modellwechsel der fünftürigen Schrägheckvariante und Stufenheck-Limosuine sowie neue Motoren: SKYACTIVE-G 100 (74 kW/100 PS), SKYACTIVE-G 100 (74 kW/100 PS), SKYACTIVE-G 120 (88 kW/120 PS), SKYACTIVE-G 165 (121 kW/165 PS) und SKYACTIVE-D 150 (110 kW/150 PS); Dieselmotor erfüllt mit rein innermotorischen Maßnahmen die Schadstoffklasse Euro 6; umfangreiche Sicherheitsausstattung (teilweise optional gegen Aufpreis): u.a. City-Safety-System, Notbremsassistent, adaptive Abstandsregelung, Spurhalte- und Spurwechselassistent, Headup-Display

7/2015
alle Motoren erfüllen Schadstoffklasse Euro 6

2/2016
zusätzliche Motorvariante SKYACTIVE-D 105 (77 kW/105 PS); Dieselmotor erfüllt mit rein innermotorischen Maßnahmen die Schadstoffklasse Euro 6

2/2017
Leichte Modellpflege und zusätzliche Sicherheitsausstattung: Verkehrsschilderkennung, Ausparkassistent, Fußgängererkennung, Müdigkeitsassistent, LED-Scheinwerfer

Pannen und Mängel: Mazda 3 (ab 2013)

Allgemein In der Pannenstatistik 2017 landet der Mazda 3 aufgrund von Batterieproblemen eher im hinteren Drittel für die Erstzulassungen 2013 und 2014. In der TÜV Statistik ist der erste Eindruck gut.
Pannenschwerpunkte waren:
Allgemeine Elektrik Entladene Batterie (2013 bis 2014)
Rückrufe 3/2017: Der Kraftstofftank und das Kraftstoffrückschlagventil wurden, aufgrund einer mangelhaften Überwachung des Montageprozesses, unsachgemäß verschweißt. Dies kann dazu führen, dass Kraftstoff an diesen Stellen austritt. Als Abhilfe wird der Tank überprüft und ggfs. ausgetauscht. Die Aktion startet demnächst und ist für den Kunden kostenlos. Dauer in der Werkstatt: Keine Angabe. Betroffene Fzg. in Deutschland: 1.624. Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem.
3/2017: Der Kraftstofftank und die Kraftstoffrücklaufleitung wurden, aufgrund einer Fehlfunktion des Montagewerkzeugs, unsachgemäß verschweißt. Dies kann dazu führen dass Kraftstoff an diesen Stellen austritt. Als Abhilfe wird der Kraftstofftank überprüft und ggfs. ausgetauscht. Die Aktion läuft seit dem 16.2.2017 und ist für den Kunden kostenlos.Dauer in d. Werkstatt: Überprüfung 0,3 Stunden, ggfs. weitere 2,2 Stunden für den Austausch. Betroffene Fzg. in Deutschland: 512. Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem (Code AG020A).
2/2017: 1) Das Anzugsmoment der Injektorbefestigung ist zu niedrig und führt zu innermotorischen Undichtigkeiten und zum Austritt von Verbrennungsgasen im ölbeaufschlagten Bereich des Motors. Hierdurch können Ablagerungen im Motoröl entstehen, die sich am Ölansaugsieb ablagern. Dies kann zu unzureichender Motorschmierung und damit zu Schäden führen. Als Abhilfe wird das Anzugsmoment korrigiert und der Öldruck des Motors überprüft. Bei Motoren mit unzureichendem Öldruck wird das Ölansaugsieb gereinigt und der Motor gespült. 2) Spannungsspitzen oder Kurzschlüsse im Injektorregelkreis können den Ausfall einer Sicherung und evtl. des Motorsteuergeräts verursachen. Dadurch können einzelne Zylinder ausfallen oder es kann zu einem Absterben des Motors kommen. Abhilfe schafft hier ein Softwareupdate. Die Aktionen sind bereits gestartet und sind für Kunden kostenlos. Dauer in der Werkstatt: keine Angabe. Betroffene Fzg. in Deutschland: 61.061. Kennzeichnung der Aktion: Im Hersteller-Werkstattsystem.
1/2015: Betroffene Varianten: mit Sky.-G-Ottomotor mit i-Eloop Bremsenergie-Rückgewinnung. Die Kraftstoffpumpe kann wegen eines fehlerhaften Signals des Steuergerätes während der Fahrt abschalten. Der Motor geht dann während der Fahrt plötzlich aus. Laut Hersteller tritt dieser Effekt nur bei vorher aktivierter Motor-Start-Stopp-Funktion (i-Stop) auf. Die Händler spielen ein neues Update auf das Motorsteuergerät. Der Rückruf ist Okt. 2014 angelaufen, dauert etwa eine halbe Stunde und ist für die Kunden kostenlos. Betroffene Fzg. in Deutschland: 772. Kennzeichnung der Aktion: Vermerk im Mazda EPPS-System.