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Toyota Corolla (2001 - 2007)

Toyota Corolla (2001 - 2007)

japanische Zuverlässigkeit

Der Corolla E12 ist bereits die neunte Generation des japanischen Erfolgsmodells. Es gibt ihn als Dreitürer, Fünftürer, Stufenheck-Limousine oder Kombi. Dieses Modell verhält sich wie man es von einem Toyota erwartet. Er kann an keiner Stelle herausragen, hat aber auch keine gravierenden Schwächen. Die Federung ist eher komfortabel abgestimmt und das Fahrverhalten stets sicher. Die einfache Bedienung und die ausreichenden Platzverhältnisse erfreuen obendrein. Die hervorragenden Werte in der ADAC Pannenstatistik und im TÜV-Report untersreichen die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit dieses Modells. Fazit: Der Corrolla ist ein höchst unauffälliger aber zuverlässiger Alltagsbegleiter.

Stärken und Schwächen

Stärken Schwächen
einfache Bedienung, komfortable Federung, sicheres Fahrverhalten, sehr zuverlässige und langlebige Technik kleiner Kofferraum (außer Kombi), unpräzise Lenkung, mäßige Wertstabilität

Download des Tests im Detail

Modellgeschichte: Toyota Corolla (2001 - 2007)

12/2001
Modellwechsel zur Baureihe E12 mit vier Karosserievarianten: Compact (3-türig), Liftback (5-türig), Stufenheck (4-türig) und Kombi mit den Motorisierungen: 1.4 (71 kW/97 PS), 1.6 (81 kW/110 PS), 1.8 TS (141 kW/192 PS), 2.0 D-4D (66 kW/90 PS), 2.0 D-4D (81 kW/110 PS)

7/2003
neuer Motor für Compact und Liftback: 2.0 D-4D (85 kW/116 PS) ersetzt 2.0 D-4D (81 kW/110 PS)

7/2004
Modellpflege und neue Motorisierung für Compact, Liftback und Kombi: 1.4 D-4D (66 kW/ 90PS) mit Schadstoffklasse Euro 4; 2.0 D-4D (85 kW/116 PS) auch für Kombi; 2.0 D-4D (66 kW/90 PS) entfällt

2/2005
neuer Motor für Compact und Liftback: 1.8 TS Compressor mit 165 kW/225 PS

2/2007
Modellreihe Corolla eingestellt, Nachfolgemodell: Toyota Auris (ab 03/07)

Pannen und Mängel: Toyota Corolla (2001 - 2007)

Allgemein Der Toyota Corolla (Typ E12) kommt abgesehen vom ersten Baujahr in der ADAC Pannenstatistik auf hervoragende Werte. Im TÜV-Report taucht der Japaner aufgrund des Alters nicht mehr auf. Bei der letzten auswertung erreichte der Corolla auch hier Spitzenwerte. Insgesamt gilt das Auto als sehr zuverlässig und langlebig. Dank weitgehend einfacher, aber robuster Technik sind Reparaturen selten und meistens relativ einfach.
Häufige Pannenursachen Antriebswelle (2006), Generator (2006), Zündkerze (2001)
Rückrufe 6/2006: Betroffene Varianten: Avensis 1.8, Corolla aus Japan-Produktion, alle Prius:. An Fahrzeugen mit elektrischer Lenkkraftunterstützung kann die Lenkspindelverzahnung ausschlagen. Die Materialfestigkeit der Schiebebuchse ist nicht ausreichend. Als Folge davon kann sich das Material bei hoher Beanspruchung verformen, wodurch der Verbindungsschluss abnimmt. Dadurch entstehen zunächst deutlich hörbare Knackgeräusche in der Lenkung. Ignoriert der Fahrer diese Knackgeräusche über einen längeren Zeitraum, kann es im schlimmsten Fall zu einem völligen Lenkungsverlust kommen. Die Lenkspindeleinheit muss überprüft werden und je nach Prüfergebnis werden betroffene Teile durch verbesserte Bauteile ersetzt. Betroffene Fzg. in Deutschland: 35.605 (auch andere Modelle).
7/2006: Betroffene Varianten: Corolla Verso Typ R1:. Beim Corolla Verso kann der Beifahrerairbag durch einen Schalter seitlich am Armaturenbrett abgeschaltet werden. Durch einen Fehler in der Steuerung zur Abschaltung des Beifahrer-Airbags wird statt des Beifahrer-Airbags der Gurtstraffer des Beifahrersitzes abgeschaltet. Der Beifahrer-Airbag würde beim Unfall trotz vermeintlicher Deaktivierung ausgelöst werden. Nach Angaben von Toyota sind alle anderen Funktionen der Sicherheitssysteme uneingeschränkt in Ordnung. Auf die Deaktivierung des Beifahrer-Airbags muss bis zur Verfügbarkeit geänderter Steuergeräte verzichtet werden. Die geänderten Teile stehen voraussichtlich ab 4. Quartal 2006 zur Verfügung. Betroffene Fzg. in Deutschland: 39.015 (auch andere Modelle).
2/2010: Das Gaspedal kann bei Fahrzeugen mit elektronischem Pedal schwergängig werden und dann evtl. im getretenen Zustand hängen bleiben. Dies kann dann zu gefährlichen Fahrsituationen führen. Ursache ist lt. Hersteller eine zu hohe Reibung der Pedalführungskulisse, die von der Rückstellfeder betätigt wird. Die Händler prüfen die Fahrzeuge und tauschen das Gaspedalmodul ggf. gegen eine geänderte Version aus. Die Aktion läuft seit Februar 2010 und ist für die Kunden kostenlos. Dauer in der Werkstatt: 1 Stunde. Betroffene Fzg. in Deutschland: 185.739 (auch andere Modelle).
11/2012: Wegen unzureichender Materialfestigkeit kann sich die untere Lenkspindel verformen und im Extremfall dabei auch die Lenkfähigkeit verloren gehen. Laut Hersteller Toyota geht dies zunächst mit deutlichem Lenkungsknacken einher und es kommt erst in Folge zum Verlust der formschlüssigen Verbindung der Lenkverzahnung mit Lenkungsausfall. Die Händler tauschen bei den betroffenen Fahrzeugen die untere Lenkspindel (Lenkspindel Nr.1) aus. Die Aktion läuft seit November 2012, dauert etwa eine Stunde und ist für die Kunden kostenlos. Betroffene Fzg. in Deutschland: 69.995 (auch andere Modelle).
4/2013: Laut Hersteller kann es bedingt durch den Fertigungsprozess der Treibladung des Gasgenerators für den Beifahrerairbag zu Auslöseproblemen kommen. Durch den zu hohen Druck kommt es zur Beschädigung des Airbaggehäuses, das dann den Airbag an der Entfaltung hindert. Die Händler tauschen nach Überprüfung der Seriennummer die betroffenen Beifahrer-Airbagmodule des Zulieferers Takata aus. Die Durchführung dauert etwa eine Stunde bis zweieinhalb Stunden, beim Lexus 430 etwa fünfeinhalb Stunden und ist für die Kunden kostenlos. Betroffene Fzg. in Deutschland: 62.000 (auch andere Modelle).
6/2014: Erweiterungsaktion: Dazu wurde bereits in 04/2013 berichtet. Damals wurden aus dem Fahrzeugumfang von 1.7 Mio. nur 950000 unmittelbar betroffene Fahrzeuge umgerüstet. Nun werden auch die restlichen 650000 Fahrzeuge umgerüstet. Laut Hersteller kann es bedingt durch den Fertigungsprozess der Treibladung des Gasgenerators für den Beifahrerairbag zu Auslöseproblemen kommen. Durch den zu hohen Druck kommt es zur Beschädigung des Airbaggehäuses, das dann den Airbag an der Entfaltung hindert. Die Händler tauschen nach Überprüfung der Seriennummer die betroffenen Beifahrer-Airbagmodule des Zulieferers Takata aus. Die Durchführung dauert etwa eine Stunde und ist für die Kunden kostenlos. Betroffene Fzg. in Deutschland: 62.000 (auch andere Modelle).
3/2015: Betroffene Varianten: 1.4 D-4D:. Es kann zu einer Ansammlung von Motoröl im Ladeluftkühler kommen. Ursachen liegen in der Motorsoftware und ggf. zusätzlich in der Dichtheit von Turbolader und Unterdruckpumpe. Wenn dieses Motoröl im Fahrbetrieb in den Brennraum gelangt, kommt es zu stark erhöhter Rauchentwicklung (Umweltbelastung). Die Händler führen ein Softwareupdate durch und prüfen Turbolader und Pumpe auf Undichtigkeit. Bei Undichtigkeit werden diese durch Neuteile ersetzt. Die Aktion startete im März 2015, dauert etwa eine halbe Stunde (Softwareupdate) bis zu sieben Stunden (bei Bauteiltausch) und ist für die Kunden kostenlos. Betroffene Fzg. in Deutschland: 13.000 (auch andere Modelle).
5/2015: In Feldtests hatte Toyota verschiedene Untersuchungen an den vom Zulieferer Takata produzierten Airbags durchgeführt. Dabei wurden auch Airbag-Gasgeneratoren gefunden, bei denen im Produktionsprozess in die Treibladung des Fahrerairbags Feuchtigkeit eingetreten war und dann die Funktion im Auslösefall (Unfall) zu heftig sein kann. Im Falle eines Unfalles, kann die bestimmungsgemäße Entfaltung daher mit ungewöhnlich großer Wucht stattfinden. Das könnte zu einer erhöhten Verletzungsgefahr der Frontinsassen führen. Mit diesem Rückruf erweitert Toyota für den ersten Rückruf aus 2013 den Bauzeitraum der betroffenen Fahrzeuge. Die Händler tauschen die betroffenen Airbagmodule aus. Start der Aktion war im Juli 2015. Die Aktion dauert etwa vier Stunden und ist für die Kunden kostenlos. Betroffene Fzg. in Deutschland: 152.940 (auch andere Modelle).
10/2015: In den Fensterhebermodulen kann es wegen Fertigungsfehlern (innere Schmierung unzureichend und dadurch Metallabrieb, der zu Kurzschlüssen führt) zur Überhitzung und in Folge zu einem Brandschaden kommen. Die Händler ersetzen die Fensterhebermodule gegen eine verbesserte Version. Die Aktion startete im Oktober 2015, dauert etwa eine Stunde und ist für die Kunden kostenlos. Betroffene Fzg. in Deutschland: 100.000 (auch andere Modelle).
7/2016: Im Tank befindlichen Aktivkohlefilter kann es am Behälter zur Rissbildung kommen. Dann können laut Hersteller geringe Kraftstoffmengen und Kraftstoffdämpfe austreten. Die Händler tauschen den Behälter des Aktivkohlefilters aus. Die Aktion startet im Juni 2016, dauert etwa drei Stunden und ist für die Kunden kostenlos. Betroffene Fzg. in Deutschland: 3.600 (auch andere Modelle).
12/2016: Der Gasgenerator des Fahrerairbags kann bei Auslösung reißen, wodurch Verletzungsgefahr entsteht (keine Takata-Airbags in diesem Fall). Als Abhilfe wird der Gasgenerator getauscht. Die Aktion ist für den Kunden kostenlos. Dauer in der Werkstatt: 1 Stunde. Betroffene Fzg. in Deutschland: 1.600.
3/2017: Durch Chemische Zersetzung des Treibmittels im Fahrerairbag-Gasgenerator kann es bei Airbagauslösung zum Bersten des Gasgenerators kommen. Der Hersteller ruft daher die betroffenen Fahrzeuge zurück, stellt aber auch auf Rückfrage keine weiteren Informationen zur Verfügung. In der KBA-Datenbank trägt dieser Rückruf die Nummer 6862. Die Aktion ist für den Kunden kostenlos. Dauer in der Werkstatt: Keine Angabe.
6/2018: Der Hersteller ruft daher das Produkt zurück, stellt jedoch auch auf Nachfrage keine weiteren Informationen bereit. Die Aktion ist für den Kunden kostenlos. Dauer in der Werkstatt: Keine Angabe.
11/2018: Es besteht die Möglichkeit, dass Airbags durch einen Fehler im Airbag-Steuergerät deaktiviert oder während der Fahrt ausgelöst werden. Dauer in der Werkstatt: Keine Angabe. Betroffene Fzg. in Deutschland: 170.000 (auch andere Modelle).