Ganzjahresreifentest 2026
GT Radial ClimateActive
Fazit Fahrsicherheit: Bei der Fahrsicherheit verpasst der GT Radial ClimateActive aufgrund seiner Eigenschaften auf trockener und winterlicher Fahrbahn eine gute Bewertung. Auf nasser Fahrbahn verbucht er eine noch gute Note für sich. Bei der Umweltbilanz sowie auch gesamtheitlich verpasst der Reifen aber eine gute Bewertung. Der GT Radial zeigt bei sommerlichen Temperaturen leichte Schwächen auf trockener Fahrbahn. Die Rückmeldung am Lenkrad sowie das Ansprechen bei geringen Lenkwinkeln werden, wenn auch recht knapp, mit befriedigend bewertet. Der Reifen zeigt sich etwas unpräzise bei Lenkbefehlen, weshalb der Fahrer, vor allem bei langgezogenen Kurven, gelegentlich korrigierend eingreifen muss. Sein Verhalten bei kritischen Fahrmanövern, also einem beispielsweise plötzlichen Ausweichen, wird ebenfalls als befriedigend eingestuft. Der Testwagen neigt leicht zum Übersteuern und das Stabilisieren und Zurücklenken in die ursprüngliche Gasse dürfte etwas schneller und präziser vonstattengehen. Die Bremsleistung aus Tempo 100 wird, bezogen auf das Testfeld, knapp nicht mehr als gut bewertet. Auf nasser Fahrbahn sichert sich der GT Radial ClimateActive gerade noch ein gutes Ergebnis. Dies liegt vor allem an seinen Aquaplaningeigenschaften. Bei den Bremsversuchen und im Handling kommt er aber nicht über eine befriedigende Bewertung hinaus. Für eine bessere Bewertung müsst der Reifen, die an ihm wirkenden Längs- und Querkräfte etwas besser miteinander verbinden, was dazu führen würde, dass sich der Testwagen präziser und zügiger über den Parcours manövrieren lassen würde. Auf winterlicher Fahrbahn kommt der ClimateActive klar nicht über ein befriedigendes Resultat hinaus. Bei der Schneetraktion wird seine Leistung als befriedigend eingestuft, wenn auch knapp. Beim Bremsen auf Schnee und Eis sichert er sich (noch) gute Noten. Im Schneehandling liefert er aber eine nur ausreichende Leistung ab. Dem Reifen gelingt es nicht, Längs- und Querkräfte auf einem ordentlichen Niveau zu kombinieren. Zudem neigt der Testwagen früh zum Unter- bzw. Übersteuern. In der Summe lässt sich das Auto nicht präzise über den Parcours manövrieren und der Reifen bietet nur wenige Reserven im Grenzbereich.

ADAC Testurteil
| Testergebnis gesamt | 3,2 |
| Fahrsicherheit · 70 % Gewichtung | 3,2 |
| Trockene Fahrbahn 35% | 2,7 |
| Nasse Fahrbahn 45% | 2,4 |
| Winterliche Fahrbahn 20% | 3,2 1 |
| Umweltbilanz · 30 % Gewichtung | 3,1 |
| Laufleistung 40% | 3,1 1 |
| Reifenabrieb 20% | 2,3 |
| Effizienz 20% | 2,8 |
| Geräusch 10% | 3,2 |
| Nachhaltigkeit 10% | 3,7 |
sehr gut
0,6 - 1,5
gut
1,6 - 2,5
befriedigend
2,6 - 3,5
ausreichend
3,6 - 4,5
mangelhaft
4,6 - 5,5
Allgemeine Daten
| Preis in Euro | 63 |
| Last- und Geschwindigkeitsindex | 92 V |
| Reifenlabel (Rollwiderstand/Nasshaftung/Außenfahrgeräusch) | C/B/B 69 dB |
| Produktionsland Testreifen | China |
| Gemittelte Messwerte aus den Tests (Die Klammerwerte zeigen die Werte des besten und des schlechtesten Testreifens bei den jeweiligen Messungen): | . |
| Bremsweg (100 - 0 km/h) trocken in m (39,5-45,0) | 42,4 |
| Bremsweg (80 - 0 km/h) nasser Asphalt in m (32,4-38,3) | 35,4 |
| Bremsweg (80 - 0 km/h) nasser Beton in m (38,7-44,5) | 40,9 |
| Aquaplaning längs in km/h (91,9-74,7) | 87,3 |
| Aquaplaning kreis: Querbeschleunigung in m/s² (3,9-2,4) | 3,8 |
| Bremsen Schnee (30-0 km/h) in m (11,3-13,1) | 11,9 |
| Traktion Schnee in dN (215,9-258,4) | 238,8 |
| Bremsen Eis (20-0 km/h) in m (20,3-23,0) | 20,9 |
| Prognostizierte Laufleistung in km (46.000-32.400) | 35.300 |
| Reifenabrieb in mg/km/t (48-75) | 75 |
| Testreifengewicht in kg (6,6-8,1) | 8,1 |
| Kraftstoffverbrauch (bei 100km/h) in l/100km (5,4-5,7) | 5,6 |
| Vorbeifahrgeräusch in dB(A) nach ISO (69,8-74,5) | 71,9 |
Stärken
Insgesamt noch sichere Fahreigenschaften auf nasser Fahrbahn
geringer Abrieb
niedriger Kraftstoffverbrauch
Schwächen
leichte Schwächen auf trockener Fahrbahn
Schwächen auf winterlicher Fahrbahn
befriedigende prognostizierte Laufleistung
schwerster Reifen im Test