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ADAC-Reiseapotheke – Eine für alle

Wenn jemand eine Reise tut …  

Dazu, dass Sie nach Ihrer Reise nicht von Unannehmlichkeiten erzählen müssen, trägt auch eine gute Reiseapotheke bei.

Prinzipiell muss eine gute Reiseapotheke auf die geplante Reise und den/die Reisenden selbst abgestimmt sein: Für den Wanderurlaub mit Kindern in Südtirol wird sie anders aussehen als für den Strandurlaub in der Türkei. Wie viel Sie wovon mitnehmen sollten, hängt auch von den geplanten Aktivitäten ab. Auf eine Fahrrad- oder Trekkingtour muss mehr Material zur Wundversorgung mit, als zum reinen Entspannungsurlaub in der Clubanlage. Von welchen Beschwerden Sie ganz individuell häufiger befallen werden und wie Sie sie erfolgreich behandeln, wissen Sie natürlich selbst am besten.

Meist bleibt beim Packen für die Reiseapotheke wenig Platz. Daher beschreibt die folgende ADAC-Empfehlung lediglich eine gute Grundausstattung, die bei Bedarf ergänzt werden kann (z.B. sollten in manche Länder sogar sterile Einmalspritzen und Injektionsnadeln mitgenommen werden).


  • Grundausstattung

    Verletzungen 
    Einmalhandschuhe, Heftpflaster, Kompressen, elastische Binden, Wundpflaster, Wunddesinfektionsspray (ohne Jod), „Sportsalbe“, Pinzette und Schere aus Metall (bei Flugreisen nicht ins Handgepäck!), kleine Taschenlampe mit Ersatzbatterien.

    Schmerzen 
    Ibuprofen, Paracetamol

    Insektenstiche, Zeckenstiche 
    Moskitonetze, Insektenschutzmittel für die Haut (DEET oder Icaridin als Wirkstoff), Salbe gegen Juckreiz (z.B. Antihistaminikum, Dimentinden)

    Infektionen 
    Fieberthermometer (digital), Ersatzbatterien, Paracetamol (s.o.).
    Antibiotika nur auf ärztliche Empfehlung.

    Reisekrankheit 
    Dimenhydrinat (auch als Kaugummi), Domperidon, Akupressurbändchen.

    Durchfall 
    Loperamid, Saccharomyces-Präparate o.ä.
    ORS-Elektrolytpulver

    Erkältungskrankheiten, Schnupfen
    Abschwellende Nasentropfen (Oxy- oder Xylometazolin), Mittel gegen Husten

    Erbrechen 
    z.B. Metoclopramid (nicht für Kinder unter zwei Jahren)

    Verstopfung 
    Lactulose-, Bisacodylpräparate o.ä.

    (Bei den genannten Medikamenten handelt es sich um Vorschläge; es sind die Substanznamen angegeben, nicht die Markennamen.)


  • Noch einige Tipps
    • Bewahren Sie Ihre Medikamente wasserdicht und möglichst temperaturgeschützt auf. Es empfiehlt sich, sie bei Flügen auf Check-in- und Handgepäck zu verteilen. Bei Verlusten stehen Sie dann nicht völlig ohne Medikamente da.
    • Führen Sie von Medikamenten, die Sie regelmäßig einnehmen müssen, einen reichlich bemessenen Vorrat mit (mindestens 50% mehr, als sie normalerweise benötigen würden). So haben Sie bei Verlust eine Reserve, falls Ihre Präparate im Reiseland nicht erhältlich sind.
    • Nehmen Sie von allen Medikamenten den Beipackzettel („Waschzettel“) mit. Auch wenn er in deutscher Sprache abgefasst ist, kann er im Ernstfall von großem Nutzen sein.
    • Kontrollieren Sie die Verfallsdaten Ihrer Medikamente und ersetzen Sie sie nötigenfalls.
    • Der ADAC rät besonders bei Reisen in Gebiete mit bekannt schlechter medizinischer Versorgung, sich etwa sechs Wochen zuvor bei einem reise- oder tropenmedizinisch erfahrenen Arzt vorzustellen. (Ärzte in Ihrer Nähe unter der umseitig genannten Telefonnummer). Er passt Ihre Reiseapotheke an, informiert Sie über vorgeschriebene und empfohlene Impfungen und gibt wichtige Verhaltensratschläge.
    • Auch für weitere Auskünfte (z.B. besondere Empfehlungen für Kinder, Bergsportler und Taucher) steht Ihnen der Reisemedizinische Informationsdienst jederzeit zur Verfügung.   

    Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne unter 089 – 76 76 77 zur Verfügung.   

    Der Reisemedizinische Informationsdienst wünscht Ihnen eine gute Reise. Kommen Sie gesund wieder!


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