Übersicht Österreich

Mit dem Auto unterwegs in Österreich

Führerschein und Kraftfahrzeug

Führerschein

Der deutsche Führerschein ist ausreichend.

Fahrzeugpapiere

Die Zulassungsbescheinigung Teil I (bzw. Fahrzeugschein) ist mitzuführen.

Als Nachweis für eine gültige Kfz-Haftpflichtversicherung reicht das deutsche Autokennzeichen. Dennoch wird die Mitnahme der IVK – Internationale Versicherungskarte (ehem. Grüne Karte) empfohlen, da Mithilfe der IVK die Schadensabwicklung erleichtert wird.

Weitere Bestimmungen

Das Nationalitätskennzeichen muss am Fahrzeug angebracht oder im Euro-Kennzeichen enthalten sein.

Wichtige Verkehrsbestimmungen

Promillegrenze

Sie beträgt 0,5.

Für Probeführerschein-Besitzer gilt 0,1 Promille.

Vorfahrtsregelungen

Vorfahrtsberechtigte verlieren durch Anhalten die Vorfahrt.

Bei fehlender Ausweichmöglichkeit auf Bergstraßen muss dasjenige Fahrzeug zurücksetzen, dem dies wegen der örtlichen Verhältnisse leichter möglich ist.

Überholen

Überholverbot innerhalb 80 m vor/nach Bahnübergängen.

Schulbusse und Busse

An Schulbussen darf nicht vorbeigefahren werden, wenn die Warnblinkanlage und die gelb-roten Warnleuchten eingeschaltet sind.

Halten und Parken

Halte- und Parkverbot bei einer gelben durchgehenden Linie am Fahrbahnrand oder auf dem Randstein; Parkverbot bei einer unterbrochenen gelben Linie. Legale Parkplätze bei einer weißen Markierung.

Kurzparkzonen sind mit den Schildern "Kurzparkzone Anfang" und "Kurzparkzone Ende" markiert; blaue Bodenmarkierungen können zusätzliche Orientierungshilfen sein. Bei flächendeckenden Kurzparkzonen wie z.B. in Wien, finden sich die entsprechenden Verkehrsschilder nur bei den Zu- und Ausfahrten des jeweiligen Gebietes. Innerhalb dieser Bereiche gibt es keine weiteren Verkehrszeichen, die auf die flächendeckende Kurzparkzone hinweisen. In Kurzparkzonen kann es weitere Verbote wie z.B. Halteverbote geben.

Das Parken in einer Kurzparkzone ist meist nur mit einem Parkschein möglich. Diese Parkscheine sind u.a. beim ÖAMTC, in Trafiken (Tabakläden), bei Vorverkaufsstellen, Fahrscheinautomaten (U-Bahn-Stationen), in Bahnhöfen sowie einigen Banken, Sparkassen und Tankstellen erhältlich und müssen vollständig ausgefüllt und gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe platziert sein. Parkscheine können auch per Handy gelöst werden.

Weitergehende Informationen unter

* Durch Anklicken des Links werden Sie auf eine externe Internetseite weitergeleitet, für deren Inhalt der jeweilige Seitenbetreiber verantwortlich ist.

Parkerleichterungen für Schwerbehinderte

Der blaue EU-Schwerbehindertenparkausweis wird derzeit in den Ländern der Conférence Européenne des Ministres des Transports (CEMT) und assoziierten Staaten anerkannt. Alle Länder der EU sind zugleich CEMT-Länder. Der orange Schwerbehindertenparkausweis gilt nicht im Ausland. Die Parkerleichterungen für Menschen mit Behinderung sind in den einzelnen Ländern unterschiedlich geregelt. Vor einem Auslandsaufenthalt muss daher immer überprüft werden, welche Bestimmungen in dem jeweiligen Zielland gelten.

Eine weltweite Übersicht kann im Internet unter folgender Adresse abgerufen werden:

* Durch Anklicken des Links werden Sie auf eine externe Internetseite weitergeleitet, für deren Inhalt der jeweilige Seitenbetreiber verantwortlich ist.

Kindersitze

Kinder bis 14 Jahre und kleiner als 1,35 Meter benötigen eine dem Gewicht und der Größe des Kindes entsprechenden Kindersitz. Wird das Kind auf dem Beifahrersitz in einem rückwärtsgerichteten Kindersitz befördert, muss der Airbag deaktiviert werden.

Warnwestenpflicht

Fahrer von mehrspurigen Kfz müssen eine Warnweste mitführen und tragen, wenn sie ihr Fahrzeug aufgrund einer Panne oder eines Unfalls verlassen. Dies gilt außerorts und auf Autobahnen, auch bei schlechter Sicht, Dämmerung oder Dunkelheit.

Weitere Mitführpflichten

Die Mitnahme eines Ersatzglühlampensets wird empfohlen. Ausgenommen sind Fahrzeuge, die mit Xenon-, LED- oder Neon-Scheinwerfern ausgerüstet sind.

Kennzeichnung von überstehender Ladung

Sofern die Ladung bis zu 1 m hinausragt, ist ein rotes Tuch als Kennzeichnung ausreichend. Bei einem Hinausragen um mehr als 1 m über den vordersten oder hintersten Punkt des Kfz (bei Kfz mit Anhängern: des letzten Anhängers) ist die Kennzeichnung des äußersten Punktes durch eine 25 cm x 40 cm große, weiße Tafel mit einem roten, 5 cm breiten Rand vorzunehmen. Der rote Rand muss rückstrahlend sein.

Die hinten an der Beladung angebrachte Tafel muss annähernd lotrecht und senkrecht zur Längsmittelebene des Fahrzeugs eingestellt sein und darf nicht mehr als 90 cm über der Fahrbahn liegen.

Eine Anbringung dieser Tafel ist nicht erforderlich, wenn reflektierende Warnmarkierungen angebracht sind.

Bei Dämmerung, Dunkelheit, Nebel oder schlechten Witterungsverhältnissen müssen je eine Leuchte und ein Rückstrahler an den äußersten Punkten der Ladung angebracht sein. Eine nach vorne angebrachte Leuchte muss weißes, die nach hinten angebrachte Leuchte rotes Licht ausstrahlen.

Das hintere Ende der Ladung ist, wenn sie das Fahrzeug mehr als 1 m überragt, bei Dunkelheit mit einer weißen Tafel mit rotem Rand aus rückstrahlendem Material zu versehen.

Winterausrüstung

Fahrzeuge bis 3,5 t zGG

Es gibt keine generelle Winterreifen-Ausrüstungspflicht in den Wintermonaten. Kfz bis 3,5 t müssen aber bei winterlichen Straßenverhältnissen, also bei Schnee, Matsch, auf schneebedeckten oder vereisten Fahrbahnen mit Winterreifen (Kennzeichnung „M+S“, „M&S“, Alpine-Symbol oder Schneeflockenzeichen) oder Schneeketten ausgerüstet sein. Diese Verpflichtung gilt vom 1. November bis 15. April des Folgejahres.

Bei Durchfahrverboten mit dem Zusatz "Ausgenommen Fahrzeuge mit Winterausrüstung" darf nur weitergefahren werden, wenn entweder Schneeketten oder Winterreifen aufgezogen sind.

Die Winterreifen müssen im Bedarfsfall an allen Rädern angebracht sein; anstelle von Winterreifen können auch Schneeketten an den Antriebsrädern verwendet werden, wenn die Straße (fast) durchgängig mit Schnee oder Eis bedeckt ist. Reifen, die für die Verwendung als Schnee-, Matsch- und Eisreifen bestimmt sind, müssen mindestens eine Profiltiefe von 5 mm bei Diagonalbauart oder mindestens 4 mm bei Reifen bei Radialbauart aufweisen. Sogenannte „Ganzjahresreifen“ oder „Allwetterreifen“ kommen als Winterreifen in Betracht, sofern sie eine „M + S“ Kennzeichnung aufweisen. Anhänger fallen nicht unter diese Winterreifenpflicht.

Fahrzeuge über 3,5 t zGG

Lkw über 3,5 t zGG müssen im Zeitraum vom 1. November bis 15. April des Folgejahres zumindest an den Rädern einer Antriebsachse mit Winterreifen ausgerüstet sein.

Zur Vermeidung von Problemen empfiehlt es sich, Wohnmobile über 3,5 t, die als "Sonderfahrzeug Wohnmobil" zugelassen sind, ebenfalls mit M+S Reifen auszurüsten.

Schneeketten

Schneekettenpflicht besteht grundsätzlich dort, wo man auf ein rundes Schild mit blauem Grund und Schneeketten-Symbol trifft.

Schneeketten müssen auf alle Räder der angetriebenen Achsen montiert werden. Bei Allradfahrzeugen müssen auf mindestens zwei Antriebsräder (gemäß Empfehlung des Fahrzeug-Herstellers) Ketten aufgezogen werden.

Lkw über 3,5 t zGG müssen im Zeitraum vom 1. November bis 15. April des Folgejahres geeignete Schneeketten für mindestens zwei Antriebsräder mitführen.

Besondere Regelungen für Motorräder und andere Krafträder

Einspurige Krafträder müssen einen kleinen Verbandskasten bzw. Verbandsbeutel mitführen. Das Mitführen einer Warnweste ist zu empfehlen.

Vom 15. April bis 31. Oktober dürfen laute Motorräder über 95 dB Standgeräusch auf bestimmten Strecken im Tiroler Außerfern nicht mehr fahren. Betroffen sind fünf Straßenzüge mit einer Gesamtlänge von 126 Kilometern. Bei Verstößen drohen Bußgelder in Höhe von 220 Euro. Weiterfahren ist nicht möglich.

* Durch Anklicken des Links werden Sie auf eine externe Internetseite weitergeleitet, für deren Inhalt der jeweilige Seitenbetreiber verantwortlich ist.

Bußgelder - Besonderheiten

Geringfügige Verkehrszuwiderhandlungen können an Ort und Stelle mit einem sog. Organmandat (Verwarnungsgeld) geahndet werden. Schwerwiegendere Verstöße wie z. B. Alkoholdelikte werden angezeigt. Rechtskräftige Strafverfügungen (Bußgeldbescheide) können auch in Deutschland vollstreckt werden.

Richtiges Verhalten bei Unfall und Panne

Bei Personenschäden ist in jedem Fall die Polizei zu rufen.

Wenn die Polizei zu einem Verkehrsunfall mit Sachschaden gerufen wird, wo der Daten-Austausch unter den Beteiligten möglich gewesen wäre, muss eine "Blaulichtsteuer" (Unfallmeldegebühr, ca. 36.- Euro) bezahlt werden.

Bei einem Unfall mit Sachschäden ist die Verwendung des »Europäischen Unfallberichts« zu empfehlen (in den ADAC Geschäftsstellen mehrsprachig erhältlich).

Besondere Verkehrszeichen

Beschilderung Tempolimit 100 km/h mit dem Zusatz IG-L

Die Abkürzung IG-L steht für Immissionsschutzgesetz-Luft. Die Befreiung vom „Luft-100er“ gilt für E-Fahrzeuge auf bestimmten Abschnitten, derzeit insbesondere A12 und A1. Auch Fahrer von in Deutschland zugelassene E-Kfz dürfen die IG-L Tempolimits ignorieren und 130 km/h (statt 100 km/h) fahren, wenn aus dem Kfz-Kennzeichen (E-Kennzeichen) ihres Fahrzeuges hervorgeht, dass es sich um ein Fahrzeug mit reinem Elektro- oder Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb handelt (nicht jedoch Hybrid-Fahrzeuge).

Alle Angaben ohne Gewähr.
Drei Smileys nebeneinander

Ihre Meinung zählt!

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme an unserer kurzen Umfrage zu den Infos "Mit dem Auto unterwegs"

Teilnehmen