Sehenswürdigkeiten in München: Die besten Tipps

Blick auf die bayerische Landeshauptstadt München
Blick auf die bayerische Landeshauptstadt München © stock.adobe.com/engel.ac

Bayerische Lebensart, barocke Pracht und jede Menge Natur: München zählt zu den Top-Städtezielen. Tipps für eine Tour zu den schönsten Sehenswürdigkeiten, Museen und Parks der Metropole.

  • Der Viktualienmarkt – ein Foodie-Traum

  • Surfen in der City: das Eisbach-Phänomen

  • München mit Kindern

In München wird es nicht langweilig: Die bayerische Landeshauptstadt ist weltberühmt für das Oktoberfest und die Biergärten, für großartige Museen und vielfältige Shopping-Möglichkeiten. Reisende sind dabei nicht unbedingt auf öffentliche Verkehrsmittel oder Sightseeing-Busse angewiesen: Wer will, kann die Stadt wunderbar zu Fuß oder per Rad erkunden.

Mobil in München: Tipps, wie man in der Stadt am besten unterwegs ist.

Die Frauenkirche: Münchens stolzes Wahrzeichen

Unter allen München-Sehenswürdigkeiten ist sie das Wahrzeichen schlechthin: die gotische Domkirche "Zu Unserer Lieben Frau", wie die Frauenkirche offiziell heißt. Die 37 Meter hohe und 109 Meter lange Kathedrale des Erzbischofs von München im Herzen der Altstadt wurde im 15. Jahrhundert vom Münchner Baumeister Jörg von Halsbach errichtet.

Von weither sichtbar ragen die Zwillingstürme in den Himmel und prägen die Münchner Skyline wie kein anderes Gebäude. Ihre charakteristischen "Welschen Hauben" erhielt die Frauenkirche im Jahr 1525. Sie bilden die Dachform des Felsendoms in Jerusalem nach.

Noch heute gilt: Kein Gebäude in der Innenstadt darf die Frauenkirche überragen. Und der Südturm ist fast 100 Meter hoch. Von dort oben genießt man einen einzigartigen Rundblick über München. Attraktionen im Innern der Kirche sind die Reliquien des Heiligen Benno von Meißen, Münchens Schutzpatron, die Gedenkstätte der Wittelsbacher und die fast 500 Jahre alte Automatenuhr, in der sich mittags Figuren, Planeten und Tierkreiszeichen bewegen.

Olympiapark und Olympiaturm: Aussichtspunkte und Aktivitäten

Der Olympiapark wurde anlässlich der Olympischen Spiele 1972 angelegt © Shutterstock/phillus

Mit rund 850.000 Quadratmetern hat der Olympiapark eine wahrhaft olympische Größe. Das Gelände der Olympischen Spiele 1972 gehört zu den Attraktionen der Stadt. Olympiastadion, weltberühmt durch das spektakuläre Zeltdach, Olympiahalle und Olympiaturm zählen zu den wichtigsten Bauwerken Münchens.

Das beliebte Naherholungsgebiet mit den vielen Spazierwegen wird auch von Sportfans geschätzt. Joggen, Nordic Walking am Olympia-Eissportzentrum, Schwimmen im olympischen Becken in der Olympia-Halle, Rudern und Tretboot fahren auf dem Olympiasee, Radeln und Tennis – im Olympiapark wird es nie langweilig.

Tipp: Im südlichen Olympiapark (beim Tollwood-Gelände) befindet sich die kleine Ost-West-Friedenskirche. Der russische Eremit Väterchen Timofej erbaute sie in den 50er-Jahren illegal aus Kriegsschutt und Fundmaterialien. Das später genehmigte Ensemble mit Obstgarten, Kapelle und Museum ist einen Besuch wert.

Eisbachwelle: Surfen in der City

Die Eisbachwelle ist bei Surfern auf der ganzen Welt bekannt © Shutterstock/Pani Garmyder

Schon gewusst? München ist ein Surfer-Hotspot. Nur wenige Schritte vom Haus der Kunst am Südrand des Englischen Gartens tritt der Eisbach, eine Abzweigung der Isar, an die Oberfläche.

Eine Steinstufe an der Austrittsstelle erzeugt die einen halben Meter hoch stehende Welle. Beste Voraussetzungen zum Surfabenteuer mitten in der City! Längst hat sich eine Münchner Surfszene etabliert, und neben Locals reisen Wellenreiter aus aller Welt allein wegen des Eisbachs an. Gesurft wird das ganze Jahr, Neopren sei Dank.

Der Zuschauermagnet Eisbachwelle gilt weltweit als beste Flusswelle inmitten einer Großstadt. Ins Wasser wagen sollten sich aber nur geübte Riversurfer, denn der Eisbach ist nicht ungefährlich.

Schloss und Park Nymphenburg: Kinderstube des Märchenkönigs

Die sogenannte Schönheitengalerie von König Ludwig II. in Schloss Nymphenburg © Shutterstock/Oliver Bodmer

Auf in die Welt der Könige und Prinzessinnen: Schloss Nymphenburg war von 1715 bis 1918 Sommersitz der Kurfürsten und Könige von Bayern aus dem Hause Wittelsbach. In einem der vielen Schlafzimmer kam der Märchenkönig Ludwig II. von Bayern zur Welt. Sein Kinderzimmer, das man besichtigen kann, ist ganz in grüner Seide gehalten. Aber nicht nur deswegen ist Nymphenburg ein beliebtes Münchner Ausflugsziel. Was für eine Pracht: Cremegelb steht das weite Rund der Kavaliershäuser vor der prunkvollen Schlossfront, davor erstreckt sich der Nymphenburger Kanal.

Die 180 Hektar große Parkanlage gilt als ein Meisterwerk der Gartenkunst. Echte Schmuckstücke sind der Kronprinzengarten und die Kabinettsgärten mit ihren Skulpturen. Ein weiteres Highlight: die großen Brunnenanlagen mit Wasserfontänen. Dazu gibt es ganz viel Idylle mit Natur, Eichhörnchen und Rehen, verwunschenen Bächen, Kanälen und Seen.

Viktualienmarkt: Der Bauch von München

Der Viktualienmarkt ist nicht nur bei Gourmets beliebt © Shutterstock/FooTToo

Schlemmerparadies und Foodie-Traum: Von allen München-Sehenswürdigkeiten ist der Viktualienmarkt in der Altstadt die nahrhafteste! An rund 100 Ständen dreht sich alles um Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Brot, Gewürze und Feinkost. Und köstliche kulinarische Mitbringsel gibt’s obendrein.

Mit einer frisch gebackenen Breze zu Weißwürsten im zentralsten Biergarten Münchens zu sitzen und das bunte Marktreiben um sich herum zu beobachten, das lässt wohl jedes Schmankerlherz höher schlagen. Ob am Gourmet-Imbiss oder im urig-bayerischen Wirtshaus – am Viktualienmarkt ist noch jeder satt und glücklich geworden. Seit 1807 findet der Markt täglich außer sonn- und feiertags statt.

Marienplatz mit Glockenspiel und Alter Peter: Geschichte zum Staunen

Historie trifft auf Fortschritt: Das Münchner Glockenspiel wird mit Solarstrom betrieben © iStock.com/diegograndi

Wer noch nie auf dem Marienplatz stand, war nicht wirklich in München. Das Herz der Stadt erstreckt sich rund um diesen prächtigen Platz zwischen Isartor und Karlstor. Hier feiert der FC Bayern regelmäßig die deutsche Meisterschaft, staunen Menschen aus aller Welt über das Glockenspiel am Neuen Rathaus. Das Spektakel mit seinen mit 43 Glocken findet täglich um 11 und 12 Uhr statt. Die Figuren verkörpern Ereignisse aus der Münchner Stadtgeschichte.

Das Neue Rathaus, ein echter Blickfang im neugotischen Stil, ist auch der Sitz des Münchner Oberbürgermeisters. Das kleinere Alte Rathaus dient nur noch als Repräsentationsgebäude. Im Turm nebenan befindet sich das kuschelig-kleine Münchner Spielzeugmuseum mit historischen Modelleisenbahnen, Plüschtieren und Blechspielzeug. Die Mariensäule in der Platzmitte ist der Muttergottes als Patronin Bayerns gewidmet.

Die St. Peter Kirche, liebevoll "Alter Peter" genannt, ist die älteste Kirche der Stadt. Über 306 Stufen gelangt man auf die 56 Meter hohe Plattform mit fantastischen Aussichten auf den Marienplatz, den Viktualienmarkt und die Frauenkirche.

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Englischer Garten: Der Münchner Central Park

Im Biergarten am Chinesischen Turm trifft man Urmünchner genauso wie Reisende aus aller Welt © Shutterstock/Pani Garmyder

Mit 375 Hektar ist der Englische Garten einer der größten Parks der Welt. Spazierengehen und die Natur genießen, Sonnenbaden, 78 Kilometer Radlstrecke strampeln – ein Freizeittraum mitten in der Stadt. Tipp: Der Panoramablick vom Monopteros, einem runden Tempelbau von 1836, auf Altstadt und Park ist umwerfend.

Der Chinesische Turm, eine besondere Münchner Sehenswürdigkeit, geht sogar auf einen Entwurf von 1789 zurück. Allerliebst: das Kinderkarussell im Biedermeier-Stil gleich neben dem 25 Meter hohen Pagodenbau. Lust auf ein frischgezapftes Helles? Der Biergarten am Chinesischen Turm* ist mit 7000 Plätzen der zweitgrößte Münchens unter schattenspendenden Kastanien.

Mitte Juli findet der traditionelle Kocherball am Chinesischen Turm statt. Früher trafen sich hier die Bediensteten im Morgengrauen zum Tanz. Heute tanzen Münchner ab sechs Uhr morgens in Tracht zur Volksmusik.

Odeonsplatz und Residenz: Münchens prunkvolle Geschichte

Die Residenz war jahrhundertelang Sitz der Wittelsbacher © iStock.com/Noppasin Wongchum

München ist die nördlichste Stadt Italiens? Stimmt. Zumindest, wenn man auf dem Odeonsplatz über die prachtvolle Kulisse staunt. An Italien erinnert der römisch-klassizistische Stil der Gebäude links und rechts der Ludwigstraße, wie das Bazargebäude oder das Palais Leuchtenberg. Von der Liebe zum Süden erzählt auch die hellgelbe Theatinerkirche im Stil des italienischen Spätbarock.

Der Odeonsplatz in der Altstadt grenzt an viele München-Sehenswürdigkeiten, allen voran Deutschlands größtes Innenstadtschloss: die Residenz. Von 1508 bis 1918 war sie Wohn- und Regierungssitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige. Mit dem pompösen Herkulessaal, der Schatzkammer und vielen historischen Räumen ist die Residenz eine Top-Attraktion.

Nicht verpassen: Das Antiquarium ist mit knapp 69 Metern Länge einer der prächtigsten Renaissance-Säle nördlich der Alpen. Direkt hinter der Residenz bietet sich der Hofgarten zum Entspannen und Boule-Spielen an. Wer gerne des geschäftige Treiben der Münchner beobachtet, findet Gelegenheit im traditionsreichen Restaurant Tambosi* am Hofgarten bei einem kühlen Drink.

Hofbräuhaus: Im berühmtesten Wirtshaus der Welt

Bierpalast: Das Hofbräuhaus mit dem markanten Erker in der Münchner Altstadt © iStock.com/Arpad Benedek

Bayerische Wirtshauskultur in bester, zünftiger Tradition: Seit 1828 wird im weltberühmten Hofbräuhaus im Herzen Münchens ausgeschenkt. Obwohl ein Touristenmagnet sondergleichen, haben Stammgäste immer noch ihre Bierkrug-Schließfächer. Allein 120 Stammtisch-Gruppen treffen sich im Hofbräuhaus.

Zum süffigen Hellen aus der Mass kommen bayerische Leckereien auf die rustikalen Holztische. Dank eigener Metzgerei, Bäckerei und Konditorei ist vieles hausgemacht. Eine Kapelle sorgt dazu für typisch bayerische Gemütlichkeit.

Übrigens: Das berühmte Lied "In München steht ein Hofbräuhaus" wurde 1935 ausgerechnet von einem Preußen komponiert, dem Berliner Wilhelm Gabriel.

Kunstareal, Pinakothek und Königsplatz

Die Pinakothek der Moderne lockt sonntags mit ermäßigtem Eintritt © Shutterstock/Salvador Maniquiz

Das Ensemble aus Königsplatz, dem Kunstareal mit den Pinakotheken und dem Siegestor in der Maxvorstadt gehört zu den baulichen Highlights in München. Nicht von ungefähr gilt der Königsplatz mit den dorischen Propyläen, der korinthischen Antikensammlung und der ionischen Glyptothek als "Isar-Athen".

18 Museen mit 5000 Jahren Kunst- und Kulturgeschichte, 20 Galerien und sechs Hochschulen gruppieren sich im Kunstareal. Darunter die weltberühmten Bayerischen Staatsgemäldesammlungen mit der Alten Pinakothek, der Neuen Pinakothek und der Pinakothek der Moderne.

Tipp: Das Lenbachhaus mit der größten Sammlung zum "Blauen Reiter", einer der wichtigsten Künstlergruppen des 20. Jahrhunderts, bezaubert auch mit einem wunderschönen kleinen Garten.

BMW-Welt: Eine München-Sehenswürdigkeit für Autofans

Die BMW Welt mit ihrer futuristischen Architektur ist ein beliebtes Fotomotiv © Shutterstock/Michael Thaler

Wie könnte die Mobilität der Zukunft aussehen? In der BMW-Welt gibt es Antworten. Interessierte erfahren zudem alles rund um Autos und Motorräder von BMW. Und nicht nur das: Eine eigene Ausstellung ist den Rolls-Royce Motor Cars gewidmet. Wer will, nimmt an einer der Führungen durch die auch architektonisch spannende BMW-Welt teil.

Ein Traum für Autofans ist auch das futuristisch gestaltete BMW-Museum. Dort kann man in die Geschichte der Bayerischen Motorenwerke eintauchen und mehr als 100 Automobil- und Motorrad-Klassiker bestaunen. Zugleich erhält man einen Eindruck von der unterschiedlichen Marken der BMW Group.

München mit Kindern

Bei gutem Wetter: Hirschgarten

Während die Eltern im Biergarten entspannen, sind die Kinder dank des Wildgeheges im Hirschgarten unterhalten © SZ Photo/Catherina Hess

Füttern erlaubt: Mitten in der Stadt befindet sich die 40 Hektar große Parkanlage des Hirschgartens. Rehe und Hirsche freuen sich über Leckerbissen.

Spiel- und Bolzplätze bieten den Kleinen viel Platz zum Toben. Ältere Kids können im Skatepark neue Tricks üben. Der Hirschgarten ist eine gute Alternative zum in der Ferienzeit meist gut besuchten Münchner Tierpark oder dem Wildpark Poing im Münchner Umland.

Bei Regen: Museum Mensch und Natur

Immer wieder sonntags wackelt die Erde: Im Museum Mensch und Natur erleben Besucherinnen und Besucher, wie sich Erdbeben anfühlen. Schautafeln und Dioramen begleiten einen auf der Reise durch die Erdgeschichte, Quizspiele vermitteln Wissen per Knopfdruck. Nicht verpassen: die Ausstellung zum Problembär Bruno, der 2006 als erster freilebender Bär seit über 170 Jahren wieder in Deutschland unterwegs war.

Besondere Orte: Geheimtipps für München

Schöner schwimmen

Wellness-Kathedrale: Das Müllersche Volksbad im Münchner Stadtteil Au-Haidhausen © mauritius images/Westend61

Die Jugendstil-Perle Müllersches Volksbad von 1901 ist das älteste öffentliche Hallenbad der Stadt und nahezu originalgetreu erhalten. Besucherinnen und Besucher erwarten mehrere Becken, ein römisch-irisches Schwitzbad, ein Dampfbad mit Kaskadenbrunnen und eine finnische Sauna. Das direkt an der Isar gelegene Bad geht auf eine Spende des Ingenieurs Karl Müller an die Stadt München zurück.

Traumgarten neben der Isar

Einer der idyllischsten Orte in München ist der Rosengarten an der Sachsenstraße, ein wunderschöner Park neben der Isar. Kurios: Der Giftpflanzengarten, durch den sich ein kleiner Bach schlängelt.

FC Bayern beim Training

Seine Heimspiele trägt der FC Bayern in der Allianzarena aus. Falls gerade kein Match stattfindet: Am Trainingsgelände an der Säbener Straße kann man den Stars kostenlos beim Training zugucken.

Text: Hans Schloemer

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