Sehenswürdigkeiten in Leipzig: Die besten Tipps

Leipzig ist seit Jahrhunderten ein Magnet für Handel, Kunst, Kultur und herausragende Persönlichkeiten
Leipzig ist seit Jahrhunderten ein Magnet für Handel, Kunst, Kultur und herausragende Persönlichkeiten© PR/LTM GmbH/Michael Bader

Architektur, Kunst, Lebenslust und ganz viel Natur: Ein Städtetrip nach Leipzig lohnt zu jeder Jahreszeit. Auf Entdeckungstour zu den besten Leipzig-Sehenswürdigkeiten.

  • Majestätische Bauwerke mit Panorama-Garantie

  • Hochkultur und lebendige Künstlerszene

  • Leipzigs grüne Oasen

Eine lockere, aufgeschlossene Lebenskultur prägt die Leipziger, die ihre Stadt in den vergangenen Jahren in eine der aufregendsten Städte Deutschlands verwandelt haben. Leipzig ist gleichermaßen kompakt wie weltoffen und bietet Kultur, Kommerz und Natur jede Menge Raum.

Karte: Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick

Völkerschlachtdenkmal: Phänomenaler Panoramablick

Mit dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal gedenkt die Stadt der über 120.000 Toten im Oktober 1813 © Copyright 2016 GagliardiPhotography/Shutterstock. No use without permission.

Zum Völkerschlachtdenkmal kommt man aus zwei Gründen: Entweder möchte man den Ort erleben, an dem sich die verbündeten Heere Russlands, Preußens, Österreichs und Schwedens mit Napoleon und seinen Alliierten auf dem Schlachtfeld begegneten. Oder man will den herrlichen Panoramablick über Leipzig und Umgebung genießen.

Das Völkerschlachtdenkmal mit seiner rittergeschmückten Krypta, den fast zehn Meter hohen Kolossalfiguren und der 68 Meter hohen Reiterkuppel ist Leipzigs bekanntestes Wahrzeichen. 365 beziehungsweise 500 Stufen – je nachdem, von wo man zählt – führen zur Aussichtsplattform. Im Anschluss empfiehlt sich ein Spaziergang durch die wunderschöne angrenzende Grünfläche.

Tipp: Abends wird das Denkmal sehr schön beleuchtet – ein beliebtes Fotomotiv für einen Schnappschuss auf Instagram.

Panometer: 360 Grad Kunst

Runde Sache: Kunst im Leipziger Panometer auf einer Fläche von 3500 Quadratmetern © PR/Panometer/Asisi

Das Panometer beweist eindrucksvoll, wie Industriedenkmäler erfolgreich und nachhaltig in der Gegenwart genutzt werden können. Seit Mai 2003 werden in dem früheren, komplett umgestalteten Gasspeicher die einzigartigen 360-Grad-Panoramen des Berliner Künstlers Yadegar Asisi inszeniert. Dessen Rundbilder werden auf einer 32 Meter hohen und über 100 Meter breiten Fläche präsentiert und von Sound- und Lichtinszenierungen getragen.

Zuletzt durfte man sich vorkommen wie ein Insekt, das in einem Leipziger Hausgarten lebt. Regelmäßig erscheinen neue Installationen. Der Name ist übrigens eine Mischform aus Gasometer und Panorama.

Nikolaikirche: In Frieden zur Freiheit

In der Nikolaikirche finden regelmäßig kostenfreie Konzerte statt © Shutterstock/frantic00

Wer in Leipzig ist, muss in die Kirche: Ein guter Beginn ist Leipzigs älteste und größte Kirche, die nach dem heiligen Nikolaus benannt wurde und 2015 ihr 850-jähriges Jubiläum feierte. Neben der beeindruckenden Architektur, die romanische Bauformen aus der Entstehungszeit mit gotischen und barocken Elementen verbindet, ist insbesondere die Geschichte der Nikolaikirche faszinierend: Als zentraler Ausgangspunkt der friedlichen Revolution in der DDR mit dem anschließenden Mauerfall und der Wiedervereinigung Deutschlands nimmt die Nikolaikirche einen festen Platz in der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts ein.

Friedensgebete finden dort seit 1982 jeden Montag statt.

Thomaskirche: Zu den Klängen Bachs

Wirkstätte Bachs: Die Thomaskirche in der Leipziger Innenstadt © Shutterstock/frantic00

Sehenswert ist auch die zentral gelegene Thomaskirche, die neben der Nikolaikirche eine der beiden christlichen Wahrzeichen der Stadt ist. Weltberühmt ist sie vor allem als Wirkungsstätte von Johann Sebastian Bach, der als Kantor hier die längste Zeit seines Lebens verbrachte. In den Motetten der Thomaskirche können Gäste jeden Freitag und Samstag eine seiner Kantaten hören – stilecht untermalt von einer authentisch konstruierten Bach-Orgel.

Einen genauen Blick lohnt das Denkmal vor der Kirche, das Bach bei der Arbeit zeigt. Ein weiteres Highlight der Thomaskirche sind die regelmäßig stattfindenden Auftritte des auf der ganzen Welt gefragten Thomanerchors.

Gewandhaus: Hier spielt die Musik

Der Bau des neuen Gewandhauses 1977 war ein Politikum in der sehr auf den Wohnungsbau fixierten DDR © PR/LTM GmbH/Andreas Schmidt

Mit dem ursprünglichen Zweck eines Gewandhauses, das vor allem als Warenhaus der Tuchmacherzunft diente, hat das zentral am Augustusplatz gelegene Gewandhaus nichts zu tun. 1981 wurde es als einziger Konzerthausneubau der DDR eingeweiht und ist international berühmt für das hier beheimatete Gewandhausorchester*. Wer im Vorverkauf Karten ergattert, darf sich auf ein unvergessliches Erlebnis freuen.

Für alle anderen gibt es einen Trost: Im verglasten Foyer, das zum Platz ausgerichtet ist, befindet sich das größte Deckengemälde Europas: "Gesang vom Leben" von Sighard Gille.

Kunstkraftwerk: Raumgreifende digitale Kreativität

Fusion: Im Kunstkraftwerk verschmelzen industrielle Ästhetik und digitaler Zeitgeist © PR/LTM GmbH/Andreas Schmidt

Für Kunstinteressierte darf diese Leipzig-Sehenswürdigkeit nicht fehlen: Der ehemals industriell geprägte Westen Leipzigs beherbergt heute eine der innovativsten Künstlerszenen Deutschlands. In unmittelbarer Umgebung von weiteren kulturellen Hotspots wie der Spinnerei, dem Westwerk oder dem Tapetenwerk begeistert das Kunstkraftwerk seit 2015 mit digitaler Kunst auf höchstem Niveau.

Hier ist der richtige Ausgangspunkt, um sich auf eine magische Reise zwischen digitalen und interaktiven Installationen, immersiven Kunstshows, DJ und Live-Sets, Licht- und Klangerlebnissen zu begeben.

Augustusplatz mit Panorama-Tower

Blick auf den Leipziger Augustusplatz mit City-Hochhaus, Universität und Krochhochhaus

© PR/LTM GmbH/Andreas Schmidt

Der Augustusplatz im östlichen Stadtzentrum ist Dreh- und Angelpunkt Leipzigs. Da hier ein Großteil der Straßenbahnen zusammenkommt, eignet er sich perfekt als Ausgangspunkt für Trips in die benachbarten Stadtbezirke. Zuvor lohnt aber der Ausblick auf einige der Wahrzeichen Leipzigs, etwa das Opernhaus der Oper Leipzig, das Gewandhaus zu Leipzig sowie das Augusteum und Paulinum der Universität Leipzig.

Neben dem Hauptgebäude der Universität ragt mit dem City-Hochhaus das höchste Gebäude Leipzigs in die Höhe. Es ist auch als Uniriese, Panorama-Tower oder "steiler Zahn" bekannt. Von der Aussichtsplattform auf rund 120 Metern Höhe genießt man einen fantastischen Rundumblick.

Altes und Neues Rathaus: Hoch hinaus

Prachtbau: Das Neue Rathaus wurde 1905 fertiggestellt © Copyright 2017 Sergey Dzyuba/Shutterstock. No use without permission.

Wenn es in Leipzig an einem nicht mangelt, sind das wunderschöne Baudenkmäler. Zu den bedeutendsten gehört das Neue Rathaus, das nach den Plänen Hugo Lichts im Jahr 1905 fertiggestellt wurde. Im Stil des Historismus errichtet, zeichnet sich der monumentale Bau durch seine künstlerische Innengestaltung und seinen reichen Fassadenschmuck aus. Sein fast 115 Meter aufragender Rathausturm ist eines von Leipzigs Wahrzeichen und gilt als höchster in Deutschland. Im Rahmen einer Führung kann er bestiegen werden.

Die Ostseite des Markts hingegen wird vom Alten Rathaus dominiert. Es gilt als einer der bedeutendsten deutschen Profanbauten der Renaissance. Heute dient es als Stadtgeschichtliches Museum. Dabei ist das historische Gebäude selbst das wertvollste Museumsobjekt.

Tipp: Auf der Rückseite liegt der Naschmarkt, auf dem früher Obst verkauft wurde und der inzwischen während der Sommermonate als Freiluftgaststätte genutzt wird. Schlemmen kann man hier also immer noch.

Karl-Heine-Kanal: Leipzig vom Wasser aus

Wasserstraße: Der Karl-Heine-Kanal lädt Sportbegeisterte zum Paddeln ein © imago images/ddbd

Leipzig ist eine Wasserstadt. Vom Wasser aus, mit dem Kanu, einem Elektroboot oder Fahrgastschiff, lässt sich der Westen der Stadt besonders entspannt erkunden. Möglich wird das durch dieses Leipziger Kulturdenkmal: Der Karl-Heine-Kanal* verbindet – von insgesamt 15 Brücken überspannt – den Lindenauer Hafen mit der Weißen Elster.

Auf rund drei Kilometern Länge zieht er vorbei an moderner Architektur, alten Villen und renovierten Industriebauten. Teilweise kommt man sich fast vor wie in der Hamburger Speicherstadt. Rundum befinden sich zahlreiche schöne Restaurants.

Leipziger Neuseenland: Pack die Badehose ein

Ein Windsurfer auf dem Kulkwitzer See bei Leipzig © PR/LTM GmbH/Andreas Schmidt

Leipzig ist umgeben von einer wunderschönen Seenlandschaft. Idyllisch war es hier jedoch nicht immer, wurde die mitteldeutsche Landschaft doch jahrzehntelang als Braunkohlerevier genutzt. Seit dem Ende der DDR wurden die meisten Tagebaue eingestellt und behutsam für Natur und Mensch rekultiviert. Die meisten Abbauhohlformen, auch Restlöcher genannt, sind inzwischen mit Regenwasser, dem Grundwasserzustrom oder durch Abzweige von Flüssen wie der Saale oder der Elster geflutet.

Einer der bekanntesten und zugleich tiefsten Seen ist der südlich von Leipzig gelegene Markkleeberger See, der zum Baden und zu Radtouren einlädt. Der Cospudener See am südlichen Stadtrand Leipzigs, umgeben vom Auenwald der Metropole, ist besonders schön und wird auch "Badewanne der Leipziger" genannt.

Tipp: Vom 35 Meter hohen Turm am Südufer genießt man kostenlos einen grandiosen Ausblick.

Tourmail – alle wichtigen Infos kurz vor Reisebeginn

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Zoo Leipzig: Begeisternde Artenvielfalt

Welcome to the Jungle: Die Tropenerlebniswelt Gondwanaland im Leipziger Zoo © PR/LTM GmbH/Andreas Schmidt

Der traditionsreiche Zoo Leipzig in der Innenstadt ist einer der schönsten und artenreichsten Zoos Europas. Gleich sechs naturnahe Erlebniswelten gibt es zu entdecken, etwa Europas größte Tropenhalle Gondwanaland oder das 30.000 Quadratmeter große Pongoland, die größte Menschenaffenanlage der Welt.

Tipp für Familien: In der Hauptsaison lädt der Safari-Train kleine Zoo-Besucher zu einer großen Rundfahrt am Kiwara-Dorf ein.

Leipzigs Szeneviertel: Bunt und kreativ

Entlang der Karl-Heine-Straße im Szeneviertel Plagwitz findet man hippe Bars und Cafés © picture alliance

In Leipzig entstehen an jeder Ecke spannende Projekte und Start-ups. Auch die kreative Szene der Stadt und die über 30.000 Studierenden nehmen sich ihren Raum. So viel Lebenshunger führt zu einem bunten Mix, der in Szenevierteln wie Plagwitz sichtbar wird. Dort trifft man auf alte Industriegebäude, in denen Kunstinitiativen und Start-ups gedeihen, auf Graffiti und Grünflächen.

Tipp: Zu den Leipzig-Sehenswürdigkeiten zählen auch so genannte Lost Places. Charismatische, verlassene Orte wie der Lokschuppen an der S-Bahn-Station Bayerischer Bahnhof, gibt es in Leipzig viele. Sie sind beliebte Fotospots.

Leipzig mit Kindern

Im Sommer finden im Clara-Zetkin-Park Konzerte und Freilichtveranstaltungen statt © imago images/Christian Grube

Als Reiseziel für Familien eignet sich Leipzig bestens. Ein Großteil der Wahrzeichen findet man im überschaubaren Stadtkern. Mit einem roten Doppeldecker kann man sich auf Entdeckungstour begeben. Gemütliche Straßencafés laden überall zum Verweilen ein; weite Grünflächen bieten Platz zum Toben. Dazu gibt es zahlreiche familienfreundliche Museen wie das Unikatum, viel Flair auf den Straßen mit Musizierenden und Kunstschaffenden, den Zoo, einige Freizeitparks und vieles mehr.

Tipp für Familien mit kleinen Kindern: Im Clara-Zetkin-Park* in der Nähe des Zentrums mit zahlreichen Spielplätzen, schattenspendenden Bäumen und Kulturprogramm im Sommer kann man herrlich entspannen.

Text: Oliver Lang

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