Die 11 schönsten Seen in Bayern

Schöner geht's kaum: Der Eibsee nahe Garmisch-Partenkirchen bei Sonnenaufgang
Schöner geht's kaum: Der Eibsee nahe Garmisch-Partenkirchen bei Sonnenaufgang© imago images/imagebroker

Mondän wie der Starnberger See, karibisch wie der Walchensee, fjordartig wie der Königssee: Bayern ist für seine Seenvielfalt bekannt. Das sind die 11 schönsten Ausflugstipps.

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Baden mit Bergblick, Flanieren an belebter Uferpromenade, Wandern, Surfen, Stand-up-Paddling: Die bayerischen Seen bieten Aktivitäten für jeden Geschmack. Oft muss man sich nicht einmal zwischen Bergtour und Badeausflug entscheiden.

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Die Seen im Überblick

Eibsee: Bergsee an der Zugspitze

Der Eibsee liegt unterhalb der Zugspitze auf ca. 1000 Metern Höhe © iStock.com/foment

Etwa 13 Kilometer südwestlich von Garmisch-Partenkirchen befindet sich unterhalb der Zugspitze der Eibsee. Mit seinem kristallklaren, grün getönten Wasser und der umgebenden Alpenlandschaft ist er einer der schönsten Bergseen Bayerns – und das zu jeder Jahreszeit. Vom SUP-Board aus hat man einen besonders schönen Blick tief ins Wasser. Wer einmal rundherum joggen oder wandern möchte, was dank Rundweg entspannt möglich ist, kann sich auf eine 7,5-Kilometer-Runde freuen.

Tipp: Ganzjährig fährt der weiß-blaue Eibsee-Bus* von Garmisch über Grainau zum Eibsee.

Tegernsee: Rundum wohlfühlen

Der Tegernsee bietet Alpenpanorama und zahlreiche Einkehrmöglichkeiten © Shutterstock/DaLiu

Der oberbayerische Tegernsee ist so abwechslungsreich wie die ihn umgebende Landschaft mit ihren Almen und Bergen. Die Ost- und Westseite des Sees bietet sich für entspannte Wanderungen und Bergtouren an. Vom Gipfel des im Süden gelegenen Wallbergs aus (auch per Seilbahn zu erreichen) hat man einen grandiosen Blick aufs ganze Tal.

Am Tegernsee kann man sich ganzheitlich wohlfühlen: Das Bier, das im ehemaligen Benediktinerkloster Tegernsee gebraut wird, ist bundesweit bekannt. Wellnessfans sollten zudem die Monte Mare Seesauna* direkt am Ufer besuchen.

Walchensee: Die bayerische Karibik

Bayern oder Bahamas? Der Walchensee ist als "bayerische Karibik" bekannt © imago images/Volker Preußer

Dieser Bergsee liegt auf rund 800 Metern Höhe am Fuß des Herzogstands, eingebettet in eine traumhafte Berglandschaft. Vor allem im Süden und Osten des Walchensees finden sich viele naturbelassene Badestrände. Diese sind ein idealer Ausgangspunkt, um mit dem Kanadier übers türkisfarbene Wasser zu gleiten oder zu tauchen.

Die Sichttiefe im bis zu 190 Meter tiefen Gewässer beträgt bis zu 10 Meter. Surfer und Segler freuen sich über oft günstige Windverhältnisse. Auch Angler schätzen den Walchensee, der dank seiner exzellenten Wasserqualität einen reichen Fischbestand aufweist.

Ammersee: Platz für alle

Der Sprungturm im Strandbad Utting am Ammersee gilt als Wahrzeichen des Orts © imago images/CSP_aremac

Der – nach Chiemsee und Starnberger See – drittgrößte aller Seen in Bayern bietet Naturfans und Erholungsbedürftigen auf rund 47 Quadratkilometern besonders viel Freiraum. In den Sommermonaten treffen sich hier Einheimische und Touristen zum Paddeln und Rudern, Kiten, Surfen und Angeln.

Die Ufer des Ammersees sind größtenteils frei zugänglich, sodass sich ausgedehnte Spaziergänge und Fahrradtouren anbieten. Die rund 40 Kilometer lange Umrundung des Sees könnte man mit dem Rad in zwei Stunden schaffen – würde nicht das eine oder andere gute Restaurant in einer der hübschen Ortschaften zu einer Pause verleiten.

Ein Ausflugstipp für Wagemutige ist das Strandbad Utting* mit seinem 10 Meter hohen Sprungturm.

Königssee: Hallo Idyll

Die Wallfahrtskirche St. Bartholomä am Westufer des Königssees © Shutterstock/RankoMaric

Der fast 200 Meter tiefe, langgezogene Königssee ist mit seinen fjordartig steil aufragenden Felswänden das Herz des Nationalparks Berchtesgaden. Eine Fahrt auf diesem See – am besten mit allen Stopps – ist ein unvergessliches Erlebnis.

So gelangt man auch per Schiff zur malerischen Kirche St. Bartholomä, hinter der sich die Watzmann-Ostwand über eine Höhe von 1800 Metern bis zum Gipfel der Watzmann-Südspitze erhebt. Zur Bootsfahrt gehört selbstverständlich auch das Echo vom Königssee, das früher mit Böllern, heute mit der Trompete oder dem Flügelhorn ausgelöst wird und mit Glück sogar zweifach erschallt.

Von der Endstation Salet am Südufer führt ein rund drei Kilometer langer Weg am Ufer des Obersees entlang zur Fischunkelalm. Wer noch eine halbe Stunde dranhängt, gelangt zum Talschluss, wo sich mit dem Röthbachfall Deutschlands höchster Wasserfall über 470 Meter Fallhöhe ergießt.

Osterseen: Inspirierende Schönheit

Die naturbelassenen Osterseen gelten immer noch als Geheimtipp © imago images/Peter Widmann

Rund 50 Kilometer südwestlich von München beginnen kurz hinter dem südlichen Ufer des Starnberger Sees die weniger bekannten Osterseen. Deren anmutige Schönheit hat bereits in den 1930ern Künstler wie Georg Schrimpf zu Werken inspiriert.

Schönheit zeichnet die über 20 Seen und ihre Umgebung noch heute aus – und eine besonders große Vielfalt an Pflanzen und Tieren, die sich im und ums Wasser und auf den Inseln angesiedelt haben. Wildgänse und sogar Fischadler sind keine Seltenheit.

Durch Moore und Kanäle sind die einzelnen Seen und Tümpel miteinander verbunden, wodurch ein weitverzweigtes Netz an Wanderwegen entsteht. Gesäumt werden die idyllischen Pfade von zahlreichen Rast- und Bademöglichkeiten.

Starnberger See: Immer ein Erlebnis

Der Starnberger See ist einer der größten und facettenreichsten Seen in Bayern © stock.adobe.com/Andy Ilmberger

Nur rund 25 Kilometer südwestlich von München liegt der Starnberger See, Bayerns zweitgrößter See. Der Ort Starnberg gilt als Pflaster der High Society. Romantiker und Sisi-Fans sind im Kaiserin-Elisabeth-Museum in Pöcking richtig – und natürlich auf der Roseninsel, wo der Märchenkönig Ludwig II. für seine Cousine Sisi 1000 Rosen pflanzen ließ. An dessen mysteriösen Tod erinnert die Votivkapelle bei Berg.

Für Wanderer und Radfahrer gibt es eine circa 49 Kilometer lange Rundstrecke um den See, die mit kurzen Ausnahmen auf Feld- und Waldwegen sowie für den Kfz-Verkehr gesperrten Straßen verläuft. Rund 20 Kilometer des Seeufers sind öffentlich zugänglich. Ein Ausflugstipp für Badebegeisterte ist das denkmalgeschützte, äußerst charmante Strandbad Feldafing*, das um 1920 entstand.

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Chiemsee: Maritimes Flair vor Alpenpanorama

Blick auf die Fraueninsel mit der Benediktinerinnenabtei Frauenwörth © iStock.com/DieterMeyrl

Das bayerische Meer, wie der Chiemsee häufig genannt wird, ist unter den Seen in Bayern der größte. Entlang seiner 64 Kilometer langen Uferlinie liegen viele sehenswerte Orte wie Prien oder Gstadt. Von Seebruck aus hat man einen besonders beeindruckenden Ausblick. Eine Umrundung mit dem Fahrrad führt immer wieder durch naturbelassene Landschaften.

Vor allem die Herreninsel und die Fraueninsel sind beliebte Anlaufpunkte, die mit den Booten der Chiemsee-Schifffahrt, Segel- oder Elektrobooten erreichbar sind. Auf der Herreninsel lohnt eine Führung durch Schloss Herrenchiemsee, das ab 1878 unter König Ludwig II. nach dem Vorbild des Schlosses von Versailles bei Paris erbaut wurde. Deutlich kleiner, aber durchweg malerisch ist die Fraueninsel mit dem Kloster Frauenwörth und guten Restaurants. Eine Renke aus dem Chiemsee bekommt man hier fangfrisch serviert.

Toll ist auch eine geführte Bootstour zum einzigartigen Achendelta oder eine Schlauchboot- oder Luftmatratzen-Fahrt auf der Alz, dem einzigen Abfluss des Chiemsees.

Taubensee: Schöne Aussicht, wenig los

Der Taubensee nahe Reit im Winkl ist nur zu Fuß oder mit dem Mountainbike zu erreichen © imago images/Manngold

"Daupn", so nennt man im Grenzgebiet zu Österreich die im Taubensee noch häufig vorkommenden Steinkrebse. Wer im Frühsommer eine Tour zum Taubensee unternimmt, wird aber eher überwältigt sein von den vielen Fröschen und ihrem Konzert. Da der Taubensee ausschließlich zu Fuß und mit Mountainbike über einige Bergwanderwege von Kössen, Schleching, Reit im Winkl sowie Unter- und Oberwössen aus zu erreichen ist, halten sich Touristenströme in Grenzen.

Wie schön der See ist, zeigen auch seine Zusatznamen: Manche bezeichnen ihn als Perle, andere als Auge des Chiemgaus. Wie auch immer: Bei der Tour zum 1140 Meter hoch gelegenen und bis zu 40 Meter tiefen See kann man immer wieder spektakuläre Aussichten auf den Chiemsee und das Kaisergebirge genießen.

Tipp für Familien: Eine leichte Wanderung führt von Kössen im Kaiserwinkl zum Taubensee und zur Taubenseehütte.

Brombachsee: Seegenuss mal drei

Der Trimaran MS Brombachsee ist eine Attraktion am Großen Brombachsee © imago images/Alexander Rochau

Rund 50 Kilometer südlich von Nürnberg liegt das Fränkische Seenland, das aus mehreren Stauseen besteht. Die Seen wurden ursprünglich angelegt, um die Wasserverteilung zwischen dem regenarmen Nordbayern und Südbayern auszugleichen. Daraus hat sich – mit dem Großen Brombachsee und seinen Vorsperren, dem Igelsbachsee und dem Kleinen Brombachsee – ein beliebtes Freizeit- und Urlaubsgebiet entwickelt.

Rund um dieses Herzstück des Fränkischen Seenlands gibt es Campingplätze und viele schöne Badestrände. Eindrucksvoll ist eine Schifffahrt mit dem Trimaran MS Brombachsee. Auch lohnt es sich, mit dem Rad anzureisen: Rund um den Brombachsee und den Igelsbachsee führen zahlreiche Radwege, die auch für Familien mit Kindern sehr gut geeignet sind.

Altmühlsee: Wassersportrevier und Vogelparadies

Der Altmühlsee ist bei Surfern beliebt © dpa/DUMONT Bildarchiv

Der Altmühlsee ist nach dem Brombachsee der zweitgrößte See des Fränkischen Seenlands. Zum Surfen und Kiten herrschen hier oft beste Bedingungen. Ein leicht befahrbarer Radweg führt auf einer Strecke von 12,5 Kilometern rundherum. Er ist gut befestigt und eignet sich auch für Wanderungen, Nordic Walking oder Jogging.

Interessant für Familien ist der thematisch aufgebaute Erlebnisspielplatz in Gunzenhausen, auf dem auch ältere Kinder bis 14 Jahre ihren Spaß haben können. Vögel lassen sich im nordwestlichen Naturschutzgebiet das ganze Jahr über beobachten und fotografieren.

Deutschlands schönste Seen

In ganz Deutschland finden sich viele wunderschöne Seen. Hier geht es zu den schönsten Gewässern zwischen Kiel und Oberammergau.

Text: Oliver Lang

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