Barrierefreier Tourismus in Deutschland

7.8.2019

Menschen mit Behinderungen, Senioren und Familien mit kleinen Kindern müssen bei der Planung einer Reise wissen, ob die Gegebenheiten am Zielort ihren Bedürfnissen entsprechen und für sie komfortabel sind. Das Projekt „Reisen für alle“ liefert verlässliche Informationen darüber.

Barrierefreier Tourismus
Verlässliche Informationen bei der Planung helfen, den eigenen Traumurlaub zu verwirklichen.

Barrierefreie Angebote finden mit "Reisen für Alle"

Wo gibt es Wanderwege, die mit Rollstuhl und Kinderwagen befahrbar sind? In welchen Hotels sind Blindenhunde willkommen? Und welche Museen bieten Führungen für gehörlose Menschen an? Um derartige Fragen zu beantworten, wurde das Projekt „Reisen für Alle“* ins Leben gerufen, eine vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Initiative des Deutschen Seminars für Tourismus (DSFT) Berlin e.V.

Unterschiedlichste touristische Angebote (wie z. B. Hotels, Campingplätze, Gastronomiebetriebe, Geschäfte, Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungsorte, …) werden nach umfangreichen, deutschlandweit einheitlichen Kriterien erfasst, bewertet und zertifiziert. Die Ergebnisse sind in einer Datenbank abrufbar, unterteilt nach Kategorie, Bundesland und Reiseregion. So können Reisende das touristische Angebot im Vorfeld auf persönliche Nutz- und Erlebbarkeit prüfen.

Aktuelles

Fahrsicherheitstraining: Sicher mit dem Auto unterwegs - auch mit Handicap!

Der ADAC Nordrhein bietet am Freitag, 11. Oktober 2019, ein Fahrsicherheitstraining exklusiv für Menschen mit Handicap an. Dieses dauert einen Tag und findet im Fahrsicherheitszentrum Weilerswist statt.

Hier finden Sie alle Informationen zum Fahrsicherheitstraining für Menschen mit Handicap

Informationspflicht der Reisevermittler und Reiseveranstalter

Seit dem 1.7.2018 müssen die vorvertraglichen Informationen der Reisevermittler und Reiseveranstalter ausdrücklich Hinweise enthalten, ob die jeweilige Reise auch für Reisende mit eingeschränkter Mobilität geeignet ist. Daher muss jede Reiseausschreibung (z. B. in Prospekt oder Katalog) darüber informieren, ob die Reise z. B. für Rollstuhlfahrer, Gehörlose oder Blinde geeignet ist.

Falls der Veranstalter pauschal darauf hinweist, dass eine Reise für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet ist und Sie sich dennoch für diese konkrete Reise interessieren, sollten Sie schriftlich beim Veranstalter nachfragen, ob sie vielleicht doch für Sie geeignet ist. Denn letztendlich kommt es immer auf die konkrete Beeinträchtigung des Reisenden an. Sollte der Reiseveranstalter bestätigen, dass eine Reise für Ihre konkrete Beeinträchtigung geeignet ist, sollten Sie diese Zusage schriftlich im Reisevertrag festhalten.

Mehr zum Pauschalreiserecht lesen Sie hier

 

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Foto: iStock.com/Andrey Moisseyev