Verkehrstote in Europa: Die Straßen dieser Länder sind besonders gefährlich

Erste Hilfe am Unfallort: Rettungskräfte bei einem Einsatz in Frankreich
Erste Hilfe am Unfallort: Rettungskräfte bei einem Einsatz in Frankreich© Shutterstock/praneem79

Viele Deutsche fahren mit dem Auto in den Urlaub oder nehmen sich vor Ort einen Mietwagen. In einigen Ländern kann das gefährlicher sein als in Deutschland, wie die aktuelle Statistik tödlicher Verkehrsunfälle in Europa zeigt.

  • Rumänien hat die meisten tödlichen Verkehrsunfälle in Europa

  • Insgesamt starben 2021 in der EU 20.000 Menschen im Straßenverkehr

  • Besonders gefährlich auch im Ausland: Landstraßen

Einige Länder in Osteuropa sind tendenziell ein gefährlicheres Pflaster für Autofahrende. Dort kamen 2021 die meisten Personen im Straßenverkehr ums Leben. In Rumänien starben pro eine Million Einwohner 93 Personen, in Bulgarien waren es 81, in Lettland 78 und in Kroatien 72.

In Deutschland, Dänemark, Irland, Zypern, Litauen, Malta, Polen, Portugal und Schweden gab es hingegen so wenige Verkehrstote wie nie zuvor.

Tödliche Verkehrsunfälle in EU-Ländern

Verkehrstote in Europa: Mehr Unfälle als im Vorjahr

Insgesamt sind 2021 wieder mehr Menschen auf den Straßen in der EU gestorben als im Jahr zuvor. Nach vorläufigen Zahlen der EU-Kommission verloren knapp 20.000 Menschen ihr Leben im Straßenverkehr. Dies entspricht einem Anstieg von rund 1000 Fällen im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr bevor die Corona-Pandemie in Europa ausbrach, sind 3000 Todesopfer weniger zu beklagen.

Mehr Unfälle auch in Kroatien und Italien

Am stärksten war der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr unter anderem in einigen beliebten Urlaubsländern wie Slowenien (43 Prozent), Kroatien (23), Bulgarien (21) und Italien (19). Aber auch größere Länder wie Frankreich und Spanien verzeichneten mit 16 beziehungsweise zehn Prozent einen deutlichen Zuwachs.

In Deutschland hingegen starben bei Verkehrsunfällen im vergangenen Jahr – nach vorläufigen Zahlen – so wenige Menschen wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 60 Jahren.

Landstraßen auch im EU-Ausland gefährlich

Insgesamt ereigneten sich 52 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle auf Landstraßen, 40 Prozent in städtischen Gebieten und 8 Prozent auf Autobahnen. Autoinsassen machten 43 Prozent aller Verkehrstoten aus, während Fußgänger 20 Prozent, Zweiradfahrerinnen (Motorräder und Mopeds) 18 Prozent und Radfahrende 10 Prozent aller Todesfälle ausmachten.

Mit Material von dpa.

Katja Fastrich
Katja Fastrich
Redakteurin
Kontakt

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?