Streik im ÖPNV: Verschnaufspause für Pendler und Pendlerinnen

• Lesezeit: 2 Min.

Von Regina Ammel

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Verdi bestreikt in Berlin die Öffentlichen Verkehrsmittel
Noch ist die Streikgefahr nicht gebannt. Warnstreiks und Tarifverhandlungen dauern an© dpa/Jürgen Heinrich

Die Lage hat sich beruhigt. Pendler und Pendlerinnen können in weiten Teilen Deutschlands aufatmen. Busse und Bahnen fahren fast überall wieder ohne Einschränkungen. Nur noch in wenigen Regionen bestreikt Verdi den ÖPNV.

  • Große Streikwelle vorerst vorbei

  • Weiterhin Streik in Sachsen-Anhalt

  • Streikgefahr in Bayern steigt

Die Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Verdi machen in einzelnen Bundesländern Fortschritte. Deshalb wurden viele Warnstreiks in den letzten Tagen beendet. Trotzdem kommt es noch vereinzelt zu Streiks: Im Burgenlandkreis etwa dauern die Arbeitsniederlegungen bis zum kommenden Wochenende.

Streik in Sachsen-Anhalt

Während die Streikwellen in anderen Bundesländern abgeebbt sind, gehen die Arbeitskampfmaßnahmen in Sachsen‑Anhalt weiter. Bis zum Betriebsende am Freitag, 27. März, bestreikt die Gewerkschaft Verdi die Personenverkehrsgesellschaft Burgenlandkreis (PVG).

Das Unternehmen betreibt den Schülerverkehr im Landkreis sowie den Stadtverkehr in Naumburg, Weißenfels und Zeitz und ist zudem für zahlreiche weitere Buslinien im Kreis zuständig.

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Streikgefahr in Bayern steigt

Der Tarifkonflikt in Bayern im kommunalen Nahverkehr ist noch nicht beigelegt. Auch die letzten Gespräche am Montag, 23. März, zwischen Gewerkschaft und Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) führten zu keiner Einigung. Damit steigt die Gefahr erneuter Warnstreiks im ÖPNV.

In diesen Bundesländern drohen keine Streiks

Auch in Bundesländern kann es während der laufenden Verhandlungen immer wieder zu Warnstreiks kommen. In Niedersachsen können sich Pendlerinnen und Pendler entspannen – hier gilt noch eine Friedenspflicht, die Arbeitsniederlegungen ausschließt. Auch in Baden‑Württemberg, Schleswig‑Holstein, Brandenburg, Hessen, Bremen und im Saarland sind vorerst keine Streiks angekündigt.

Forderungen: Warum gestreikt wird

Die Gewerkschaft Verdi will für die bundesweit knapp 100.000 Beschäftigten im Nahverkehr insbesondere bessere Arbeitsbedingungen aushandeln – etwa durch kürzere Wochenarbeitszeiten und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.

Keine Streiks bei der Deutschen Bahn

Die Züge der Deutschen Bahn (DB) fahren auch bei den aktuellen Streiks uneingeschränkt. Die Gewerkschaft GDL und die DB haben in der letzten Tarifverhandlung eine Einigung erzielen können.

ÖPNV-Streik: Das sind die Alternativen

Kommt es aufgrund eines Streiks zu Ausfällen im ÖPNV, müssen auch Autofahrerinnen und Autofahrer mehr Zeit einplanen und unter Umständen ihre Route anpassen. Bei einem Streik sind ADAC Autovermietung, Fahrrad oder E-Scooter Alternativen zum Nahverkehr.

Für alle, die aufs eigene Auto ausweichen, ist es ratsam, sich vorher über die aktuelle Verkehrssituation zu informieren, da es insbesondere im Berufsverkehr zu Staus und Störungen kommen kann. Alle Infos zur Situation auf Autobahnen und Bundesstraßen sind bei der ADAC Verkehrsinfo erhältlich.

Mit Material von dpa.

Mitarbeit: Lorenzo Walcher, Sabrina Doschek

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