Nahverkehr: Wann und wo ein ÖPNV-Streik droht

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Von Regina Ammel

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In Bayern und somit auch in München könnte bald der Nahverkehr wegen eines Verdi-Streiks stillstehen© Ralph Hoppe - www.FooTToo.de

Pendlerinnen und Pendler im Nahverkehr müssen womöglich schon bald mit Warnstreiks rechnen. Die Gewerkschaft Verdi möchte so für ihre Mitarbeitenden bessere Arbeitsbedingungen aushandeln. In welchem Bundesland jetzt ein Streik droht

  • Warnstreiks in Bayern zeitnah möglich

  • Deutschlandweit sind 150 kommunale Verkehrsunternehmen betroffen

  • Friedenspflicht endete am 1. Januar

Fahrgäste von Bussen sowie Straßen- und U-Bahnen in Bayern müssen in den kommenden Wochen mit Problemen durch Warnstreiks rechnen. Die Gewerkschaft Verdi teilte nach einer ersten Verhandlungsrunde mit, man sehe im Streit um mehr Geld für die Mitarbeitenden in bayerischen Nahverkehrsunternehmen "keine andere Möglichkeit, die Arbeitgeber in Bewegung zu bringen". Bis zur nächsten Runde am 13. Februar drohten deshalb "massive Warnstreiks" im Freistaat.

Warnstreiks in Bayern: Termin noch offen

Wann genau die Warnstreiks beginnen könnten, blieb zunächst unklar. Der stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiter, Sinan Öztürk, erklärte, man werde sich nun beraten: "Sobald wir einen Termin haben, geben wir ihn bekannt." 2023 hatte es bis zu einer Einigung insgesamt fünf Verhandlungsrunden gebraucht, damals kam es auch zu Warnstreiks.

Streiks im Nahverkehr in ganz Deutschland möglich

Die Gewerkschaft möchte für ihre Mitglieder erneut bessere Arbeitsbedingungen aushandeln – und das bundesweit. Die Forderungen, die gestellt werden, sind jedoch nicht in allen Bundesländern einheitlich, da sich die Tarifverträge unterscheiden.

ÖPNV-Streik: Das sind Ihre Alternativen

Falls es zu einem Streik kommt, sollten sich ÖPNV-Nutzer und -Nutzerinnen unbedingt vor Fahrtantritt aktuell darüber informieren, inwieweit ihre geplante Route von den Streikaktionen betroffen bzw. eingeschränkt ist.

Autofahrerinnen und Autofahrer sollten mehr Zeit einplanen und unter Umständen ihre Route anpassen. Bei einem Streik sind ADAC Autovermietung, Fahrrad oder E-Scooter Alternativen zum Nahverkehr.

Für alle, die aufs eigene Auto ausweichen, ist es ratsam, sich vorher über die aktuelle Verkehrssituation zu informieren, da es insbesondere im Berufsverkehr zu Staus und Störungen kommen kann. Alle Infos zur Situation auf Autobahnen und Bundesstraßen sind bei der ADAC Verkehrsinfo erhältlich.

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Mit Material von dpa.