Bußgelder in Österreich: Viele Verstöße ab 2027 deutlich teurer
Von Sabrina Doschek

Zu schnell gefahren, falsch geparkt oder die Rettungsgasse missachtet: Ab 1. Januar 2027 werden Verkehrssünden in Österreich richtig teuer. Was sich zum nächsten Jahr ändert und wie viel Verkehrsverstöße künftig kosten werden.
Österreich vereinheitlicht Bußgelder bundesweit
Viele Strafen steigen im Schnitt um rund 50 Prozent
Das kosten die Verkehrssünden ab 2027
Autofahrer und Autofahrerinnen in Österreich müssen bei Verkehrssünden zukünftig ordentlich in die Tasche greifen: Das österreichische Mobilitätsministerium hat den neuen Strafenkatalog veröffentlicht und der hat es in sich.
Geldstrafen für sogenannte Anonymverfügungen werden in allen österreichischen Bundesländern gleich hoch ausfallen (Anmerkung der Redaktion: Eine Anonymverfügung ist eine vereinfachte Geldstrafe, bei der der eigentliche Verkehrssünder bzw. die Verkehrssünderin anonym bleiben kann, wenn die Strafe fristgerecht bezahlt wird). Zuvor konnte die Höhe der Strafe je nach Bundesland variieren.
Neue Bußgelder in Österreich: Welche Verstöße teurer werden
Besonders teuer wird künftig die Missachtung des Rechtsfahrgebots auf Autobahnen: 100 Euro werden dafür fällig. Wer eine Rettungsgasse befährt, muss sogar 200 Euro bezahlen. Rechts überholen kostet ab 1. Januar 115 Euro.
Diese Bußgelder werden bundesweit in Österreich ab 1. Januar 2027 fällig:
Rettungsgasse befahren: 200 Euro
Gefährliches Überholen: 140 Euro
Rechts überholen: 115 Euro
Rechtsfahrgebot missachten (z. B. auf Autobahnen): 100 Euro
An einer Stopptafel nicht vollständig anhalten: 70 Euro
Bei Gelb in eine Kreuzung fahren: 70 Euro
Bis zu 30 km/h zu schnell im Ortsgebiet: 50 bis 120 Euro
Parken im Halte- oder Parkverbot: 60 Euro
Parkscheibe in der Kurzparkzone vergessen: 60 Euro
ÖAMTC kritisiert Höhe der Bußgelder
Der ÖAMTC (Österreichische Automobil-, Motorrad- und Touring Club) begrüßt zwar die Vereinheitlichung des Strafenkatalogs, kritisiert jedoch die Höhe der Bußgelder: Im Durchschnitt müssen Verkehrssünder und -sünderinnen rund 50 Prozent mehr bezahlen. Das Ministerium weist allerdings darauf hin, dass die höheren Strafen vor allem auf die Angleichung an die bisher höchsten Strafsätze in einzelnen Bundesländern zurückgehen.