Reisepass beantragen: Längere Wartezeiten wegen hoher Nachfrage

Einen neuen Pass zu beantragen dauert aktuell deutlich länger© stock.adobe.com/tl6781

Der Bedarf an einem neuen Reisepass ist nach der langen Zeit beschränkter Reisemöglichkeiten derzeit besonders groß. Die Folge: Deutlich mehr Wartezeit.

  • Starke Nachfrage auch bei Express-Reisepässen

  • Kommunen reagieren auf gesteigerte Nachfrage

  • Kinder und Großbritannien-Reisende benötigen einen Reisepass

Wer jetzt einen Urlaub oder eine Reise plant und hierfür einen Pass benötigt, sollte sich rechtzeitig um sein Dokument kümmern: Nach Angaben des Bundesinnenministeriums kommt es aktuell zu einem erhöhten Aufkommen an Reisepass-Anträgen.

Die Folge: deutlich längere Wartezeiten. Musste man im Januar 2022 noch etwa zehn Tage auf den neuen Pass warten, brauchten Reisende im April bereits durchschnittlich 18 Tage Geduld.

Vor der Corona-Pandemie betrug die Produktionszeit mit Versand zwischen 9,4 und 10 Werktagen. Auch die Nachfrage im Express-Bestellverfahren, in dem die Pässe in der Regel nach drei Tagen abholbereit sind, hat stark zugenommen.

Reisepass-Wartezeiten: Nicht nur Corona ist schuld

Die gestiegene Reiselust nach der Corona-Pandemie ist dabei nur ein Grund für die hohe Nachfrage. Seit 2021 reicht beispielsweise für eine Großbritannien-Reise der Personalausweis nicht mehr aus. Und auch Kinder benötigen einen eigenen Reisepass: Eintragungen im Reisepass der Eltern sind nicht gültig. Das gilt auch für Reisen innerhalb der EU.

Reisepass beantragen: Kommunen reagieren

Um die erhöhte Anzahl der Anträge dennoch möglichst rasch zu bearbeiten, haben viele kommunale Ämter ihre Öffnungszeiten ausgeweitet, die Terminvergabe und Prozesse sollen optimiert werden. Kurzfristig sollen zusätzliche Meldeämter befristet eingerichtet werden.

Wer unnötigen Stress vermeiden will, kümmert sich am besten frühzeitig um das neue Ausweisdokument.

Spätestens nach den Sommerferien wird die Nachfrage vermutlich zurückgehen, so das Ministerium. Dann wird auch die Produktion wieder schneller gehen.

Mit Material von dpa

Katharina Dümmer
Redakteurin
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