Überschwemmungen in Thailand: Bangkok ruft Katastrophenfall aus
Von Sabrina Doschek

30 Zentimeter Regen innerhalb von 48 Stunden: Die Behörden in Bangkok haben nach Dauerregen und Überschwemmungen den Katastrophenfall ausgerufen. Neben der Hauptstadt sind viele weitere Provinzen Thailands von den heftigen Regenfällen betroffen. Was Reisende jetzt beachten sollten.
Bangkok ruft den Katastrophenfall aus, einzelne Viertel bleiben überflutet
Überschwemmungen treffen rund 1,7 Millionen Menschen
Reisende sollen Flutgebiete meiden und Warnungen der Behörden beachten
In Thailands Hauptstadt Bangkok wurde nach fast 48 Stunden Dauerregen am Wochenende (26. September 2026) der Katastrophenfall ausgerufen. Zeitweise waren rund 52.000 Haushalte ohne Strom, in vielen Teilen der Stadt kam der Straßenverkehr zum Erliegen. Inzwischen hat sich die Lage zwar etwas entspannt, dennoch stehen einzelne Stadtteile weiterhin unter Wasser.
Behörden haben Tempel und Schulen in Bangkok zu Notunterkünften umfunktioniert, so der Sender Thai PBS. Beschäftigte im öffentlichen Dienst wurden angewiesen, bis Dienstag, 29. September, von zu Hause aus zu arbeiten, Schulen blieben geschlossen.
Thailand: Überschwemmungen treffen etwa 500.000 Haushalte
Landesweit waren in 27 Provinzen rund 1,7 Millionen Menschen und etwa 500.000 Haushalte von den Überschwemmungen betroffen. Auch die beliebte Ferienregion Pattaya wurde teilweise überflutet. Nach Angaben von Bewohnern und Bewohnerinnen fällt die diesjährige Regenzeit deutlich heftiger aus als in den vergangenen Jahren. Seit Mitte September sind acht Menschen ums Leben gekommen. Die Todesfälle wurden aus den Provinzen Sa Kaeo, Chanthaburi und Saraburi gemeldet, wie der Katastrophenschutz mitteilte.
ADAC Auslandsnotruf: +49 89 22 22 22. Hier erreichen Sie immer ADAC Mitarbeiter, die Hilfe vermitteln – in der Auslandsnotrufstation vor Ort oder in der Zentrale.
Auswärtiges Amt warnt Thailand-Reisende
Das Auswärtige Amt in Berlin warnt: Reisende sollten betroffene Gebiete meiden, überflutete Bereiche wegen Strömungs- und Stromschlaggefahr nicht betreten oder befahren sowie Warnmeldungen und Anweisungen der lokalen Behörden beachten. In Bangkok lassen die Niederschläge zwar nach, in anderen Landesteilen kann es aber vorerst weiter stark regnen. Die Überflutungen gehen nur schrittweise zurück, für den Fluss Chao Phraya wird der Hochwasserscheitel in den ersten Oktobertagen erwartet.
Betroffene Reisende können sich für Fragen und Hilfe rund um die Uhr an die (englischsprachige) Hotline des Disaster Warning Centers unter der Telefonnummer 1784 oder an die thailändische Touristenpolizei unter 1155 wenden. Reisende sollten zudem die Hinweise des thailändischen Amts für Meteorologie sowie Verbote, Hinweisschilder und Warnungen beachten.
Mit Material von dpa.