Südafrika: Krüger-Nationalpark öffnet nach Überschwemmungen
Von Sabrina Doschek

Südafrika: Nach den schweren Überschwemmungen im Krüger-Nationalpark zeichnet sich nun eine leichte Entspannung der Lage ab. Die Gates öffnen nach und nach für Tagesgäste, ein paar Camps bleiben allerdings noch geschlossen. Die aktuelle Lage.
Gates und Camps im Krüger-Nationalpark Südafrika öffnen schrittweise wieder
Fly Safair stellt Flüge zum Flughafen Hoedspruit bis mindestens 14. Februar ein
Auswärtiges Amt warnt vor Stadtzentren Südafrikas
Aufgrund heftiger Regenfälle und Überschwemmungen waren Mitte Januar Teile des südafrikanischen Krüger-Nationalparks evakuiert und für Touristen und Touristinnen gesperrt worden.
Krüger-Nationalpark: Einige Gates öffnen wieder
Obwohl sich die Unwetterlage in Teilen der Provinzen Limpopo und Mpumalanga, einschließlich des Krüger-Nationalparks (KNP), beruhigt hat, gelten aus Sicherheitsgründen noch immer bestimmte Zugangsbeschränkungen und Sperrungen, solange die Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten fortgesetzt werden. Das Crocodile Bridge Gate öffnete als erstes und ist seit Donnerstag, 22. Januar 2026, wieder für Tagesgäste passierbar.
Seit Samstag, 31. Januar 2026, dürfen Gäste nun auch via Phalaborwa Gate den Park besuchen, seit 2. Februar auch via Orpen Gate (H7 Route bis nach Satara). Auch das Pafuri Gate ist inzwischen zugänglich, jedoch bleibt der angrenzende Grenzposten weiterhin geschlossen.
Camps im Krüger-Nationalpark weiterhin teilweise geschlossen
Ähnlich sieht die Lage bei den Camp-Öffnungen im Krüger-Nationalpark aus: Das Letaba Rest Camp und das Olifants Rest Camp sind noch nicht zugänglich. Im Shingwedzi Rest Camp sind lediglich der Laden und das Restaurant verfügbar, das Camp selbst bleibt weiterhin gesperrt. Das Mopani Rest Camp ist zwar offen für Gäste, das Restaurant allerdings nicht: Besucher und Besucherinnen sollten deshalb eigene Lebensmittel mitbringen.
Im Norden des Krüger-Nationalparks ist das Bateleur Buschcamp das einzige geöffnete Camp, während Sirheni, Shimuwini und Tsendze weiterhin geschlossen sind. Eine Übersicht aller Camp-Öffnungen finden Sie auf der SANParks-Website.
Besucherinnen und Besucher werden darauf hingewiesen, dass die Lage weiterhin dynamisch ist, Öffnungsbedingungen können sich kurzfristig ändern. Gäste werden dringend gebeten, die Absperrungen an geschlossenen Toren und auf gesperrten Straßen nicht zu entfernen, da diese der öffentlichen Sicherheit und dem Schutz der Infrastruktur dienen.
Südafrika: Schwere Schäden nach Überschwemmungen
Im Südosten Afrikas, unter anderem in Südafrika, Simbabwe und Mosambik, hatten die Regenfälle starke Verwüstungen verursacht, mit mehr als 100 Toten, Hunderttausenden Vertriebenen und Vermissten. Südafrikas Regierung hatte deshalb am Sonntag, 18. Januar 2026, den nationalen Notstand ausgerufen.
Das Ausmaß der Schäden steht noch nicht fest, doch die Reparaturen werden laut Nachrichtenagentur Reuters auf mehr als 500 Millionen Rand (ca. 26 Millionen Euro) geschätzt. Die Überschwemmungen hatten verheerende Auswirkungen auf den Park und es wird voraussichtlich bis zu fünf Jahre dauern, die komplette Infrastruktur wiederherzustellen.
Fly Safair stellt Flüge zum Flughafen Hoedspruit ein
Aufgrund der heftigen Überschwemmungen hat nun auch die Fluggesellschaft Fly Safair sämtliche Flüge zum Hoedspruit Airport im Nordosten Südafrikas eingestellt. Die Verbindungen sollen mindestens bis zum 14. Februar 2026 ausgesetzt werden.
Als Grund nennt die Airline Sicherheitsbedenken: Durch die starken Regenfälle wurden sowohl die Start- und Landebahn beschädigt als auch das Radarsystem außer Betrieb gesetzt. Reisende müssen mit Verspätungen und Flugausfällen rechnen.
Aktuelle Infos zum Krüger-Nationalpark
Für aktuelle Informationen zur Situation im Krüger-Nationalpark können sich Betroffene an das 24-Stunden-Notfallzentrum von SANParks unter Tel. +27(0)13 735 4363 oder per WhatsApp unter +27(0)76 801 9679 wenden. Auch außerhalb des Krüger-Nationalparks kann es noch Einschränkungen geben. Autofahrende, die in der Region unterwegs sind, sollten sich über die aktuelle Verkehrslage bei den Verkehrsbehörden informieren.
Auswärtiges Amt rät von Reisen in Stadtzentren ab
Aufgrund der hohen Kriminalitätsrate rät das Auswärtige Amt in Berlin derzeit von Reisen in gewisse Innenstädte Südafrikas ab.
Die Behörde rät aktuell vom Besuch der Innenstädte (Central Business District/CBD) von Johannesburg, Pretoria, Port Elizabeth (Gqeberha) und Durban unabhängig von der Tageszeit ab: "Angesichts der erheblichen sozialen Unterschiede im Land kann es zu Protesten und Demonstrationen kommen. Gewaltsame Auseinandersetzungen und Verkehrsbehinderungen können nicht ausgeschlossen werden", heißt es.
Durban, Johannesburg und Co.: Was zu beachten ist
Das Auswärtige Amt rät Reisenden, sich über die lokalen Medien in Südafrika zu informieren, Demonstrationen und andere Menschenansammlungen zu meiden und unbedingt den Anweisungen der Sicherheitskräfte vor Ort zu folgen.
Weiterhin wird Urlaubern und Urlauberinnen empfohlen, ein Handy bei sich zu tragen. Passende SIM-Karten sind beispielsweise am Flughafen erhältlich. Die wichtigsten Notrufnummern vor Ort sind: Polizei 10 111, Rettungsdienste 10 177 oder 112. Sicherheits-Apps wie Travelhawk, Namola und Buzzer Community können ebenfalls hilfreich sein.
Mitarbeit: Katharina Dümmer