Südafrika: Erneut Überschwemmungen im Krüger-Nationalpark

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Von Sabrina Doschek

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Leute werden mit dem Hubschrauber evakuiert
Bereits im Januar erzwang heftiger Starkregen Evakuierungen im beliebten Krüger-Nationalpark© dpa/Noel Kloopper /south African Airforce

Südafrika: Der beliebte Krüger-Nationalpark wird erneut von Überschwemmungen getroffen. Einige Gates, Straßen und Einrichtungen sind aufgrund des Starkregens geschlossen. Die aktuelle Lage.

  • Erneut anhaltende Regenfälle in Südafrika

  • Einige Gates und Camps im Krüger-Nationalpark geschlossen

  • Auswärtiges Amt warnt vor Stadtzentren Südafrikas

Aufgrund heftiger Regenfälle und Überschwemmungen waren bereits Anfang des Jahres Teile des südafrikanischen Krüger-Nationalparks evakuiert und für Touristen und Touristinnen gesperrt worden. Jetzt wird Südafrika erneut von Starkregen getroffen, so dass mehrere Zufahrtsstraßen, Gates und touristische Einrichtungen derzeit unzugänglich sind.

Krüger-Nationalpark: Erneut starke Regenfälle in Südafrika

Laut SANParks (South African National Parks) sind die Flusspegel nach den heftigen Niederschlägen innerhalb und außerhalb des Parks deutlich gestiegen. Besonders die Shingwedzi- und Luvuvhu-Flüsse könnten aufgrund anhaltender Regenfälle weiter ansteigen und fluten.

Eine Evakuierung des Shingwedzi Camps sei aktuell nicht notwendig, dennoch werde der Shisha-Bach bei Babalala/Sirheni genau beobachtet, da er die umliegenden Straßen bereits leicht überflutet hat.

Welche Einrichtungen im Krüger-Nationalpark betroffen sind

Besucher und Besucherinnen werden gebeten, aufmerksam zu bleiben und die Beschilderung auf den Straßen zu beachten, da die meisten Schotterstraßen in den nördlichen und zentralen Teilen des Parks vorübergehend geschlossen sind, so SanParks.

Wegen der Überschwemmungen sind folgende Einrichtungen momentan unzugänglich:

  • Punda Maria Gate

  • Pafuri Gate

  • Giriyondo Grenztor, einschließlich Makhadzi Picknickplatz

  • Sirheni, Bateleur und Shimuwini Bush Camps

  • Letaba Hochwasserbrücke (Reparaturarbeiten sind bis auf Weiteres ausgesetzt)

  • Roodewal Bush Lodge

  • Balule Satellite Camp

  • Talamati Bush Camp

Alle Gates und Camps im südlichen Teil des Parks sind in Betrieb. Es gibt derzeit lediglich keinen Zugang zur S114. Im Norden des Parks sind das Phalaborwa Gate, das Olifants Rest Camp sowie Letabas Tankstelle, die Elephant Hall und der Shop ebenfalls geöffnet. In den zentralen Teilen des Krüger-Nationalparks sind das Orpen Gate, einschließlich Tamboti und Maroela, sowie die Orpen- und Satara Rest Camps offen.

Eine Übersicht aller Camp-Öffnungen finden Sie auf der SANParks-Website.

Südafrika: Schwere Schäden nach Überschwemmungen

Im Südosten Afrikas, unter anderem in Südafrika, Simbabwe und Mosambik, hatten Regenfälle Anfang des Jahres bereits starke Verwüstungen verursacht, mit mehr als 100 Toten, Hunderttausenden Vertriebenen und Vermissten. Südafrikas Regierung hatte deshalb am Sonntag, 18. Januar 2026, den nationalen Notstand ausgerufen.

Die Infrastruktur des Krüger-Nationalparks wurde schwer getroffen. Die Überschwemmungen rissen Brücken weg, zerstörten Straßenabschnitte und fluteten diverse Camps, sodass Evakuierungen notwendig waren.

Aktuelle Infos zum Krüger-Nationalpark

Für aktuelle Informationen zur Situation im Krüger-Nationalpark können sich Betroffene an das 24-Stunden-Notfallzentrum von SANParks unter Tel. +27(0)13 735 4363 oder per WhatsApp unter +27(0)76 801 9679 wenden. Auch außerhalb des Krüger-Nationalparks kann es Einschränkungen geben. Autofahrende, die in der Region unterwegs sind, sollten sich über die aktuelle Verkehrslage bei den Verkehrsbehörden informieren.

Auswärtiges Amt rät von Reisen in südafrikanische Stadtzentren ab

Reisende sollten nicht nur beim Besuch des Krüger-Nationalparks besonders aufmerksam und umsichtig sein, sondern auch bei einem Aufenthalt in südafrikanischen Stadtzentren. Aufgrund der hohen Kriminalitätsrate rät das Auswärtige Amt in Berlin derzeit von Reisen in gewisse Innenstädte Südafrikas ab.

Die Behörde rät vom Besuch der Innenstädte (Central Business District/CBD) von Johannesburg, Pretoria, Port Elizabeth (Gqeberha) und Durban unabhängig von der Tageszeit ab: "Angesichts der erheblichen sozialen Unterschiede im Land kann es zu Protesten und Demonstrationen kommen. Gewaltsame Auseinandersetzungen und Verkehrsbehinderungen können nicht ausgeschlossen werden", heißt es.

Durban, Johannesburg und Co.: Was zu beachten ist

Das Auswärtige Amt rät Reisenden, sich über die lokalen Medien in Südafrika zu informieren, Demonstrationen und andere Menschenansammlungen zu meiden und unbedingt den Anweisungen der Sicherheitskräfte vor Ort zu folgen.

Weiterhin wird Urlaubern und Urlauberinnen empfohlen, ein Handy bei sich zu tragen. Passende SIM-Karten sind beispielsweise am Flughafen erhältlich. Die wichtigsten Notrufnummern vor Ort sind: Polizei 10 111, Rettungsdienste 10 177 oder 112. Sicherheits-Apps wie Travelhawk, Namola und Buzzer Community können ebenfalls hilfreich sein.

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