Südafrika: Krüger-Nationalpark wegen Überschwemmungen gesperrt
Von Sabrina Doschek

Südafrika: Aufgrund andauernder Regenfälle wurden mehrere Camps im Krüger-Nationalpark evakuiert und Zugänge für Touristen und Touristinnen gesperrt. Wie lange der Regen andauern soll und was Reisende jetzt beachten sollten.
Krüger-Nationalpark in Südafrika auf unbestimmte Zeit geschlossen
Ihre Rechte bei Überschwemmungen
Auswärtiges Amt warnt zudem vor Stadtzentren Südafrikas
Safari-Stopp im Krüger-Nationalpark: Aufgrund heftiger Regenfälle und Überschwemmungen wurden Teile des bekannten südafrikanischen Nationalparks evakuiert und für Touristen und Touristinnen gesperrt.
Südafrika: Park könnte länger geschlossen bleiben
Betroffen sind unter anderem beliebte Parkzugänge wie die Crocodile Bridge. Wie lange der Krüger-Nationalpark geschlossen bleibt, ist unklar. Der Starkregen soll jedoch noch bis mindestens 19. Januar 2026 andauern. Die Parkverwaltung SAN-Parks geht von Wochen, wenn nicht sogar Monaten, aus, bis sich die Situation vor Ort wieder stabilisiert hat.
Krüger-Nationalpark: Buchungen kostenlos stornierbar
Die Sicherheit von Touristen und Touristinnen in und um den Krüger-Nationalpark steht an erster Stelle. Deshalb empfiehlt SAN-Parks Reisenden, bevorstehende Buchungen zu stornieren und Reisepläne zu verschieben – in diesem Fall bieten sie kostenlose Rückerstattungen an. Auch die südafrikanische Tourismusministerin Patricia de Lille zeigt ihre Solidarität mit den von Überschwemmungen Betroffenen.
"Wir wissen, dass diese Situation für Touristen, deren Reisepläne gestört wurden, belastend ist, und danken ihnen für ihre Kooperation, Geduld und ihr Verständnis während des Evakuierungsprozesses", so de Lille gegenüber der South African Government News Agency. Des Weiteren ruft sie Südafrika-Reisende dazu auf, die von SANParks kommunizierten Sicherheitsmaßnahmen unbedingt zu befolgen.
Für aktuelle Informationen zur Situation im Krüger-Nationalpark können sich Betroffene an das 24-Stunden-Notfallzentrum von SANParks unter +27(0)13 735 4363 oder per WhatsApp unter +27(0)76 801 9679 wenden.
Ihre Rechte bei Evakuierung: Pauschalreise abbrechen, geht das?
Laut ADAC Juristen und Juristinnen kann der Reiseveranstalter den Vertrag nach Beginn der Reise wegen außergewöhnlicher Umstände nicht einfach kündigen. Diese Rechte haben Sie, wenn Sie schon am Urlaubsort sind:
Sie können die Reise kündigen, wenn sie erheblich beeinträchtigt ist. Sie müssen die verbrachten Reisetage zahlen, für die übrige Zeit bekommen Sie Ihr Geld zurück.
Der Veranstalter muss für Ihre Rückreise sorgen und die dafür entstehenden Mehrkosten tragen. Ist die Rückreise nicht möglich, muss er für maximal drei Tage die Unterbringungskosten übernehmen.
Der Reiseveranstalter muss Hilfeleistungen erbringen und zum Beispiel über Gesundheitsdienste und konsularische Unterstützung informieren. Außerdem muss er Sie zum Beispiel bei der Suche nach anderen Reisemöglichkeiten unterstützen.
Evakuierung im Nationalpark Südafrika: Das gilt für Individualreisende
Wer einzelne Reiseleistungen wie Flug, Hotel oder Ferienwohnung gebucht hat, kann nicht so einfach kostenfrei stornieren:
Wenn Sie eine Unterkunft einzeln gebucht haben, können Sie diese nicht stornieren, solange die Unterkunft zugänglich und ohne Gesundheitsgefahr bewohnbar ist. Sie müssen auf die Kulanz des Anbieters hoffen.
Sie müssen aber weder Zimmerpreis noch Stornogebühren zahlen, wenn der Vermieter seine Leistung nicht erbringen kann (Beispiel: weil das Hotel wegen Überschwemmung evakuiert werden muss).
In der Regel gilt das Recht des Landes, in dem die gebuchte Unterkunft liegt, wenn Sie direkt im Ausland gebucht haben. Versuchen Sie, mit Hotelier oder Vermieter eine gütliche Einigung zu finden.
Südafrika: Auswärtiges Amt rät von Reisen in Stadtzentren ab
Touristen und Touristinnen sollten momentan nicht nur dem Krüger-Nationalpark fernbleiben: Aufgrund der hohen Kriminalitätsrate rät das Auswärtige Amt in Berlin derzeit von Reisen in gewisse Innenstädte Südafrikas ab.
Die Behörde rät aktuell vom Besuch der Innenstädte (Central Business District/CBD) von Johannesburg, Pretoria, Port Elizabeth (Gqeberha) und Durban unabhängig von der Tageszeit ab: "Angesichts der erheblichen sozialen Unterschiede im Land kann es zu Protesten und Demonstrationen kommen. Gewaltsame Auseinandersetzungen und Verkehrsbehinderungen können nicht ausgeschlossen werden," heißt es.
Durban, Johannesburg & Co.: Was vor Ort zu beachten ist
Das Auswärtige Amt rät Reisenden, sich über die lokalen Medien in Südafrika zu informieren, Demonstrationen und andere Menschenansammlungen zu meiden und unbedingt den Anweisungen der Sicherheitskräfte vor Ort zu folgen.
Weiterhin wird Urlaubern und Urlauberinnen empfohlen, ein Handy bei sich zu tragen. Passende SIM-Karten sind beispielsweise am Flughafen erhältlich. Die wichtigsten Notrufnummern vor Ort sind: Polizei 10 111, Rettungsdienste 10 177 oder 112. Sicherheits-Apps wie Travelhawk, Namola und Buzzer Community können ebenfalls hilfreich sein.