Italien: Wer Müll aus dem Auto wirft, zahlt Strafe

Eine Frau wirft Müll aus dem Auto
Keine Toleranz für Autofahrer, die in Italien ihren Müll aus dem Auto werfen© Shutterstock/Slava Dumchev

Tun Sie das bloß nicht: Wer in Italien Müll aus dem Auto wirft, muss ab sofort mit drakonischen Strafen rechnen. Das beliebte Urlaubsland geht hart gegen Umweltsünder vor.

  • Im Extremfall drohen 18.000 Euro

  • 1188 Euro werden fällig bei Zigarettenkippen oder Taschentüchern

  • Strafen gelten auch für Touristinnen und Touristen

In Italien wird Müll häufig einfach auf die Straße gekippt – in Städten, auf Landstraßen oder Autobahnen. Damit soll nach dem Willen der Regierung nun Schluss sein. Eine neue Verordnung sieht drastische Geldstrafen für Umweltsünder vor.

Müll aus dem Auto geworfen: So hoch sind die Strafen

Im Extremfall kann es bis zu 18.000 Euro kosten, wenn Autofahrer oder -fahrerinnen einen Müllsack, Dosen oder Glasflaschen aus dem Fahrzeug auf die Straße oder an den Straßenrand entsorgen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Auto steht oder fährt.

Bei Zigarettenkippen oder Taschentüchern werden bis zu 1188 Euro fällig.

Falls der Müll in einem Naturschutzgebiet oder einer anderweitig geschützten Umgebung landet, sind auch der Entzug des Führerscheins und Gefängnisstrafen möglich. Zudem müssen die Verursacher nicht mehr wie früher von der Polizei auf frischer Tat ertappt und angehalten werden: Künftig reicht es aus, wenn Überwachungskameras die Taten aufzeichnen. Ein klares Bild des Nummernschilds, aufgenommen von städtischen, Autobahn- oder privaten Kameras, reicht aus.

Übrigens: Die neuen Strafen gelten auch für ausländische Autofahrende.

Urlaubstipps und Reiseinspirationen. Kostenlos vom ADAC

Italien: Müll gefährdet Verkehrssicherheit

Neben der Umweltbelastung stellt das Wegwerfen von Müll aus dem Fenster ein Sicherheitsrisiko dar, so die italienische Regierung. Ein Gegenstand kann andere Fahrzeuge treffen oder plötzliche Manöver auslösen und so Unfälle verursachen. Die Einführung von Kameras als "unsichtbare Wächter" und härtere Strafen sollen diese Vorfälle drastisch reduzieren. Die Kameras sind rund um die Uhr in Betrieb, sogar an Feiertagen.

Mit Material von dpa.