Sri Lanka: Zyklon richtet schwere Schäden auf der Urlaubsinsel an
Von Katharina Dümmer

Zyklon Ditwah stürzt Sri Lanka ins Chaos: Heftige Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche fordern Tote und Vermisste. Behörden bleiben geschlossen, Flüge fallen aus. Was Reisende jetzt wissen müssen.
Wetteramt: Regenfälle erreichen nie da gewesene Ausmaße
Gebirgige Inselmitte, Colombo und der Osten besonders betroffen
ADAC: Wann ein Reiserücktritt möglich ist
Der Zyklon Ditwah zieht derzeit über die Urlaubsinsel Sri Lanka im Indischen Ozean hinweg. Der Wirbelsturm hat bereits schwere Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Laut Katastrophenschutzzentrum sind bisher 56 Menschen ums Leben gekommen. Viele werden noch vermisst.
Prognosen zufolge wird Ditwah nordwärts weiterziehen und am Samstag voraussichtlich Südindien erreichen. Sri-Lanka-Reisende, die eine Rundreise auf der Insel im Indischen Ozean planen, müssen mit erheblichen Einschränkungen rechnen und gegebenenfalls ihre Reiseroute anpassen.
Sri Lanka: Zyklon wütet in Kandy und Colombo
Nach Informationen des staatlichen Wetteramtes halten die Regenfälle seit zwei Tagen an und erreichten in einigen Gebieten nie da gewesene Ausmaße. Die meisten Todesopfer gab es bei Erdrutschen im gebirgigen Inselinneren.
Die Ostküste und auch die Inselmitte, wo sich touristisch interessante Ziele wie die Städte Badulla, Kandy und Nuwara Eliya befinden, sind besonders von den heftigen Regenfällen betroffen. Aber auch in der Touristen-Metropole Colombo an der Westküste stehen Gebäude unter Wasser.
Flugausfälle, überflutete Straßen und Schienen
Einige Fluglinien teilen mit, dass es zu Flugausfällen komme. Betroffen davon sind auch Flüge am Airport in Colombo. Wie lange die Störungen andauern, ist derzeit nicht absehbar. Schulen blieben Medienberichten zufolge geschlossen, für Behörden wurde ein Feiertag ausgerufen. Ob und wie stark auch Touristen und touristische Einrichtungen in Mitleidenschaft gezogen wurden, ist ebenfalls noch nicht bekannt.
Sri Lankas Präsident Anura Kumara Dissanayake wies laut der indischen Zeitung "The Hindu" die Tourismusbehörden an sicherzustellen, dass die wichtigsten Dienstleistungen für die von den Unwettern betroffenen ausländischen Touristen verfügbar sind.
Das Auswärtige Amt warnt weiterhin vor starken Winden und Regenfällen und in der Folge vor Überschwemmungen, Erdrutschgefahr und Beeinträchtigungen im Straßen- und Schienenverkehr.
ADAC Mitglieder, die in ihrem Urlaub in Not geraten und Hilfe benötigen, können sich an den ADAC Auslandsnotruf (Tel. +49 89 22 22 22 ) wenden. Weitere Kontaktmöglichkeiten zum ADAC finden Sie hier.
Sri Lanka: Das sollten Reisende jetzt tun
Wer in Kürze nach Sri Lanka reisen will, sollte sich bei seinem Reiseveranstalter oder seiner Fluggesellschaft über die aktuelle Lage informieren.
Reisende vor Ort sollten unbedingt die Anweisungen und Empfehlungen der Behörden und Sicherheitskräfte befolgen. Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Deutschen, die sich in Sri Lanka aufhalten, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen und die Daten stets aktuell zu halten.
Zudem sollten sich Reisende von Bächen und Flüssen fernhalten und besonders in den Gebirgsregionen vorsichtig sein, so das Auswärtige Amt. Die aktuelle Lage sei den lokalen Nachrichten sowie der Webseite des Meteorologischen Instituts zu entnehmen.
Wer wegen der Naturkatastrophe seine gebuchte Reise nach Sri Lanka nicht antreten will, muss einige wichtige Punkte beachten.
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Mit Material von dpa.