Spanien: Terrassen müssen bei Hitze schließen

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Von Sabrina Doschek

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Menschen sitzen auf einer Terasse in einem Restaurant in Valencia
Essen im Freien? In Spanien ist das künftig öfter erst am Abend möglich© Copyright 2025 Tanya Keisha/Shutterstock. No use without permission.

Bei extremen Temperaturen müssen Bars und Restaurants in Spanien künftig ihre Außenbereiche schließen – andernfalls drohen hohe Strafen. Ziel ist es, Gastro-Mitarbeitende besser vor Hitze zu schützen.

  • Terrassenschließung bei AEMET‑Warnstufe Orange oder Rot

  • Bei Missachtung drohen hohe Bußgelder

  • Grund sind die extremen Hitzewellen 2025

Wird in Spanien künftig keine Kühlung gewährleistet, müssen Terrassen bei Hitze schließen. Grundlage ist ein landesweiter Tarifvertrag, der am 13. April 2026 in Kraft trat und extreme Wetterlagen als Gesundheitsrisiko einstuft, so die spanische Zeitung "El Confidencial".

Die Maßnahme muss umgesetzt werden, sobald die spanische Wetterbehörde AEMET die Warnstufe Orange oder Rot ausruft. An solchen Hitzehochtagen sollen körperliche Arbeiten zwischen 13 und 18 Uhr klar vermieden werden. Gastrobetriebe sind verpflichtet, Wetterdaten in Echtzeit zu verfolgen und klare Notfallpläne bereitzuhalten.

Spanien verschärft Hitzeschutz: Hohe Strafen drohen

Zudem sind spanische Betriebe angehalten, die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeitenden anzupassen, gegebenenfalls deren Schichten zu verlegen oder zusätzliche Pausen- und Erholungszeiten einzurichten. Erst wenn das alles nicht ausreicht, müssen die Terrassen schließen. Bei Verstößen drohen hohe Bußgelder – im Extremfall von mehr als 50.000 Euro.

Spanien: Im Urlaub draußen essen wird seltener

Terrassen dürfen allerdings geöffnet bleiben, wenn für Abkühlung gesorgt wird, beispielsweise durch Beschattung, Sprühnebelanlagen oder Ähnliches. Falls das nicht möglich ist, dann bleibt nur noch der klimatisierte Innenbetrieb.

Für Urlauber und Urlauberinnen heißt das: Bei Temperaturen um die 40 Grad bleiben die Außenbereiche zukünftig häufiger dicht. Wer auf Reisen nach Spanien trotzdem draußen essen möchte, muss auf die kühleren Abendstunden ausweichen.

Hitze gilt als Gesundheitsrisiko

Grund für den neuen Hitzeschutz sind die extremen Temperaturen im letzten Jahr. Spanien hat 2025 den heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1961 erlebt. Mit einer Durchschnittstemperatur von 24,2 Grad lag er knapp über dem bisherigen Rekord von 2022.

Besonders heiß war der August: Eine 16-tägige Hitzewelle brachte Temperaturen von bis zu 45 Grad. Mit gravierenden Folgen: Waldbrände forderten Todesopfer und mehr als 1.100 Menschen starben infolge der Hitze.

Fachleute sehen den Klimawandel als Hauptursache für die zunehmenden Extremtemperaturen. Auch Länder wie Großbritannien, Japan und Südkorea meldeten Rekordwerte im vergangenen Sommer.

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