Personalausweis soll teurer werden

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Von Sabrina Doschek

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Personalausweis der Bundesrepublik Deutschland mit einem Geschäftsmann um die 50 Jahre alt liegt auf einem braunen Geldbeutel aus Leder
Max Mustermann und Co. müssen für einen neuen Personalausweis künftig tiefer in die Tasche greifen© dpa/imageBROKER/Andreas Mallinckrodt

Die Bundesregierung hat angekündigt, die Gebühr für einen neuen Personalausweis zu erhöhen. Wie viel er zukünftig kosten wird und wann die Preissteigerung in Kraft tritt.

  • Gebührenerhöhung ist beschlossene Sache

  • Wann der Personalausweis teurer wird

  • Streitpunkt PIN und Bürokratiekritik

Der Personalausweis wird von vielen Staaten als Reisedokument anerkannt, insbesondere von den Schengen-Staaten. Nun hat – schon zum zweiten Mal – das Kabinett eine Verordnung beschlossen, den Personalausweis teurer zu machen. Als Grund nennt es gestiegene Herstellungs- und Personalkosten. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums soll ein neuer Personalausweis dann 46 Euro statt wie bisher 37 Euro kosten.

Menschen unter 24 Jahren hingegen sollen künftig 27,60 Euro statt 22,80 Euro bezahlen. Der Perso für die Jüngeren ist allerdings nur sechs Jahre gültig und muss anschließend erneuert werden. Außerdem sollen die Gebühren für den von der Bundespolizei ausgestellten Reiseausweis in Zukunft deutlich angehoben werden: Der Passersatz wird künftig 32 Euro statt bislang 8 Euro kosten.

Noch ist offen, wann der Perso teurer wird

Wann die Gebührenerhöhung kommt, hängt davon ab, zu welchem Zeitpunkt sich die Länderkammer erneut mit dem Vorhaben befassen wird. Ursprünglich sollten die neuen Preise bereits ab 1. Januar 2026 gelten, der Bundesrat hatte der Verordnung in ihrer ursprünglichen Fassung jedoch nicht zugestimmt.

Personalausweis: Streitpunkt PIN und Bürokratiekritik

Zuletzt waren sich Bund und Länder wegen eines Vorschlags der Bundesregierung uneinig: Bürger und Bürgerinnen sollten die Möglichkeit haben, online (gegen Gebühr) eine neue PIN für den Personalausweis oder die eID-Karte zu beantragen. Bisher ist die kostenfreie Zurücksetzung der PIN jedoch nur persönlich vor Ort im Rathaus möglich, weil die Länder darauf bestehen. Das Digitalministerium der Bundesregierung arbeitet bereits an der technischen Umsetzung eines kostenfreien Online-Dienstes zur PIN-Zurücksetzung.

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Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hatte bereits im letzten Jahr die bürokratischen Hürden bei der Beantragung wichtiger Dokumente kritisiert. So ist es beispielsweise aktuell nicht möglich, ein im Bürgeramt erstelltes digitales Foto sowohl für einen Personalausweis als auch für den Führerschein zu verwenden. Laut Strobl "Bürokratismus im Endstadium".

Mit Material von dpa.