Katalonien erhöht Tourismusabgabe: 15 Euro pro Nacht in Barcelona

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Von Katharina Dümmer

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Stadtansicht über Barcelona
Wer die Attraktionen Kataloniens wie die Basilika Sagrada Família in Barcelona sehen möchte, braucht künftig einen dicken Reisegeldbeutel © iStock.com/pawel.gaul

Urlaub in der spanischen Region Katalonien wird teurer: Die Tourismusabgabe soll stark erhöht werden. In Barcelona wird sie sogar verdoppelt. Was eine Übernachtung jetzt kostet.

  • Barcelona: Tourismusabgabe bis zu 15 Euro pro Nacht und Gast

  • Erhöhung ab April 2026

  • Auch andere Städte können Zuschlag erheben

Touristinnen und Touristen in Barcelona und in anderen Städten Kataloniens zahlen seit Jahren schon eine Tourismusabgabe. Diese Abgabe wird nicht nur erhöht, in einigen Städten dürften weitere Zuschläge hinzukommen.

Tourismusabgabe wird verdoppelt

Die Pläne sehen vor, dass die von der Region erhobene Übernachtungsgebühr verdoppelt wird; sie ist nach Ort und Art der Unterkunft gestaffelt. Betroffen sind unter anderem die Touristen-Hochburgen Barcelona und Lloret de Mar.

Mindestens 25 Prozent der Einnahmen sollen nach Plänen der Regionalregierung eingesetzt werden, um den Wohnungsmangel zu bekämpfen, der als eine der schlimmsten Folgen des Massentourismus gilt.

Barcelona: Bis zu 15 Euro pro Nacht und Gast

Bisher hat nur die Regionalhauptstadt Barcelona einen kommunalen Zuschlag erhoben. Nun hat das katalanische Regionalparlament die Touristensteuer von bisher maximal 7,50 Euro auf bis zu 15 Euro pro Nacht verdoppelt. Die Erhöhung tritt zum 1. April 2026 in Kraft.

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Städte können Zuschläge erheben

Die Städte können weitere Zuschläge erheben. Ein Gast eines Drei-Sterne-Hotels in Girona, der bisher nur 0,60 Euro pro Nacht zahlt, muss in Zukunft mit bis zu 5,20 Euro rechnen. Dieser Betrag setzt sich aus der künftigen Übernachtungssteuer von 1,20 Euro und einem kommunalen 4-Euro-Zuschlag zusammen. Die einzelnen Stadtverwaltungen entscheiden selbst, ob sie den Zuschlag anwenden und ihn in ihre Steuersatzungen aufnehmen.

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Erhöhung könnte Touristen abschrecken

In der Tourismusbranche werden die Erhöhungspläne kritisiert. Höhere Preise könnten Touristen abschrecken. Mit 19,9 Millionen Besuchern und Besucherinnen – knapp zehn Prozent mehr als im Vorjahr – verzeichnete Katalonien 2024 einen Rekord. Deutlich vor den Balearen (15,3 Millionen) ist es die meistbesuchte Region Spaniens.

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Mit Material von dpa.