Italien: Diesel-Fahrverbot wird vorerst nicht verschärft

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Von Redaktion

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Autos in fahren in Mailand mit dem Sonnenuntergang im Rücken
Mit dem Euro-5-Diesel nach Italien? Darauf müssen Autofahrende in Zukunft achten© Shutterstock/shulers

Gute Nachrichten für Diesel-Fahrer und -Fahrerinnen: Die Beschränkungen für ältere Fahrzeuge im Norden Italiens werden vorerst nicht verschärft. Die Regionen planen alternative Maßnahmen zur Luftverbesserung.

  • Neue Beschränkungen nicht vor Oktober 2027

  • Emilia-Romagna, Lombardei, Piemont und Venetien planen alternative Maßnahmen

  • Bisherige Diesel-Fahrverbote gelten weiter

In den vier norditalienischen Regionen Emilia-Romagna, Lombardei, Piemont und Venetien sollten ab 1. Oktober 2026 die Beschränkungen für ältere Diesel-Fahrzeuge verschärft werden. Diese Pläne sind erst einmal vom Tisch. Ursprünglich war das Vorhaben, ältere Diesel-Fahrzeuge der Norm Euro 5 von den Straßen zu verbannen, bereits für 2025 vorgesehen. Nun wurde die Frist für die Verschärfung der Fahrverbots-Regelungen erneut verschoben.

Luftqualität: Probleme im Norden Italiens

Der Norden Italiens leidet insbesondere im Winterhalbjahr immer wieder unter Luftverschmutzung. Besonders kritisch ist die Lage häufig in der Po-Ebene, wo Grenzwerte zur Feinstaubbelastung regelmäßig überschritten werden. Das geplante Verbot von Euro-5-Dieselfahrzeugen sollte dazu beitragen, dieses Problem in den Griff zu bekommen.

Verschärfte Diesel-Fahrverbote nicht vor Oktober 2027

Die Verschärfung der Diesel-Fahrverbote soll nun einheitlich frühestens im Oktober 2027 in Kraft treten. Das sieht ein neues Dekret vom 24. September vor. Die Regionen wollen die Luftqualität jedoch mit anderen Maßnahmen verbessern und auf Diesel-5-Fahrverbote verzichten.

Aufschub der Diesel-Beschränkungen trifft alle vier Regionen

Der Aufschub der verschärften Diesel-Beschränkungen betrifft alle vier Regionen Emilia-Romagna, Lombardei, Piemont und Venetien. Die Regionen erwägen statt des Diesel-Fahrverbots alternative Maßnahmen. Was schon bekannt ist:

Die Region Piemont hatte bereits Ende Juli 2026 einen alternativen Plan erstellt, mit dem die Emissionsziele erreicht werden sollen, ohne dass ältere Dieselfahrzeuge verbannt werden. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem der Einsatz von HVO-Kraftstoffen im Nahverkehr, der Ausbau der Radverkehrs-Infrastruktur sowie eine KI-basierte Steuerung der Verkehrsflüsse. Auch jenseits des Verkehrssektors möchte die Region Emissionen einsparen, etwa in der Landwirtschaft. Für Diesel-Fahrer bedeutet das: Ab Oktober 2027 ist im Piemont keine weitere Verschärfung für Diesel-5-Fahrzeuge vorgesehen.

Auch die anderen drei Regionen Emilia-Romagna, Lombardei und Venetien bemühen sich um eine Lösung zur Luftverbesserung ohne die komplette Verbannung von Euro-5-Diesel-Pkw.

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Mailand und Co: Bisherige Fahrverbote gelten weiter

Unabhängig von den geplanten regionalen Verschärfungen für Euro-5-Diesel: In einigen Städten wie Mailand gilt bereits seit 2023 auf kommunaler Ebene ein Fahrverbot für Euro-5-Diesel-Pkw. Die gesonderten Regeln sind auf der Website der Stadt nachzulesen. In der Emilia-Romagna gelten ebenfalls seit Längerem temporäre Euro-5-Beschränkungen bei erhöhter Luftverschmutzung. Eine Übersicht bietet die Internetseite der Region.

Vor der Fahrt die aktuellen Regelungen am Zielort prüfen

Autofahrer und Autofahrerinnen, die mit dem eigenen Fahrzeug in den Städten und Gemeinden Italiens unterwegs sind, sollten sich stets vorab informieren, wo genau was gilt. Denn Missachtungen von Fahrverboten, Umweltzonen etc. haben oft hohe Bußgelder zur Folge.