Hurrikan Polo bedroht Mexiko mit Starkregen und Überschwemmungen

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Von Sabrina Doschek

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Dieses von der NOAA bereitgestellte Foto zeigt, wie sich Hurrikan Polo am Montag, dem 21. September 2026, im Pazifischen Ozean vor der Küste Mexikos.
Mexiko bereitet sich auf Hurrikan Polo vor: Schulen und Häfen wurden bereits in Teilen des Landes geschlossen© NOAA via AP/dpa

An der Pazifikküste Mexikos laufen die Vorbereitungen auf die Auswirkungen des extrem starken Hurrikans Polo. Der Wirbelsturm könnte in den kommenden Tagen heftige Regenfälle verursachen. Die Behörden warnen vor Überschwemmungen und Erdrutschen.

  • Hurrikan Polo erreicht Kategorie 5

  • Von Reisen in betroffene Regionen Mexikos wird abgeraten

  • Wetterphänomen El Niño: Kalifornien verhängt den Notstand

Mexiko bereitet sich auf Hurrikan Polo vor: In mehreren Küstenregionen am Pazifik fällt vorsorglich der Schulunterricht aus, Häfen wie in Acapulco wurden schon geschlossen. Zudem weisen rote Flaggen an den Stränden auf Badeverbot hin. Nach Angaben des mexikanischen Wetterdienstes könnten die erwarteten, heftigen Niederschläge zu schweren Schäden führen.

Besonders betroffen sind die mexikanischen Bundesstaaten Chihuahua, Durango, Colima, Michoacán, Jalisco, Guerrero, Oaxaca und Chiapas. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in die Gebiete ab und meldet: Unabhängig vom genauen Verlauf ist mit Extremwetter, sehr starken Winden, Starkregen, lebensbedrohlichen Sturmfluten und Überschwemmungen zu rechnen. Beeinträchtigungen im Reiseverkehr sind möglich. Es kann auch zu längeren Stromausfällen kommen.

Es ist zudem damit zu rechnen, dass Flüge in die betroffenen Regionen abgesagt werden. Reisenden wird empfohlen, sich bei Ihrer Fluggesellschaft über die aktuelle Lage zu informieren.

Mexiko warnt vor Sturmfolgen durch Polo

Polo entstand am Montag, 21. September, und wuchs innerhalb eines Tages auf die höchste Hurrikan-Kategorie 5, wie das US-Hurrikanzentrum (NHC) in Miami mitteilte. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte, nach aktuellem Stand werde der Sturm die Küste zwar nicht direkt treffen, aber es werden sehr starke Regenfälle erwartet. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Anweisungen des Zivilschutzes zu folgen.

Wetterberichte und aktuelle Sturmwarnungen finden Sie hier: National Hurricane Center

Windgeschwindigkeiten von 270 km/h

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 270 km/h und extremen Böen lag das Zentrum des Hurrikans in der Nacht zu Mittwoch, 23. September, rund 335 Kilometer südlich des Urlaubsortes Zihuatanejo. Nach Prognosen des US-Hurrikanzentrums wird sich Polo in den kommenden Tagen langsam entlang der Küste bewegen. Die größte Annäherung an das Festland (auf etwa 200 Kilometer) wird für Donnerstag, 24. September, vor Michoacán erwartet.

El Niño: Kalifornien verhängt Notstand

Die Hurrikansaison endet im Pazifik und Atlantik jeweils am 30. November. Während im Pazifik bereits mehrere starke Stürme entstanden sind, blieb die Saison im Atlantik bislang ungewöhnlich ruhig. Nach Einschätzung der US-Klimabehörde NOAA hängt dies mit dem derzeit besonders ausgeprägten Klimaphänomen El Niño zusammen. Aufgrund der erwarteten El-Niño-Auswirkungen reagiert auch die USA: Der US-Bundesstaat Kalifornien hat am Montag, 21. September, den Notstand verhängt.

Hurrikan wegen Wetterphänomen El Niño

El Niño entsteht, wenn die Wassertemperaturen im östlichen und zentralen Pazifik entlang des Äquators über längere Zeit deutlich über dem Durchschnitt liegen. Das Phänomen beeinflusst die Hurrikanaktivität weltweit: Während sich im Atlantik aufgrund starker Windscherungen bislang kaum Stürme entwickeln konnten, sorgt El Niño im Pazifik für besonders günstige Bedingungen.

Mit Material von dpa.