Dosierampel auf der Route über den Achenpass bald passé

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Von Regina Ammel, Katharina Dümmer

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Auto stehen in Tirol an einer Doiserampel nähe Achenpass
Die Dosierampel am Achenpass hat das Verkehrsaufkommen an stark frequentierten Tagen reguliert© dpa/Angelika Warmuth [M]

Autofahrer und Autofahrerinnen, die über den Achensee (B181) in Tirol das Zillertal ansteuerten, brauchen nur noch einmal Geduld an der Dosierampel am Achenpass bei Achenkirch. Schon bald ist die Fahrt in die Berge wieder ohne Rotlichtpause möglich.

  • Dosierampel nur noch Ostersamstag im Einsatz

  • Nach Ostern wird mit geringem Verkehrsaufkommen gerechnet

Wer sich auf dem Weg zum Winterurlaub in die Ski- und Wandergebiete rund um das Zillertal Kilometer und Geld sparen will, wählt oft die direkte, mautfreie Route von Bayern über den Achensee bis ins Inntal (B181).

Anwohner am Achensee leiden unter Staus

An Hauptreisetagen sind die Anwohnerinnen und Anwohnern entlang der Route von Staus enorm belastet. Daher hatten die Tiroler Behörden zunächst in einem Pilotversuch versucht, die Straße mithilfe einer Dosierampel bei Achenkirch vom Verkehr zu entlasten.

Zwar hatte die Einführung der Dosierampel auf der B181 in der Anfangsphase des Pilotversuchs zu beträchtlichen Rückstaus und Wartezeiten geführt, dennoch hatte sich das Land Tirol dazu entschlossen, die Dosierampel auch 2026 einzusetzen.

Dosierampel nur noch Ostersamstag

In diesem Jahr kam die Dosierampel bisher lediglich zweimal zum Einsatz: am Samstag, 21. und Samstag, 14. Februar. Der nächste Termin ist Ostersamstag, 5. April 2026.

Nach Auskunft des Land Tirols sind danach keine weiteren Termine geplant. So heißt es von der Bezirksmannschaft Schwaz, "dass eine Dosierung nach den Osterfeiertagen mangels Verkehrsintensität nicht mehr notwendig sein wird."

Wie die Dosierampel funktioniert

Die Dosierampel am Achensee zielt darauf ab, das Verkehrsaufkommen auf der B181 zu regulieren. Sie befindet sich nördlich von Achenkirch, etwa sieben Kilometer von der Staatsgrenze entfernt. Sie wird an stark frequentierten Tagen zwischen 8 und 19 Uhr betrieben.

Die Ampel passt die Grün- und Rotphasen dynamisch an die Verkehrsdichte an. Bei starkem Verkehrsaufkommen wird die Ampel auf Rot geschaltet, um den Verkehr zu bremsen. Bei geringerem Verkehrsaufkommen wird die Ampel auf Grün gesetzt, um den Verkehrsfluss zu verbessern.

Die Lichtanlage regelt den Verkehr in Richtung Süden. Der Rückreiseverkehr in Richtung Deutschland ist nicht betroffen.

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Tiroler Behörden: Pkw sollen auf der Autobahn bleiben

Der Einsatz der Dosierampel sollte dazu führen dass möglichst viele Urlauber die Strecke über die A8 München – Salzburg und anschließend durch das Inntal über Kufstein die bayerische A93 Inntaldreieck – Kufstein und österreichische Inntal-Autobahn A12 nehmen.

Für Autofahrer von Deutschland nach Tirol sei die Route über die Inntal-Autobahn meist staufrei und dadurch schneller. Dagegen führe der massive Durchgangsverkehr entlang der Achenseestraße B181 häufiger zu Staus und belaste die Bevölkerung.

Aktuelle Verkehrsinfos

Regelmäßig aktualisierte Stauinformationen für Fahrten an den Wochenenden findet man in der Wochenend-Stauprognose. Bei der kurzfristigen Reiseplanung helfen die aktuellen Verkehrsinformationen. In ADAC Maps findet man außerdem den Echtzeit-Verkehrsfluss auf einer Karte sowie kurzzeitige Störungen.

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