Mallorca: Zufahrt zum Cap Formentor ab Mitte Mai gesperrt
Von Katharina Dümmer

Mallorca-Urlauber und -Urlauberinnen, die mit dem Auto das Cap Formentor mit seinem Leuchtturm besuchen wollen, müssen auch 2026 mit Zufahrtsbeschränkungen rechnen. Die seit Jahren bestehende Regelung beginnt früher als in früheren Jahren.
Zufahrtsstraßen-Sperren von 15. Mai bis 15. Oktober
Shuttlebus-Linie 334 als Alternative
Hohe Geldbußen bei Verstößen gegen das Befahrungsverbot
Die Zufahrt zum Cap Formentor ist seit einigen Jahren in der Hauptreisezeit und darüber hinaus für den privaten Personenverkehr stark eingeschränkt.
Cap Formentor: So sind die Regeln 2026
Die Carretera de Formentor (Ma-2210) zwischen Port de Pollença und dem Leuchtturm ist in der Saison 2026 von 15. Mai bis 15. Oktober, täglich von 10 bis 22 Uhr, für den privaten Verkehr gesperrt. Damit beginnt die Sperre früher als in den letzten Jahren: 2025 galt sie von 1. Juni bis 30. Oktober.
Touristinnen und Touristen können während der Zufahrtsbeschränkung nur noch mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit einem Shuttlebus zum Leuchtturm an der Nordostspitze Mallorcas gelangen.
Wer mit dem Auto bis Port de Pollença anreisen möchte, kann auf den Seitenstreifen der Umgehungsstraße parken. Hier gibt es drei Haltestellen für den Bus Richtung Formentor: Estació (42051), Bóquer (42057) und Can Singala (42055).
Ausnahmen gibt es nur für Anwohnende, Reisebusse und Fahrzeuge, die Personen mit eingeschränkter Mobilität, transportieren. Die Sondergenehmigung muss mindestens drei Werktage im Voraus bei der Verkehrsbehörde DGT über die E-Mail-Adresse formentor@dgt.es beantragt werden.
Mallorca: Hohe Geldbußen bei Verstößen
Wer sich bei Rotlicht nicht an das Durchfahrtsverbot an der Ortsausfahrt von Port de Pollença hält, muss mit einem Strafzettel in Höhe von 80 Euro rechnen. Wer innerhalb von zwei Wochen zahlt, wird nur 40 Euro los. Die Strafe für die nicht autorisierte Durchfahrt zwischen dem Parkplatz am Strand von Formentor und dem Leuchtturm beträgt 200 Euro. Wer schnell zahlt, muss 100 Euro aufbringen.
Übrigens: Der "Kiosk-Trick" funktioniert nicht mehr, wie eine Sprecherin des Inselrats auf Anfrage der Mallorca Zeitung bestätigte. Besucher und Besucherinnen konnten in früheren Jahren ein Bußgeld verhindern, wenn sie mit einem Ticket den Kauf von Snacks oder Getränken auf der Strecke nachwiesen.
Zum Cap Formentor mit Shuttlebussen
Der Shuttlebus bringt Urlauber und Urlauberinnen an den Strand und den Leuchtturm von Formentor. Die Linie 334 fährt dabei von Alcúdia über Port de Pollença, wo sie dreimal hält, bis zum Leuchtturm und wieder zurück in Richtung Alcúdia.
Fahrgäste werden gebeten, vorrangig mit Karte zu zahlen und auf Bargeld zu verzichten. Auf der Halbinsel Formentor selbst gibt es vier Haltestellen: Mirador Es Colomer, Strand Formentor, Cala Murta und Leuchtturm. Auf der Linie 334 werden in der Hochsaison rund 20 Hin- und Rückfahrten pro Tag angeboten.
Cap Formentor: Freie Fahrt bis zur Playa de Formentor
Die Straße bis zur Playa de Formentor ist trotz der Beschränkungen für Privatwagen befahrbar. Allerdings nur für maximal 300 Fahrzeuge. Seit der Saison 2023 gibt es eine automatische Schranke an der Ortsausfahrt von Port de Pollença.
An dieser kommen Badegäste im Privat-Pkw ohne Sondergenehmigung nur vorbei, wenn auf den beiden Parkflächen am Strand von Formentor noch Plätze frei sind. In diesem Fall ist die Schranke geöffnet. Geparkt werden darf nur auf den dafür vorgesehenen Stellflächen, nicht aber am Straßenrand.
Die Verkehrsbehörden weisen darauf hin, dass der Parkplatz im Sommer üblicherweise bereits ab 11.50 Uhr belegt ist, weshalb die Durchfahrt dann für rund 70 Minuten nicht mehr erlaubt ist. An besonders belebten Tagen gebe es eine zweite Sperrung gegen 15.50 Uhr, die dann aber nur noch 30 Minuten dauern soll.
Panoramastraße zum Cap Formentor stark befahren
Die zwölf Kilometer lange, nur zweispurige, kurvenreiche Straße durch die zerklüftete Felsküste der Tramuntana zum Cap Formentor ist eine der beliebtesten Ausflugsstrecken auf Mallorca. Sie wurde in der Hauptsaison früherer Jahre von bis zu 4000 Fahrzeugen täglich befahren.
Immer wieder ereignen sich dort Staus und Unfälle. In der Hauptreisezeit 2018 war die Panoramastraße in einem zweimonatigen Pilotprojekt erstmals gesperrt. Allein 2025 wurden laut Verkehrsbehörde DGT am Cap Formentor 2.300 Verstöße gegen das Fahrverbot gemeldet.
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