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Der ADAC

Mundschutz: Was Autofahrer beachten müssen

Mundschutz im Auto: grundsätzlich nicht verboten ∙ © Shutterstock/Dusan Petkovic

Das Tragen eines Mundschutzes ist mittlerweile deutschlandweit im öffentlichen Nahverkehr und auch beim Einkauf Pflicht. Dürfen Gesichtsmasken auch beim Autofahren getragen werden? ADAC Juristen antworten.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat in der Corona-Krise seine Einschätzung für das Tragen von Mundschutz geändert. Wenn Menschen - auch ohne Symptome - vorsorglich eine Maske tragen, könnte das das Risiko einer Übertragung von Sars-CoV-2 auf andere mindern. Wissenschaftlich belegt sei das aber nicht. Zuvor hatte das Institut den Mundschutz nur Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen empfohlen.

In allen Bundesländern müssen nun Masken im öffentlichen Nahverkehr getragen werden, in fast allen auch beim Einkaufen in allen Geschäften. An Tankstellen sind sie ebenfalls vorgeschrieben.

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ADAC: Gesicht muss trotz Maske erkennbar bleiben

Was bedeutet das fürs Autofahren? ADAC Juristen weisen darauf hin: Wer sich mit einem Mundschutz hinter das Lenkrad eines Kraftfahrzeugs begibt, muss darauf achten, dass die ausschlaggebenden Gesichtszüge im Wesentlichen weiterhin auszumachen sind. Bei den handelsüblichen Masken sollte das eigentlich kein Problem sein, da das Gesicht damit im Normalfall noch zu erkennen ist.

Bei den selbstgemachten Masken kann es jedoch vorkommen, dass diese das Gesicht zu weit verdecken. Bei einem Mundschutz aus Gesundheitsgründen soll vorübergehend aus Opportunitätsgründen von einer Ahndung abgesehen werden. Das ist alles eine Einzelfallentscheidung und steht letztendlich im Ermessen des Polizeibeamten.

Wird mit einem Mundschutz eine Ordnungswidrigkeit begangen, läuft das normale Bußgeldverfahren durch. Kann der Fahrer nicht ermittelt werden, droht dem Halter eine Fahrtenbuchauflage. Die Regelung des Gesetzes kann nicht einfach aufgehoben werden. Die Bußgeldbehörden handhaben hier zur Zeit jedoch großzügiger, wodurch von der einen oder anderen Ahndung abgesehen wird, insbesondere bei gewerblichen Fahrten (Taxis).

Brille und Alltagsmaske: Das muss man beachten

Darüber hinaus sollten Brillenträger beachten, dass je nach Beschaffenheit des Mundschutzes beim Tragen die Brillengläser beschlagen können. Die Masken dürfen auf keinen Fall die Sicht beeinträchtigen.

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Mit Material von dpa.