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Der ADAC

Mundschutz: Was Autofahrer beachten müssen

Mundschutz im Auto: Ratsam, wenn man nicht allein unterwegs ist ∙ © Shutterstock/Dusan Petkovic

Das Tragen eines Mundschutzes ist deutschlandweit im öffentlichen Nahverkehr oder auch beim Einkauf Pflicht. Müssen Gesichtsmasken auch beim Autofahren getragen werden? ADAC Juristen antworten.

  • Gesichtsmasken im Privatfahrzeug nicht vorgeschrieben, aber ratsam

  • Sind die Gesichtszüge durch Mundschutz nicht erkennbar, droht Bußgeld

  • Brillenträger: Beschlagene Gläser gefährden Sicht und Sicherheit

In ganz Deutschland müssen die Menschen einen Mund- und Nasen-Schutz tragen, wenn sie Geschäfte, öffentliche Verkehrsmittel oder öffentliche Gebäude betreten. Im privaten Auto sind Gesichtsmasken nicht vorgeschrieben, auch dann nicht, wenn Personen unterschiedlicher Haushalte gemeinsam unterwegs sind. Es ist allerdings dringend ratsam, in diesem Fall Mund und Nase zu bedecken. Im Fahrschulunterricht oder bei Fahrprüfungen ist es sogar Pflicht.

ADAC: Gesicht muss trotz Maske erkennbar bleiben

ADAC Juristen weisen darauf hin: Wer sich mit einem Mundschutz hinter das Lenkrad eines Kraftfahrzeugs begibt, muss darauf achten, dass die ausschlaggebenden Gesichtszüge im Wesentlichen weiterhin auszumachen sind. Bei den handelsüblichen Masken sollte das eigentlich kein Problem sein, da das Gesicht damit im Normalfall noch zu erkennen ist.

Bei den selbstgemachten Masken kann es jedoch vorkommen, dass diese das Gesicht zu weit verdecken. Bei einem Mundschutz aus Gesundheitsgründen soll vorübergehend aus Opportunitätsgründen von einer Ahndung abgesehen werden. Das ist alles eine Einzelfallentscheidung und steht letztendlich im Ermessen des Polizeibeamten.

Wird mit einem Mundschutz eine Ordnungswidrigkeit begangen, läuft das normale Bußgeldverfahren durch. Kann der Fahrer nicht ermittelt werden, droht dem Halter eine Fahrtenbuchauflage. Die Regelung des Gesetzes kann nicht einfach aufgehoben werden. Die Bußgeldbehörden handhaben hier zur Zeit jedoch großzügiger, wodurch von der einen oder anderen Ahndung abgesehen wird, insbesondere bei gewerblichen Fahrten (Taxis).

Brille und Alltagsmaske: Das muss man beachten

Darüber hinaus sollten Brillenträger beachten, dass je nach Beschaffenheit des Mundschutzes beim Tragen die Brillengläser beschlagen können. Die Masken dürfen auf keinen Fall die Sicht beeinträchtigen.

Mundschutz nicht am Rückspiegel aufhängen

Viele Autofahrer wollen ihren Mund-Nasen-Schutz griffbereit haben und hängen ihn während der Fahrt an den Rückspiegel. Das ist allerdings kein guter Ort, da die Gesichtsmaske dort die Sicht beeinträchtigt. Außerdem gewöhnt sich das Gehirn an das Dauerpendeln im Sichtfeld, der Fahrer kann weniger schnell auf Fußgänger oder Radfahrer reagieren. Besser ist es, die Maske in einem offenen Gefrierbeutel ins Handschuhfach oder in die Seitenablage zu legen.

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