Brandgefahr: Stellantis startet Rückruf für 1,2-Liter-Benziner
Von Lorenzo Walcher

Stellantis startet einen Rückruf zum 1,2-Liter-PureTech-Benziner als Mildhybrid. Betroffen sind Fahrzeuge der Marken Peugeot, Citroën, DS Automobiles, Opel/Vauxhall, Alfa Romeo, Fiat und Jeep. In seltenen Fällen besteht Brandgefahr.
Abstand zweier Bauteile kann Brand verursachen
1,2-Liter-PureTech-Benziner zwischen 2023 und 2026 betroffen
30‑minütiger Werkstatttermin soll das Problem beheben
Der Autokonzern Stellantis ruft allein in Deutschland rund 80.000 Fahrzeuge zurück, wie ein Unternehmenssprecher mitteilte. Der Grund: Zwei fehlerhaft montierte Motorenbauteile können im Extremfall einen Brand verursachen.
Stellantis: Brandgefahr beim 1,2-Liter-Benziner
Bei verschiedenen in Deutschland erhältlichen Modellen von sieben Stellantis‑Marken – Peugeot, Citroën, DS Automobiles, Opel/Vauxhall, Alfa Romeo, Fiat und Jeep – kommt der betroffene 1,2‑Liter‑Mildhybrid‑Benziner zum Einsatz. Der Konzern ruft Fahrzeuge mit diesem Motor aus den Modelljahren 2023 bis 2026 in die Werkstätten.
Laut Hersteller ist der Abstand zwischen einem Rohr des Benzinpartikelfilters und der Polschutzkappe des 48‑Volt‑Riemen‑Startergenerators (BSG) zu gering. In einzelnen Fällen können sich die Bauteile berühren und besonders bei Nässe einen Lichtbogen verursachen. Das kann zu einer Überhitzung und in seltenen Fällen zu einem Brand im Motorraum führen.
Erst im Februar hatte Stellantis einen Rückruf gestartet. Auch damals handelte es sich um einen 1,2‑Liter‑Motor, jedoch als Diesel.
Rückruf: Stellantis informiert Halter selbst
Stellantis ruft die Fahrzeuge freiwillig zurück, ein offizieller Vorgang beim Kraftfahrtbundesamt läuft nicht. Von Unternehmensseite heißt es, dass Halter nicht selbst aktiv werden müssen. Stellantis kontaktiert die Betroffenen.
Anschließend folgt ein rund 30‑minütiger Termin in der Vertragswerkstatt. Dabei wird die Polschutzkappe des Startergenerators gegen eine Variante mit höherer Isolierung ausgetauscht. Zudem wird der Abstand der beiden Bauteile überprüft und gegebenenfalls angepasst. Die Kosten für die Maßnahme übernimmt der Konzern.