Defekte Takata-Airbags: Mega-Rückruf bei BMW

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Von Katja Fastrich

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Frontansicht eines fahrenden BMW X1
Rückruf bei BMW: Betroffen sind Hunderttausende Fahrzeuge der Baujahre 2006 bis 2015© BMW

Verletzungsgefahr durch fehlerhafte Takata-Airbags: BMW muss weltweit knapp 1,5 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen, allein in Deutschland sind mehr als 370.000 Autos vom Rückruf betroffen.

  • Fehlerhafter Takata-Airbag: Defekt am Gasgenerator des Luftsacks

  • Betroffen sind Modelle der Baujahre 2006 bis 2015

  • Austausch des Airbags ist kostenlos

Und wieder ist es der Takata-Airbag, diesmal trifft es BMW: Der Hersteller aus Bayern hat eine umfangreiche Rückrufaktion für zahlreiche Modelle eingeleitet. Auslöser der Maßnahme ist ein Defekt am Gasgenerator des Fahrer-Airbags eines Takata-Zulieferteils.

Im Ernstfall könnte sich der Airbag nicht wie vorgesehen entfalten. Stattdessen besteht das Risiko, dass sich bei der Auslösung Teile des Gehäuses oder Metallfragmente lösen. Dadurch könnten Fahrzeuginsassen verletzt werden.

Takata-Airbag: Rückruf von 370.000 Fahrzeugen

Nach Angaben der zuständigen Behörden und des Herstellers müssen in Deutschland mehr als 370.000 Fahrzeuge überprüft und instand gesetzt werden. Weltweit beläuft sich die Zahl der betroffenen Autos auf knapp 1,5 Millionen. Die Rückrufaktion wird in Deutschland vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) begleitet und behördlich überwacht.

BMW: Diese Modelle sind vom Rückruf betroffen

Der Rückruf betrifft verschiedene BMW-Baureihen aus dem Produktionszeitraum 2. Januar 2006 bis 30. Juni 2015. Dazu gehören unter anderem Fahrzeuge der Reihen:

  • BMW 1er

  • BMW 3er

  • BMW M3

  • BMW X1

  • BMW X3

Erfasst sind unter anderem mehrere interne Modellcodes wie E81, E82, E83, E84, E87, E88, E90, E91, E92 und E93. Damit reicht die Spanne von Kompaktfahrzeugen über Mittelklassemodelle bis hin zu SUVs. Der Rückruf wird beim KBA unter der KBA-Referenznummer 15308R gelistet, der Hersteller-Rückrufcode ist 0032730300.

Im Rahmen der Serviceaktion wird der Airbag vollständig ausgetauscht. Für Fahrzeughalterinnen und -halter entstehen dabei keine Kosten, sofern die Reparatur in einer autorisierten BMW-Vertragswerkstatt erfolgt. Offizielle Angaben zur Dauer des Reparaturaufenthalts liegen nicht vor. In der Praxis dürfte der Austausch in vielen Fällen jedoch innerhalb von weniger als einer Stunde möglich sein.

Hier finden Sie einen Fahrbericht des aktuellen BMW X3.

Darum gibt es so viele Rückrufe

Rückrufe scheinen mittlerweile fast alltäglich. Keine Woche, in der man nicht davon hört, dass ein Hersteller Modelle seiner Fahrzeugflotte in die Werkstatt beordert. Hier erfahren Sie, warum das so ist.

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