Rückruf von Ford: Brandgefahr beim Kuga
Von Katja Fastrich

Neuer Rückruf wegen Brandgefahr beim Ford Kuga Plug-in-Hybrid: Probleme an der Batterie können einen Kurzschluss verursachen. Schon vor einem Jahr war es deswegen zu einem großen Rückruf gekommen.
Mehr als 74.000 Fahrzeuge in Deutschland betroffen
Hochvoltbatterie darf nur bis 80 Prozent geladen werden
Lösung des Problems voraussichtlich bis Mitte 2026
Nicht der erste Rückruf beim Ford Kuga
Ford muss erneut wegen möglicher Brandgefahr eine große Anzahl an Kuga Plug-in-Hybriden zurückrufen. Konkret geht es in Deutschland um rund 74.150 Fahrzeuge der Baujahre 2019 bis 2023, weltweit sind es sogar 242.170 Autos. Die Brandgefahr kann durch ein Problem mit der Fahrzeugbatterie bestehen, das zu einem Kurzschluss führen könnte. Ebenso ist ein Verlust der Antriebsleistung möglich, was das Unfallrisiko erhöht.
Brandgefahr: Hochvoltbatterie nicht ganz aufladen
Um Risiken zu mindern, sollen betroffene Fahrzeughalterinnen und -halter die Ladung der Hochvoltbatterie ihres Fahrzeugs auf 80 Prozent und nur den standardmäßigen "Auto EV"-Modus verwenden. Weitere Modi für tiefen Schlamm und Schnee (Tiefschnee/Sand) sind zu vermeiden.
Falls die Meldung "Sicher anhalten" (Stop Safely Now) im Kombiinstrument des Fahrzeugs sichtbar ist, sollte man das Fahrzeug verlassen, sobald man es sicher zum Stillstand gebracht hat.
Ford arbeitet an einer Lösung, die voraussichtlich Mitte 2026 verfügbar sein wird.
Hier finden Sie einen Fahrbericht des aktuellen Ford Kuga FHEV
Ford: Rückruf in die Werkstatt nötig
Wenn die Lösung verfügbar ist, wird Ford seine Kundinnen und Kunden per Brief benachrichtigen, um einen kostenlosen Werkstatttermin zu vereinbaren.
Der Rückruf wird beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) unter der Referenznummer 15919R geführt. Nach Angaben der Behörde gab es in Deutschland in diesem Zusammenhang bislang sieben Vorfälle, die jedoch alle ohne Unfälle oder Personenschäden verliefen.
Nicht der erste Kuga-Rückruf
Der Ford Kuga war bereits des Öfteren von Rückrufaktionen betroffen. Das KBA listet insgesamt 15 Rückrufe für Modelle aus dem Bauzeitraum 2019 bis 2023. Zuletzt wurden im März 2025 in Deutschland rund 56.000 Fahrzeuge der Baujahre 2019 bis 2023 zurückgerufen.