Reisen mit Demenz: Tipps für die Urlaubsplanung
Von Anna Besson

Wer mit einem demenzkranken Menschen verreisen möchte, sollte sorgfältig planen. Worauf es bei der Auswahl des Reiseziels ankommt.
Bedürfnisse der Betroffenen im Blick haben
Tagesausflüge können auf Urlaub vorbereiten
Spezialisierte Reiseveranstalter bieten Unterstützung
Reiseplanung für Menschen mit Demenz
Wer mit einem Menschen mit Demenz verreisen möchte, ist gut beraten, frühzeitig mit der Urlaubsplanung anzufangen. Vorab sollten Sie sich überlegen, welche Urlaubsform sich für den Betroffenen eignet: eine individuell geplante Tour oder Urlaub mit einer Reisegruppe?
Auch die Wahl des Urlaubsziels ist entscheidend. Orte, mit denen die erkrankte Person schöne Erinnerungen verknüpft, eignen sich besonders. Lassen Sie Raum für eine Planänderung. Wenn nötig sollte die Reise an den Gesundheits- oder Gemütszustand angepasst werden.
Nicht geeignet bei Demenz
Rundreisen
Urlaub auf großen Anlagen
Freizeitprogramme mit vielen Reizen und Ortswechseln
Was ist bei Demenz auf Reisen besonders wichtig?
Routinen sorgen dafür, dass Menschen mit Demenz sich nicht überfordert fühlen. Der reguläre Tagesablauf sowie die Mahl- wie auch die Schlafenszeiten sollten im Urlaub beibehalten werden.
Vertraute Gegenstände können ein sicheres Umfeld schaffen. Ankerpunkte, die in jede Reisetasche passen, sind zum Beispiel:
die Lieblingstasse
eine weiche Decke
ein bestimmtes Kissen
oder Fotos
Akzeptanz üben, flexibel bleiben
Menschen mit Demenz kann eine neue Umgebung überfordern und verunsichern. Dies kann sich mit Unruhe, Gereiztheit oder auch Angst zeigen. Im Zweifel ist es ratsam, den Urlaub abzubrechen.
Eine Reise kann Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen helfen, vom Alltag Abstand zu nehmen. Mit gemeinsamen Aktivitäten werden alte Erinnerungen aufgefrischt und neue geschaffen. Das stärkt die Bindung und emotionale Nähe.
Vor dem Urlaub: Vorbereitung mit einem Tagesausflug
Für Angehörige, die das erste Mal einen Urlaub mit einem Menschen mit Demenz planen, ist ein Tagesausflug eine gute Vorbereitung. Starten Sie mit einer kürzeren Auto- oder Zugfahrt, zum Beispiel in eine frühere Wohngegend oder an einen anderen bekannten Ort. Dabei zeigt sich, wie die betroffene Person auf die neue Erfahrung reagiert.
Die Vorteile von kurzen Ausflügen:
Stress, der durch eine Übernachtung in einer fremden Umgebung entstehen könnte, fällt weg
Die Entfernung zum Zuhause ist geringer und damit auch die Zeit unterwegs
Abbruch ohne Aufwand, wenn sich die Person mit Demenz nicht wohlfühlt
Gruppenreise oder individuell planen?
Welche Reiseform die beste ist, richtet sich nach dem Erkrankungsstadium der Person mit Demenz. Individuell geplante Reisen haben den Vorteil, dass sie auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können.
Spezialisierte Reiseveranstalter sorgen für eine stressfreie Reiseplanung und organisieren nicht nur barrierefreie Unterkünfte, sondern auch Betreuungs- und Pflegeangebote, sodass auch die mitreisenden Angehörigen Freizeitangebote wahrnehmen können.
Hinweis: Diese Informationen wurden sorgfältig recherchiert, ersetzen jedoch nicht die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Alle Angaben ohne Gewähr.
Demenzworld: Reisen mit Demenz: So gelingt der Urlaub, Stand 4/2026, unter https://demenzwiki.com/alltag/reisen/ (Abruf: 14.10.2026)
Alzheimer Forschung: Urlaub mit Menschen mit Demenz, unter https://www.alzheimer-forschung.de/demenz/pflege/finanzielle-hilfen/urlaubszeit/ (Abruf: 14.10.2026)
PTAheute: Wie Reisen trotz Demenz möglich ist, Stand 5/2026, unter https://www.ptaheute.de/aktuelles/2023/05/25/wie-reisen-trotz-demenz-moeglich-ist (Abruf: 14.10.2026)
Breuer Stiftung: Reisen mit Demenz, unter https://breuerstiftung.de/reisen-mit-demenz/ (Abruf: 14.10.2026)