Mittelmeer: So erkennen Sie den giftigen Feuerwurm
Von Tanja Echter

Der Feuerwurm kommt an den Küsten Süditaliens immer häufiger vor. Strandurlauber sollten ihm besser nicht zu nahe kommen, denn das Gift seiner Borsten kann unangenehm werden.
Ausbreitung an der süditalienischen Mittelmeerküste
Kontakt mit Borsten kann Schmerzen verursachen
Bei großflächigen Rötungen zum Arzt
Wo findet man den Feuerwurm?
Den Bart-Feuerborstenwurm, kurz Feuerwurm (Hermodice carunculata, ital. vermocane), findet man weltweit auf felsigen und sandigen Meeresböden, zwischen Korallenbänken und Seegras. Die fleischfressende Art ernährt sich unter anderem von Korallen und Seeigeln sowie dem Aas von Fischen.
Feuerwurm im Mittelmeer
Auch im Mittelmeer ist der Feuerwurm kein Unbekannter. Insbesondere in Süditalien rund um Kampanien, Kalabrien, Sizilien und Apulien wachsen die Populationen seit einigen Jahren stark an. Lokale Fischer ziehen die Meereswürmer vermehrt mit ihren Fangnetzen aus dem Wasser. Expertinnen und Experten vermuten, dass steigende Wassertemperaturen dafür verantwortlich sind.
Warum sollte man den Feuerwurm nicht anfassen?
Feuerwürmer können bis zu 30 Zentimeter lang werden. Ihr Körper schimmert rotbräunlich und ist rundum mit Borsten bedeckt. Diese stecken voller Giftstoffe, die beim Menschen brennende Schmerzen, Juckreiz, Taubheitsgefühle und allergische Reaktionen auslösen können. Ein Kontakt mit den kleinen Stacheln sollte deshalb vermieden werden.
Was tun nach Kontakt mit Feuerwurm?
Wer beim Baden aus Versehen Hautkontakt mit einem Bart-Feuerborstenwurm hatte, sollte feststeckende Borsten nach Möglichkeit entfernen. Zum Beispiel mit einer feinen Pinzette.
Im Anschluss ist eine Spülung mit kaltem Wasser ratsam, um die Schmerzen zu lindern. Auch entzündungshemmende Gels oder Schmerztabletten können helfen. Vermeiden Sie es, an der betroffenen Stelle zu kratzen, um bakterielle Infektionen zu vermeiden.
Hinweis: Diese Informationen wurden sorgfältig recherchiert, ersetzen jedoch nicht die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Alle Angaben ohne Gewähr.