Checkliste: Tipps für die perfekte Reiseapotheke

Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte diese in ausreichender Menge in der Reiseapotheke in den Urlaub mitnehmen. Denn nicht alle Arzneimittel sind in anderen – auch europäischen – Ländern erhältlich oder es gibt sie in anderer Zusammensetzung und Dosierung als in Deutschland.
Rechtzeitige Planung: Vor der Reise einen Arzttermin einplanen.
Medikamente im Handgepäck: Immer in Originalverpackungen transportieren.
Verlust oder Diebstahl von Medikamenten: Ersatz-Rezept per Online-Sprechstunde.
Sonnenbrand, Magenverstimmung oder plötzliches Fieber – viele Urlaubsfreuden enden schneller als gedacht beim Arzt vor Ort. Eine gut geplante Reiseapotheke hilft, kleine Beschwerden selbst zu behandeln. Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengestellt:
Was gehört in die Reiseapotheke?
Auf eine Reiseapotheke sollte – auch bei Ferien in Deutschland oder Europa – nicht verzichtet werden. Das gilt besonders für Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen. Weiter sollte man folgendes beachten:
Rechtzeitig vor der Reise einen Arzt-Termin einplanen und auch Wartefristen einkalkulieren, falls sich Arzneimittel-Lieferungen etwas verzögern.
Der ADAC Ambulanz-Service rät für eine Urlaubsreise zu einem reichlich bemessenen Medikamenten-Vorrat, also mindestens 50 Prozent mehr als normalerweise benötigt würde. Viele Präparate sind im Ausland nicht oder nur in anderer Zusammensetzung/Dosierung verfügbar, außerdem können Fälschungen ein Problem sein.

Was gehört in die perfekte Reiseapotheke?
Die Reiseapotheke sollte immer mit dem Nötigsten ausgestattet sein laut Empfehlung von Susanne Reuter vom ADAC Ambulanz-Service.
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Besonders chronisch kranke Menschen sollten sich vorab über die Möglichkeiten der medizinischen Versorgung in der Urlaubsregion informieren. Wenn vorhanden, den Diabetikerausweis nicht vergessen – er gehört ebenfalls ins Reisegepäck. Hier ist auch aufgelistet, mit welchen Medikamenten die Diabetesbehandlung erfolgt.
Medikamente sollten im Handgepäck wasserdicht und möglichst temperaturgeschützt transportiert werden – vor allem in den Original-Verpackungen. Viele Arzneimittel sollten unter 25 Grad gelagert werden, daher gehören sie nicht in die pralle Sonne oder ins heiße Auto, sondern idealerweise ins Handgepäck, in eine isolierende Tasche und vor Ort in ein kühles Zimmer oder den Kühlschrank.
Da einige Medikamente im Kühlschrank gelagert werden müssen, ist es ratsam, am Abend vor Reisebeginn Klebezettel an Haustür und Kühlschrank anzubringen, damit sie in der Hektik nicht vergessen werden. Ebenfalls sinnvoll ist es, den Beipackzettel der Medikamente dabei zu haben.
Bei der Mitnahme von Medikamenten im Flugzeug sollte man die Regelungen genau beachten. Damit ist sichergestellt, dass wichtige Arzneimittel nicht unversehens zurückgelassen werden müssen.
Diabetiker sollten sich vorab über die Möglichkeiten der medizinischen Versorgung in der Urlaubsregion informieren. Medikamente sollten gut bevorratet eingepackt werden und der Diabetikerausweis gehört ebenfalls ins Reisegepäck. Er gibt zum Beispiel an, mit welchen Medikamenten die Behandlung erfolgt.
Für Fernreisen in Regionen mit höherem Infektionsrisiko (z.B. Afrika, Asien, Südamerika) sollten zusätzlich zu einer Basis-Reiseapotheke u.a. gut wirksame Durchfallmedikamente, Elektrolytlösung, Insektenschutz, Mittel gegen Fieber und ggf. ärztlich verordnete Notfallmedikamente mitgenommen werden; eine tropenmedizinische Beratung vorab ist dringend empfohlen.
Checkliste Reiseapotheke zum Download
Vorbereitung vor der Reise
Für weitere Auskünfte, z.B. besondere Empfehlungen für Kinder, Bergsportler und Taucher, steht ADAC Auslandskrankenschutz-Versicherten sowie ADAC Plus-und Premium-Mitgliedern auch der Reisemedizinische Informationsdienst zur Verfügung. Notfallkontakte sollten vor der Reise im Smartphone abgespeichert werden
Wenn im Urlaub etwas passiert, sind Sie bei uns in guten Händen. Ein Anruf genügt – wir sorgen schnell dafür, dass Sie die passende medizinische Hilfe bekommen.
So hilft Ihnen der ADAC bei medizinischen Notfällen:
Leichte Beschwerden: +49 89 76 76 71 77. Sprechen Sie direkt mit einem Arzt – wir vermitteln Online-Sprechstunden, inkl. Symptomcheck und Rezept-Ausstellung vor Ort.
Krank oder verletzt: + 49 89 76 76 71 77. Wir finden schnell den passenden Arzt in Ihrer Nähe – weltweit. Keine Vorkasse, keine überteuerten Rechnungen, kein Papierkram.
Es ist ernster: + 49 89 76 76 76. Wir kümmern uns um alles – vom Krankenhausaufenthalt bis zum Rücktransport nach Hause.
Speichern Sie sich die aufgeführten Notfallnummern für Ihre Reisen ab. Oder nutzen Sie den Download der ADAC Notfallkarte. So haben Sie alle wichtigen Infos immer dabei.
Medikamente vergessen? Das kann man jetzt tun
Wenn die Medikamente doch vergessen werden, das Gepäck verloren geht oder gar gestohlen wird, gibt es mehrere Möglichkeiten:
Man sucht am Urlaubsort einen Arzt auf und lässt sich ein neues Rezept ausstellen. Hier ist es hilfreich, wenn man Kopien der Beipackzettel mit sich führt, da Medikamente im Ausland häufig andere Namen haben und der Arzt so die Wirkstoffe und Dosierung zuordnen kann.
ADAC Plus- und Premium-Mitglieder finden auch Hilfe beim ADAC Ambulanz-Service. Wenn die Eigenrecherche erfolglos verläuft, helfen die Mitarbeiter und eruieren Möglichkeiten, wo das benötigte Medikament erhältlich ist. Mit einem internationalen Rezept, das der Hausarzt faxt oder mailt, können die Arzneimittel dann abgeholt werden.
Ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel tatsächlich nicht im Urlaubsland erhältlich, wird es vom ADAC Ambulanz-Service so schnell wie möglich an den nächst möglichen Flughafen im Urlaubsland zugeschickt. Die Kosten für die Organisation und den Transport der Medikamente übernimmt die ADAC Versicherung AG im Rahmen der ADAC Plus- und Premium-Mitgliedschaft. Einzige Ausnahme: Medikamente, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Hier ist eine Organisation der Hilfe gesetzlich nicht erlaubt. Den weltweiten Medikamentenversand gibt es übrigens schon seit 1975!
Akut erkrankt? So bekomme ich die notwendigen Medikamente
Bei einer akuten Erkrankung kann man sich über Telemedizin-Angebote per Online-Sprechstunde vom Arzt ein Rezept ausstellen lassen. Dies wird per Mail zugeschickt und kann dann in einer Apotheke eingelöst werden.
ADAC Premium-Mitglieder und Inhaber einer ADAC Auslandskrankenversicherung erhalten weltweit Zugang zu telemedizinischer Beratung mit deutschsprachigen Ärzten – rund um die Uhr, auch aus dem Nicht-EU-Ausland.
Telemedizinische Online-Sprechstunden eignen sich besonders bei leichten Beschwerden (z.B. Sommergrippe, Reisedurchfall), für eine Ersteinschätzung oder zur Rezeptausstellung; bei schweren Symptomen oder Notfällen sollten Sie immer direkt vor Ort medizinische Hilfe aufsuchen.
