Zeitumstellung: Vorsicht – erhöhtes Unfallrisiko

Feedback

© Adobe Stock hykoe

Es ist wieder soweit: Die Sommerzeit bringt mehr Licht und Sonne in unseren Alltag – auch wenn es anfangs schwerfällt, eine Stunde früher aufzustehen. In der Nacht von Samstag, 28. März, auf Sonntag, 29. März 2026, werden die Uhren eine Stunde vorgestellt. Aber Achtung, rund um die Zeitumstellung erhöht sich auch die Unfallgefahr durch Wildwechsel – deutschlandweit wurde ein Anstieg von 10% festgestellt.

Wildtiere, die in den frühen Morgenstunden die Straßen kreuzen, stellen ein großes Risiko dar. Zusätzlich kann der Mini-Jetlag durch die fehlende Stunde die Aufmerksamkeit der Fahrenden beeinträchtigen. Besondere Vorsicht gilt daher auf Landstraßen und in Waldnähe.

ADAC Fahrsicherheitstrainer Martin Sasse erklärt

Während für uns Menschen der Tag eine Stunde früher beginnt, ändert sich der Tagesablauf für die Tiere nicht. Das birgt die Gefahr, dass nahrungssuchende Tiere nun häufiger gut befahrene Straßen kreuzen. Wer dann noch müde am Steuer von einem Tier überrascht wird, handelt möglicherweise zu spät.

Bei Müdigkeit reagiert der Körper deutlich langsamer. Zum Bremsweg kommt noch der Reaktionsweg hinzu – bei 60 km/h können das bereits 18 Meter sein. Ab 80 km/h wird es wesentlich gefährlicher, da sich der normale Bremsweg nahezu verdoppelt.

Martin Sasse, ADAC Fahrsicherheitstrainer©ADAC Württemberg

Tipps vom Experten: So reagieren Sie richtig bei Wildwechsel

  • Vorausschauend fahren: An Waldabschnitten und Feldrändern ist das Risiko besonders hoch.

  • Geschwindigkeit reduzieren: Mit etwa 60 km/h und aufmerksamem Blick fährt es sich auf der Landstraße deutlich sicherer.

  • Fernlicht ausschalten: Springt ein Tier auf die Straße, sofort auf Abblendlicht wechseln. Auch Hupen kann helfen, das Tier zu vertreiben.

  • Bremsen und nachfolgenden Verkehr im Blick behalten: Langsames Abbremsen ist die sicherste Variante. Außerdem immer mit weiteren Tieren rechnen.

Nach einem Wildunfall: Sicherheit geht vor

  • Unfallstelle sichern: Warnblinkanlage, Warnweste und Warndreieck verwenden.

  • Notruf wählen: Über die 112 Hilfe holen und auch die Polizei informieren.

  • Wild nicht selbst entfernen: Das Tier sollte nicht eigenständig vom Unfallort entfernt werden.

Licht: Der ultimative Tipp zum Wachwerden

Um morgens fit in den Tag zu starten, gibt es einen kleinen Trick, der große Wirkung haben kann, denn Licht ist einer der wichtigsten Taktgeber für unsere innere Uhr. Der effektivste Wachmacher ist natürliches Tageslicht. Deshalb empfiehlt es sich, morgens möglichst schnell nach draußen zu gehen oder zumindest Fenster und Vorhänge zu öffnen.

Auch Lichtwecker können helfen: Sie simulieren einen Sonnenaufgang, indem das Licht im Schlafzimmer langsam heller wird, bevor der Weckton ertönt. Das sorgt für ein sanfteres Aufwachen und kann morgendliche Müdigkeit reduzieren.